Unbeschichtete Warmumformstähle für pressgehärtete Bauteile

Die phs-uncoated Stähle der voestalpine überzeugen mit ausgezeichneten Material- und Verarbeitungseigenschaften und sind im automobilen Leichtbau eine effiziente und flexibel einsetzbare Lösung für sicherheitsrelevante pressgehärtete Bauteile, bei denen Korrosionsschutz kein Thema ist.

Zugfestigkeiten über 1500 MPa

phs – press hardening steels – sind Stähle, bei denen je nach Art des Fertigungsprozesses (direkt oder indirekt) das Umformen von Platinen bei Raumtemperatur oder bei 900 0C erfolgt. Im nachfolgenden Prozessschritt härten die Bauteile durch Kühlung im Werkzeug und damit wird die finale Endgeometrie fixiert. Eine Kombination von hohen Festigkeiten bei einer verringerten Masse, dank der zusätzlichen Optimierungsmöglichkeit des Materialeinsatzes im Fertigungsprozess, wird mit phs-Stählen erreicht. Damit erfüllen sie sehr gut die Anforderungen des automobilen Leichtbaus.

Die Stahlgüte phs-uncoated 1500 von voestalpine bietet im gehärteten Zustand Zugfestigkeiten von 1350-1600 MPa. Die Zugfestigkeit des ungehärteten Stahlbands beträgt ca. 550 MPa und stellt damit eine hohe Designfreiheit bei der Kaltumformung im indirekten Prozess sicher.

Die Stahlgüte phs-uncoated 2000 mit Zugfestigkeiten über 1800 MPa im gehärteten Zustand ist bereits im fortgeschrittenen Stadium zur Marktreife.

Vielfach einsetzbar für crashrelevante Bauteile

Zur hohen Zugfestigkeit sind die phs-uncoated Stähle mit hervorragendem Crashverhalten, gutem Biegewinkel sowie einer sehr guten Fügeeignung gekennzeichnet. Mit der entsprechenden Oberflächenbehandlung empfehlen sie sich für Bauteile wie B-Säulen, Verstärkungen von Stoßstangen oder für innenliegende Strukturkomponenten. phs-uncoated Stähle werden ebenfalls in Form von geschweißten Platinen, so genannten Tailor-Welded-Blanks (TWB) verwendet.

Doppelt flexibel: Geeignet für direkte und indirekte Warmumformung

Das spezielle Legierungskonzept des phs-uncoated-Stahlbands ermöglicht die Verarbeitung sowohl im direkten als auch im indirekten Warmumformprozess. Das garantiert eine wirtschaftliche Lösung, abgestimmt auf die Anforderungen und die Ausprägung des zu fertigenden Bauteils.

Die direkte Warmumformung ist hierbei die fertigungstechnisch einfachere, prozesssichere Lösung für komplexe Bauteile, die hohe Wirtschaftlichkeit selbst bei geringen Stückzahlen gewährleistet.

phs-uncoated Stähle in indirekter Warmumformung sind bestens geeignet für größere Bauteile mit ausgezeichneter Designfreiheit und hohe Stückzahlfertigungen.

Die Vorteile im Überblick

  • Verarbeitbarkeit im direkten und indirekten Warmumformprozess
  • Wirtschaftliche Fertigung
  • Bestes Crashverhalten
  • Sehr gute Fügeeignung
  • Bauteile auch als Tailored-Property-Parts (TPP) realisierbar
EN 10388 bzw. EN 10346
VDA 239-100
voestalpine Sondergüte
--phs-uncoated 1500
--phs-uncoated 2000