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Auf der Car Body Parts 2026 präsentierten Daniel Roman Fritz und Dr. Andreas Pichler den Ansatz der voestalpine für eine nachhaltige Stahlproduktion für die Automobilindustrie. Im Mittelpunkt standen greentec steel, der Dekarbonisierungsweg, das voestalpine Allokationsmodell und die technischen Grundlagen des zukünftigen hybriden Stahlwerks (Hochöfen und EAF-Route).
voestalpine verfolgt das Ziel einer wasserstoffbasierten Stahlerzeugung mit Net‑Zero‑CO₂‑Emissionen bis 2050. Ein zentraler Baustein ist dabei die Direktreduktion von Eisenerz mit grünem Wasserstoff und die Verwendung von DRI/HBI als Einsatzstoff statt klassischem Roheisen aus dem Hochofen, das einen deutlich höheren CO₂‑Fußabdruck aufweist. Hy4Smelt, Österreichs größte Demonstrationsanlage von voestalpine, Primetals Technologies und Rio Tinto, bildet für diese Entwicklung eine wesentliche Basis. Die dahinterliegende Transformation folgt einem klar strukturierten Stufenplan:


Hinter dem voestalpine Allokationsmodell für CO₂‑Fußabdrücke steht der Anspruch, die Dekarbonisierung so zu gestalten, dass sie für Kund:innen „überraschungsfrei“ bleibt – sowohl hinsichtlich Qualität als auch hinsichtlich dokumentierter Emissionen. Die physisch begrenzten Mengen an CO₂‑reduziertem Stahl (greentec steel Edition) werden bilanziell einzelnen Kundenaufträgen zugeordnet. Dieses System bringt einige Vorteile:
Der nächste große Meilenstein folgt nun 2027 mit der schrittweisen Transformation hin zu einer hybriden Anlagenstruktur aus Hochofen, LD-Konverter und Elektrolichtbogenofen. Entscheidend bei dieser neuen Phase der Stahlproduktion ist, dass der im EAF erzeugte flüssige Stahl anschließend ebenfalls über Sekundärmetallurgie geführt wird. So lassen sich niedrigste Kohlenstoffgehalte, reduzierte Stickstoffgehalte und eine sehr präzise Einstellung der chemischen Zusammensetzung realisieren. Die Weiterverarbeitung erfolgt anschließend auf den bestehenden High-End-Linien.


Beim Elektrolichtbogenofen haben die eingesetzten Rohstoffe – insbesondere Schrott, Hot Briquetted Iron (HBI) und flüssiges Roheisen – einen wesentlichen Einfluss auf die spätere chemische Zusammensetzung des Stahls und auf das mögliche Ausmaß der CO₂-Einsparung. Dabei gilt grundsätzlich: Ein hoher Schrottanteil ist aus Sicht der CO₂-Reduktion besonders vorteilhaft. Metallurgisch bringt dieser aber einige neue Herausforderungen mit sich. Der Einsatz von Schrott führt dazu, dass bestimmte Begleitelemente im Stahl verbleiben, die sich auf Vorgänge in der Stahlentwicklung auswirken können.
Um diesen Auswirkungen entgegenzuwirken, hat voestalpine bereits jetzt erfolgreiche Strategien entwickelt, die eine Sicherstellung der hohen Stahlqualität auch unter veränderten Rahmenbedingungen gewährleisten.
Die Vorbereitungen auf die Inbetriebnahme laufen planmäßig, grundlegende Probleme sind derzeit nicht erkennbar. Die Umstellung erfolgt mit großer Sorgfalt – mit dem klaren Ziel, Nachhaltigkeit und höchste Produktqualität verlässlich miteinander zu verbinden.
Die zentralen Zusammenhänge zwischen Einsatzstoffen, chemischer Zusammensetzung und Werkstoffeigenschaften sind gut verstanden und lassen sich durch gezielte Prozessführung und angepasste Strategien zuverlässig beherrschen.
Dr. Andreas Pichler, Leitung Forschung & Entwicklung Bereich Band, voestalpine Steel Division
Mit unserem Allokationsmodell gestalten wir die Dekarbonisierung transparent und schaffen die Voraussetzungen, dass unsere Kund:innen sich auch weiterhin auf die gewohnte voestalpine‑Qualität und Eigenschaften unserer Stähle verlassen können.
Daniel Roman Fritz, Sustainability Manager, voestalpine Steel Division
Gerne informieren wir Sie persönlich über die Nachhaltigkeitsstrategie der voestalpine und die weiteren Schritte.
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