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voestalpine greentec steel Donawitz: Montage des Elektrolichtbogenofens abgeschlossen

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12. Oktober 2026 | 

Die voestalpine stellt an ihrem Standort in Donawitz im 1. Halbjahr 2027 ihre Produktion teilweise auf eine elektrifizierte Stahlerzeugung um und kann im Vollbetrieb jährlich rund 850.000 Tonnen CO2-reduzierten Stahl produzieren. Die Montage der neuen Elektrolichtbogenofenanlage (EAF) wurde plangemäß größtenteils abgeschlossen, nun startet in Teilbereichen die Kalt-Inbetriebnahme. Dabei werden etwa Förderanlagen, Hydrauliksysteme, Elektroinstallationen, Kühlkreisläufe sowie die Automatisierung getestet. 

Die Elektrolichtbogenofenanlage besteht aus mehreren zentralen Komponenten, wie etwa einem Unter- und einem Obergefäß und einer Wippe, sowie aus den dazugehörigen Infrastruktur- und Versorgungseinrichtungen (z.B. Stromleitungen). Die insgesamt knapp 900.000 gelieferten Einzel-Bauteile mit einem Gesamtgewicht von etwa 8.500 Tonnen wurden zum Standort Donawitz per Schiff, Bahn und LKW transportiert. 

Herbert Eibensteiner, CEO der voestalpine AG

Mit greentec steel, Österreichs größtem Klimaschutzprogramm, liegen wir in Linz und in Donawitz sowohl zeitlich wie auch budgetär voll im Plan. 2026 werden die wesentlichen Bau- und Montagearbeiten abgeschlossen, bevor im 1. Halbjahr 2027 die ersten Schmelzen in den neuen Elektrolichtbogenöfen in Donawitz und in Linz erfolgen werden.

Herbert Eibensteiner, CEO der voestalpine AG

XXL-Montage für das Stahlwerk der Zukunft

Die voestalpine arbeitet in Donawitz mit mehr als 70 Unternehmen zusammen, rund 90 % davon sind aus Österreich. Rund 500 Fachkräfte sind aktuell auf der Baustelle tätig. Danieli & C. Officine Meccaniche S.p.A. koordiniert als zentraler Partner die Installation der Kernelemente und die Inbetriebnahme des Elektrolichtbogenofens, weiters arbeiten zahlreiche Unternehmen aus den Bereichen Stahlbau, Rohrleitungsbau, Elektrotechnik, Automatisierung, Gerüstbau, Logistik und Bauwesen am Projekt mit.

Die Montage des EAF erfolgte in mehreren Schritten: Nach der Vormontage, Vermessung und Prüfung wurden die Anlagenteile mithilfe von Schwertransporten und Großkränen an ihre endgültige Position gehoben. Dabei wurden einzelne Bauteile mit einem Gewicht von bis zu 94 Tonnen bewegt. Für besonders anspruchsvolle Hebevorgänge kamen Kräne mit Tragfähigkeiten von bis zu 650 Tonnen zum Einsatz.

Franz Kainersdorfer, Mitglied des Vorstandes der voestalpine AG und Leiter der Metal Engineering Division

Die Montage und Inbetriebnahme des neuen Elektrolichtbogenofens ist technisch äußerst anspruchsvoll und erfordert die enge Zusammenarbeit unserer Fachkräfte mit unseren Partnerunternehmen. Dass wir auch hier planmäßig voranschreiten, ist das Ergebnis monatelanger Planung und der erfolgreichen Kooperation mit unserem Projektpartner Danieli.

