Das Scherschneiden verwendet Industrieklingen, um Metalle, Kunststoffe und Verbundwerkstoffe durch kontrollierte Scherkräfte zu trennen. Präzisionsgeschliffene Stahl- oder Hartmetallklingen in Scheren und Längsteilern liefern saubere Schnitte für Metallbänder, Folien, Verpackungen, Automobilverkleidungen und Recyclinganwendungen.
Das Scherschneiden ist ein Trennverfahren, bei dem Blech, Bänder, Platten, Folien oder extrudierte Materialien durch Scherkräfte zwischen zwei gegeneinander laufenden Schneiden getrennt werden. Industriemesser – beispielsweise gerade, kreisförmige, rotative oder Guillotinenmesser – sind in Scheren, Slittern, Granulatoren und Recyclinganlagen verbaut. Der Prozess basiert auf einem kontrollierten Schneidspalt, dem Schneidwinkel und der aufgebrachten Kraft, um saubere Schnittkanten und minimale Verformung zu erzielen. Typische verarbeitete Materialien sind Stahl, Aluminium, Kupferlegierungen, Kunststoffe, Vliesstoffe, Gummi, Papier und Verbundwerkstoffe. Messerwerkstoffe werden aufgrund ihrer Verschleißfestigkeit und Zähigkeit gewählt und reichen von hochkohlenstoffhaltigen Werkzeugstählen und HSS bis hin zu hartmetallbestückten oder vollhartmetallischen Ausführungen für abrasive Anwendungen. Das Werkzeugsetup umfasst präzisionsgeschliffene Messer, einstellbare Halter, Distanzscheiben, Ambosse sowie hydraulische oder mechanische Antriebssysteme. Eine korrekte Ausrichtung, Schmierung und Oberflächenqualität der Schneiden ist entscheidend, um die Schnittqualität zu erhalten und Stillstandszeiten zu reduzieren. Scherschneiden und Industriemesser werden breit eingesetzt in der Metallverarbeitung, in Converting‑Anlagen, der Verpackungsindustrie, beim Zuschnitt von Automobil‑Trimmen, in Recyclingsystemen sowie in der Herstellung von Coils, Bändern, Folien und Laminaten.