Schnecken und Zylinder

Schnecken und Zylinder schmelzen und homogenisieren Polymere im Spritzguss und in der Extrusion. Verschleißfeste Stähle und spezialisierte Schneckengeometrien gewährleisten eine stabile Schmelzequalität für PE, PP, ABS, PA und gefüllte Materialien und unterstützen Anwendungen vom Spritzgießen bis zur Rohr-, Folien- und Plattenextrusion.

Schnecken und Zylinder in Plastifiziereinheiten sind zentrale Komponenten im Spritzguss und in der Extrusion und verantwortlich für das Aufschmelzen, Homogenisieren und Fördern thermoplastischer Materialien. Der Prozess beginnt, wenn Kunststoffgranulat in die Einzugszone gelangt, wo die Schnecke es nach vorne transportiert und durch Reibung sowie äußere Beheizung Wärme erzeugt. In der Kompressionszone nimmt die Gangtiefe ab, der Druck steigt und das Material wird vollständig aufgeschmolzen. Die Dosierzone sorgt anschließend für eine gleichmäßige Schmelzequalität vor dem Einspritzen oder Extrudieren. Typische Materialien sind PE, PP, ABS, PA, PC, PVC sowie glasfaserverstärkte und andere gefüllte Compounds. Schnecken sind entweder als Standard‑Drei‑Zonen‑Schnecken oder als spezielle Barrier‑, Misch‑ oder Entgasungsschnecken ausgeführt, um die Schmelzehomogenität zu verbessern. Sie werden meist aus nitrierten Stählen, Bimetalllegierungen oder Werkzeugstählen – einschließlich pulvermetallurgischer Hochleistungsstähle – gefertigt, um Verschleiß‑ und Korrosionsbeständigkeit sicherzustellen. Zylinder bestehen aus nitrierten oder bimetallischen Werkstoffen mit Eisen‑, Nickel‑ oder Kobalt‑basierten Auskleidungen, die abrasiven Füllstoffen wie Glasfasern und korrosiven Polymeren wie PVC oder flammgeschützten Compounds standhalten. Weitere Werkzeugaspekte umfassen Heizzonen, Kühlkanäle, Rückstromsperren und Verschleißbuchsen. Anwendungen reichen vom Spritzguss über Rohr‑ und Folienextrusion bis zu Recyclinganlagen und Compoundierlinien, bei denen eine konsistente Schmelzeaufbereitung entscheidend für die Produktqualität ist.