Franz Kainersdorfer, Mitglied des Vorstandes der voestalpine AG und Leiter der Metal Engineering Division

Die Kalt-Inbetriebnahme als nächster Meilenstein

Die Kalt-Inbetriebnahme markiert einen weiteren wichtigen Meilenstein. Voraussetzung dafür ist die Inbetriebnahme zentraler Infrastruktursysteme wie die elektrische Energieversorgung und die Medienversorgung. Während der Kalt-Inbetriebnahme werden erstmals alle Anlagenkomponenten als Gesamtsystem getestet. Dabei werden mechanische Funktionen, Medien- und Rohrleitungssysteme sowie Sensoren, Antriebe und Steuerungen geprüft. Zusätzlich erfolgen umfangreiche Tests der Automatisierungs- und Sicherheitssysteme, um die Anlage optimal auf die spätere Produktionsaufnahme vorzubereiten.

Erst wenn alle Systeme fehlerfrei zusammenspielen, erfolgt der nächste Schritt in Richtung Produktionsstart. Planmäßig erfolgt dieser im 1. Halbjahr 2027.

Weitere Ausbaupläne für Donawitz

Wie berichtet, wird die EAF-Anlage, die im nächsten Jahr in Betrieb genommen wird, vorbehaltlich offener Förderfragen bis 2030 erweitert. Die Erweiterungsinvestition von rund 100 Millionen Euro erfolgt unter anderem für den weiteren Ausbau der Stromversorgung, die Errichtung einer dritten Sekundärmetallurgie-Linie und die Erweiterung der Schrottlogistik. Mit diesem Schritt könnte der Standort Donawitz ab 2030 vollständig auf eine elektrifizierte Stahlproduktion umstellen.

    Metal Engineering Division

    Die Metal Engineering Division des voestalpine-Konzerns ist mit dem Geschäftsbereich Railway Systems globale Marktführerin für Bahninfrastruktursysteme, Diagnose- und Monitoringlösungen für Infrastruktur und rollendes Material wie auch Softwarelösungen für Instandhaltungsmanagement. Mit dem Bereich Industrial Systems ist die Division darüber hinaus europäische Marktführerin für Qualitätsdraht sowie globale Anbieterin von Schweißkomplettlösungen. Vom Standort Kindberg in Österreich werden zudem Nahtlosrohre in die ganze Welt geliefert. Die Kund:innen stammen aus der Bahninfrastruktur, der Energieindustrie, der Maschinenbau-, Automobil- und der Bauindustrie sowie aus dem Bereich erneuerbare Energien. Im Rahmen von greentec steel arbeitet und forscht die Metal Engineering Division bereits intensiv an unterschiedlichen innovativen, klimafreundlichen Technologien und Produktionsverfahren. Im Geschäftsjahr 2025/26 erzielte die Division mit ihren Geschäftsbereichen Railway Systems und Industrial Systems einen Umsatz von rund 4,1 Mrd. Euro, davon 43 % außerhalb Europas. Die Division erwirtschaftete damit ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 375 Mio. Euro und beschäftigte weltweit rund 14.900 Mitarbeitende.

    Der voestalpine-Konzern

    Die voestalpine ist ein weltweit führender Stahl- und Technologiekonzern mit kombinierter Werkstoff- und Verarbeitungskompetenz. Die global tätige Unternehmensgruppe verfügt über rund 500 Konzerngesellschaften und -standorte in mehr als 50 Ländern auf allen fünf Kontinenten. Der voestalpine-Konzern notiert seit 1995 an der Wiener Börse. Mit seinen Premium-Produkt- und Systemlösungen zählt er zu den führenden Partnern der Automobil- und Maschinenbauindustrie sowie der Luftfahrt- und Energieindustrie und ist darüber hinaus Weltmarktführer bei Bahninfrastruktursystemen und Spezialprofilen. Die voestalpine bekennt sich zu den globalen Klimazielen und verfolgt mit greentec steel einen klaren Plan zur Transformation der Stahlproduktion. Im Geschäftsjahr 2025/26 erzielte der Konzern bei einem Umsatz von 15,1 Milliarden Euro ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 1,5 Milliarden Euro und beschäftigte weltweit rund 48.800 Mitarbeitende.