HY4SMELT: Vom Spatenstich zum Fortschritt der bewegt

Baufortschritt nach Plan
Seit dem Baustart im September 2025 wurden zentrale Meilensteine erreicht. Die Smelterhalle, die Mahl- und Trocknungsanlage sowie das Fundament für den HYFOR-Turm sind bereits errichtet. Auch die Wasserstoffleitung zur benachbarten H2FUTURE-Anlage wurde fertiggestellt und wird künftig die Versorgung der Demonstrationsanlage sicherstellen.
Nächste Schritte auf dem Weg zur Inbetriebnahme
Im Herbst 2026 folgt der nächste bedeutende Schritt: die Anlieferung der Kernkomponenten der Anlage, darunter der Smelterofen und die HYFOR-Reaktoren. In diesen wird Eisenerz mithilfe einer innovativen Wirbelschichttechnologie und Wasserstoff zum Zwischenprodukt Direct Reduced Iron (DRI) verarbeitet. Anschließend beginnen die Arbeiten an den Außenanlagen.
Der Forschungsbetrieb ist für drei Jahre vorgesehen und soll Ende 2027 starten. In dieser Phase wird ein industrieller Dauerbetrieb unter realitätsnahen Bedingungen simuliert. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, die Entwicklung und den zukünftigen Einsatz wasserstoffbasierter Technologien in der Stahlindustrie voranzutreiben. Für den Betrieb von HY4SMELT werden rund 50 Mitarbeitende im Schichtbetrieb eingesetzt. Um sie optimal auf ihre zukünftigen Aufgaben vorzubereiten, laufen bereits umfassende Schulungs- und Ausbildungsprogramme. Im Fokus steht dabei insbesondere der sichere Umgang mit Wasserstoff.
HY4SMELT ist ein gemeinsames Forschungsprojekt von voestalpine, Primetals Technologies und Rio Tinto. Die enge Zusammenarbeit der Partner bündelt Kompetenzen entlang der gesamten Wertschöpfungskette und schafft die Grundlage für innovative Lösungen auf dem Weg zu einer CO₂-armen Stahlproduktion.

Das europäische Leuchtturmprojekt Hy4Smelt wird von österreichischen (aws/Twin Transition und KPC/Transformation der Industrie) und europäischen (RFCS/Clean Steel Partnership) Förderinstitutionen teilfinanziert.