Navigation überspringen
Zurück zur Übersicht

voestalpine präsentiert weitere Ausbaupläne für greentec steel am Standort Donawitz

Pressemappe zip | 203,54 MB

18. Juni 2026 | 

Die voestalpine nimmt an ihrem Standort Donawitz in knapp einem Jahr wie geplant eine Elektrolichtbogenofenanlage (EAF) in Betrieb und kombiniert so ab 2027 die grünstrombetriebene Elektrostahlproduktion mit dem konventionellen Hochofen-Verfahren. Dadurch kann bis 2029 bereits ein Hochofen stillgelegt werden. Die neue EAF-Anlage soll – vorbehaltlich der Klärung offener Förderfragen – bis 2030 um rund 100 Mio. EUR weiter ausgebaut werden. Damit könnte der Konzern in Donawitz ab 2030 vollständig auf eine elektrifizierte Stahlproduktion umstellen.

Der nächste Ausbauschritt ermöglicht dem Stahl- und Technologiekonzern, der weltweit als Umweltbenchmark seiner Branche gilt, ab 2030 in Donawitz mehr als 90 % seiner CO2-Emissionen gegenüber dem Referenzjahr 2019 einzusparen.

Herbert Eibensteiner

Wir setzen mit greentec steel, Österreichs größtem Klimaschutzprogramm, weltweit neue Maßstäbe in der nächsten Generation der Stahlproduktion. Wir sind zeitlich und budgetär im Plan und werden an unserem Standort Donawitz den nächsten Ausbauschritt bis 2030 umsetzen. So beabsichtigen wir ab 2030 mit deutlich geringeren CO2-Emissionen Stahl zu produzieren.

Herbert Eibensteiner, CEO der voestalpine AG

Die voestalpine sieht bereits eine steigende Nachfrage seitens Kund:innen der internationalen Bahnindustrie nach ihren CO2-reduzierten Stahlprodukten.

Erweiterung der Produktionskapazitäten auf 1,5 Mio. Tonnen CO2-reduzierten Stahl

Die im Bau befindliche EAF-Anlage kann ab 2027 jährlich rund 850.000 Tonnen CO2-reduzierten Stahl produzieren. Mit der Erweiterung wird die Produktionskapazität bis 2030 auf bis zu 1,5 Mio. Tonnen CO2-reduzierten Stahl pro Jahr erhöht. Die vom Aufsichtsrat der voestalpine AG bereits freigegebene Investitionssumme für den Kapazitätsausbau beträgt rund 100 Mio. EUR und soll u.a. für den weiteren Ausbau der Stromversorgung, der Errichtung einer dritten Sekundärmetallurgie-Linie und für die Erweiterung der Schrottlogistik erfolgen. Bis zu Beginn des Ausbaus sind noch offene Förderfragen zu klären.

Durch die Technologieumstellung werden künftig die beiden Hochöfen und die Sinteranlage außer Betrieb genommen. In den nächsten drei Jahren werden dafür Jobs im neuen Stahlwerk geschaffen. Für Mitarbeiter:innen finden bereits laufende Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen statt. Zusätzlich werden weitere interne oder konzernweite Joboptionen entstehen. „Diese Transformation sichert indirekt die mehr als 5.000 Arbeitsplätze an den steirischen Standorten der Metal Engineering Division ab“, so Eibensteiner.

Franz Kainersdorfer

Wir errichten erfolgreich ein neues Stahlwerk inmitten eines hochausgelasteten Produktionswerks, was größte logistische Herausforderungen mit sich bringt. Mein Dank gilt allen Mitarbeiter:innen, die seit dem Baustart an greentec steel mitarbeiten, insbesondere dem rund 100 Expert:innen umfassenden Projektteam.

Franz Kainersdorfer, Mitglied des Vorstandes der voestalpine AG und Leiter der Metal Engineering Division

greentec steel ist Österreichs größtes Klimaschutzprogramm

Die voestalpine hat mit greentec steel eine klare Strategie. Die Integration der grünstrombetriebenen Elektrolichtbogenöfen in die Stahlproduktion ermöglicht es in einem ersten Schritt, CO2-intensive Prozesse zu elektrifizieren und so im Konzern bis 2029 bis zu 30 % an CO2-Emissionen gegenüber 2019 einzusparen. Das entspricht einer Einsparung von fast 4 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr und somit fast 5 % der CO2-Emissionen Österreichs. greentec steel ist damit das größte Klimaschutzprogramm des Landes. Das Investitionsvolumen beträgt für den ersten Schritt unverändert rund 1,5 Mrd. Euro.

    Metal Engineering Division

    Die Metal Engineering Division des voestalpine-Konzerns ist mit dem Geschäftsbereich Railway Systems globale Marktführerin für Bahninfrastruktursysteme, Diagnose- und Monitoringlösungen für Infrastruktur und rollendes Material wie auch Softwarelösungen für Instandhaltungsmanagement. Mit dem Bereich Industrial Systems ist die Division darüber hinaus europäische Marktführerin für Qualitätsdraht sowie globale Anbieterin von Schweißkomplettlösungen. Vom Standort Kindberg in Österreich werden zudem Nahtlosrohre in die ganze Welt geliefert. Die Kund:innen stammen aus der Bahninfrastruktur, der Energieindustrie, der Maschinenbau-, Automobil- und der Bauindustrie sowie aus dem Bereich erneuerbare Energien. Im Rahmen von greentec steel arbeitet und forscht die Metal Engineering Division bereits intensiv an unterschiedlichen innovativen, klimafreundlichen Technologien und Produktionsverfahren. Im Geschäftsjahr 2025/26 erzielte die Division mit ihren Geschäftsbereichen Railway Systems und Industrial Systems einen Umsatz von rund 4,1 Mrd. Euro, davon 43 % außerhalb Europas. Die Division erwirtschaftete damit ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 375 Mio. Euro und beschäftigte weltweit rund 14.900 Mitarbeitende.

    Der voestalpine-Konzern

    Die voestalpine ist ein weltweit führender Stahl- und Technologiekonzern mit kombinierter Werkstoff- und Verarbeitungskompetenz. Die global tätige Unternehmensgruppe verfügt über rund 500 Konzerngesellschaften und -standorte in mehr als 50 Ländern auf allen fünf Kontinenten. Der voestalpine-Konzern notiert seit 1995 an der Wiener Börse. Mit seinen Premium-Produkt- und Systemlösungen zählt er zu den führenden Partnern der Automobil- und Maschinenbauindustrie sowie der Luftfahrt- und Energieindustrie und ist darüber hinaus Weltmarktführer bei Bahninfrastruktursystemen und Spezialprofilen. Die voestalpine bekennt sich zu den globalen Klimazielen und verfolgt mit greentec steel einen klaren Plan zur Transformation der Stahlproduktion. Im Geschäftsjahr 2025/26 erzielte der Konzern bei einem Umsatz von 15,1 Milliarden Euro ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 1,5 Milliarden Euro und beschäftigte weltweit rund 48.800 Mitarbeitende.