Der voestalpine-Konzern konnte im 1. Quartal 2026/27 die Umsatzerlöse um 2,4 % von 3,9 Mrd. EUR im Vorjahr auf 4 Mrd. EUR steigern. Das operative Ergebnis (EBITDA) verbesserte sich auf 495 Mio. EUR (361 Mio. EUR im Q1 2025/26). Neben den nachhaltig positiven Effekten aus den initiierten Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogrammen wurde die Ergebnisentwicklung im 1. Quartal 2026/27 maßgeblich durch einmalige positive und negative Sondereffekte in der High Performance Metals Division, insbesondere aus dem Verkauf der voestalpine BÖHLER Profil sowie aus der Fortsetzung der Reorganisationsmaßnahmen beeinflusst.
In Summe sind im EBITDA des 1. Quartals 2026/27 rund 100 Mio. EUR an Einmaleffekten enthalten. Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich im Jahresvergleich signifikant um 78,8 % von 172 Mio. EUR auf 307 Mio. EUR.
Das Ergebnis vor Steuern konnte mit 279 Mio. EUR mehr als verdoppelt werden (Vorjahr: 139 Mio. EUR). Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich auf 196 Mio. EUR (Vorjahr: 106 Mio. EUR). Der Free Cashflow lag im 1. Quartal 2026/27 bei 224 Mio. EUR, darin enthalten ist ein Einmaleffekt aus dem Verkauf der voestalpine BÖHLER Profil von etwa 150 Mio. EUR.
Der Abbau der Nettofinanzverschuldung wurde im aktuellen Berichtszeitraum unvermindert fortgesetzt, die Nettofinanzverschuldung konnte im Jahresvergleich um 28,7 % auf 1 Mrd. EUR per 30. Juni 2026 weiter reduziert werden. Verglichen mit dem Wert zum Bilanzstichtag (31. März 2026) von 1,3 Mrd. EUR verminderte sich die Nettofinanzverschuldung um 17,9 %. Angesichts des in den vergangenen Jahren deutlich erhöhten Investitionsbedarfs für greentec steel ist diese Entwicklung besonders bemerkenswert und unterstreicht die hohe Innenfinanzierungskraft der voestalpine.
Das Eigenkapital des voestalpine-Konzerns legte mit 8 Mrd. EUR sowohl im Jahresvergleich als auch in der Gegenüberstellung mit dem Bilanzstichtag 31. März 2026 zu (Vorjahresvergleich: + 6,8 %, seit dem 30. März 2026: +2,9 %). Die Gearing Ratio (Nettofinanzverschuldung in % des Eigenkapitals) verbesserte sich auf 12,9 %.
Mit 30. Juni 2026 beschäftigte der voestalpine-Konzern weltweit rund 48.640 Mitarbeiter:innen (Vollzeitäquivalente), das sind um 1,8 % weniger als im Vorjahr (49.550). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus den Reorganisationsmaßnahmen in der High Performance Metals Division sowie im Geschäftsbereich Automotive Components der Metal Forming Division.