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voestalpine eröffnet in Linz weltgrößten Automotive-Platinenstandort

28. September 2016 | 

Die voestalpine erweitert nicht nur international kontinuierlich ihre Produktionskapazitäten im Mobilitätsbereich, auch in Linz wird in dieses Wachstumssegment weiterhin investiert. Annähernd 30 Millionen Euro flossen zuletzt in die Errichtung eines neuen Werkes zur Herstellung von hochqualitativen Platinen, die zu Automobilkomponenten weiterverarbeitet werden. Nach einer Bauzeit von nur knapp über einem Jahr erfolgte heute die Eröffnung des nunmehr weltgrößten Produktionsstandortes für lasergeschweißte Platinen aus höchstfesten Stählen. Künftig werden davon in Linz jährlich 20 Millionen Stück hergestellt und in alle Welt exportiert.

Der voestalpine-Konzern setzt neben seiner forcierten Globalisierungsstrategie auch weiterhin auf Österreich und baut seine Automotive-Kapazitäten am Standort Linz mit dem bereits zweiten Werk für lasergeschweißte Platinen um annähernd 30 Millionen Euro aus. „Wir erzielen heute 48 Prozent unseres Konzernumsatzes im Wachstumsmarkt Mobilität, zwei Drittel davon im Automotive-Sektor. Mit der nunmehr weltweit größten Platinenfertigung in Linz unterstreichen wir einmal mehr unsere Werkstoff- und Verarbeitungskompetenz für Premium-Automobilkunden“, so Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG.

Im neuen Werk der voestalpine Automotive Components Linz GmbH (vormals voestalpine Europlatinen GmbH) werden auf einer Hallenfläche von rund 8.000 Quadratmetern innovative lasergeschweißte Platinen aus höchstfesten Stählen für den Automobilbau gefertigt. Damit trägt das Unternehmen der Metal Forming Division der rapide steigenden Nachfrage nach Leichtbaukomponenten in der Automobilbranche Rechnung. Bereits jetzt hat die voestalpine Automotive Components Linz GmbH Produktionsaufträge bis in die Mitte des nächsten Jahrzehnts fixiert. Mit der Investition wurden rund 70 neue Arbeitsplätze geschaffen. Durch die Produktion von jährlich fünf Millionen zusätzlichen lasergeschweißten Platinen im neuen Werk (bisher wurden 15 Millionen Stück jährlich gefertigt) soll der Umsatz in den nächsten Jahren zudem von aktuell 113 auf über 160 Millionen Euro jährlich steigen. Seit dem Spatenstich im Sommer des Vorjahres haben sich die Umsatzziele bereits weiter erhöht. „Dies macht deutlich, dass wir mit dem Investment in das neue Werk am Standort Linz eine zukunftsweisende Entscheidung getroffen haben“, so Peter Schwab, Vorstandsmitglied der voestalpine AG und Chef der Metal Forming Division. „Wir streben konsequent die Technologie- und Marktführerschaft in qualitativ anspruchsvollen Nischen im Bereich des Karosseriebaus und der automotiven Sicherheitskomponenten an. Mit der heutigen Eröffnung haben wir diesen Anspruch nun auch am Sektor der lasergeschweißten Platinen erfüllt“, erklärt Schwab.

Innovative Leichtbau-Lösungen für die Automobilbranche

Lasergeschweißte Platinen kommen überall dort zum Einsatz, wo mehr Sicherheit und weniger Gewicht im Fahrzeug gefragt sind. Während sich ihr Einsatzgebiet früher primär auf große Teile (wie z.B. Seitenwände, Türen oder Klappen) erstreckt hat, geht es heute vor allem darum, ständig noch innovativere Lösungen in viel mehr Anwendungsbereichen zu finden. Die voestalpine konnte dabei im Laufe der letzten Jahre kontinuierlich ihre führende Position auf diesem Markt ausbauen. Pro Jahr werden künftig in den nunmehr zwei Werken in Linz 20 Millionen Platinen hergestellt und damit alle namhaften europäischen Automobilproduzenten im Premiumsegment beliefert.

Klares Bekenntnis zum Standort Linz

Mit der Investition in die neue Produktionsstätte setzt man gezielt auf den Standort Linz, dies nicht zuletzt aufgrund seiner hervorragend qualifizierten Mitarbeiter und logistischer Vorteile. Am oberösterreichischen Standort werden höchstqualitative Stähle hergestellt, die dann im neuen Platinenwerk mittels High-Tech-Fertigungstechnologie unmittelbar weiterverarbeitet werden können. Somit profitiert auch die hier beheimatete Steel Division des Konzerns als Vormateriallieferant von diesem Investment. Die voestalpine beschäftigt in Oberösterreich insgesamt rund 11.200 Mitarbeiter, die im Geschäftsjahr 2015/16 einen Gesamtumsatz von rund vier Milliarden Euro erwirtschafteten.

Metal Forming Division

Die Metal Forming Division des voestalpine-Konzerns erreichte 2015/16 einen Umsatz von 2,2 Milliarden Euro und ein operatives Ergebnis (EBITDA) von rund 290 Millionen Euro. Die Division beschäftigt 10.500 Mitarbeiter und ist für fast alle europäischen Automobilhersteller tätig. Sie ist das Kompetenzzentrum des voestalpine-Konzerns für hochentwickelte Profil-, Rohr- und Präzisionsbandstahlprodukte sowie einbaufertige Systemkomponenten aus Press-, Stanz- und rollprofilierten Teilen. Mit der branchenweit einzigartigen Verbindung von Werkstoffexpertise und Verarbeitungskompetenz sowie einer weltweiten Präsenz ist die Division der Partner erster Wahl für innovations- und qualitätsorientierte Kunden.

Der voestalpine Konzern

voestalpine ist ein in seinen Geschäftsbereichen weltweit führender Technologie- und Industriegüterkonzern mit kombinierter Werkstoff- und Verarbeitungskompetenz. Die global tätige Unternehmensgruppe hat rund 500 Konzerngesellschaften und -standorte in mehr als 50 Ländern auf allen fünf Kontinenten. Sie notiert seit 1995 an der Wiener Börse. Mit ihren qualitativ höchstwertigen Produkt- und Systemlösungen aus Stahl und anderen Metallen zählt sie zu den führenden Partnern der europäischen Automobil- und Hausgeräteindustrie sowie weltweit der Öl- und Gasindustrie. Die voestalpine ist darüber hinaus Weltmarktführer in der Weichentechnologie und im Spezialschienenbereich sowie bei Werkzeugstahl und Spezialprofilen. Im Geschäftsjahr 2015/16 erzielte der Konzern bei einem Umsatz von 11,1 Milliarden Euro ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 1,6 Milliarden Euro und beschäftigte weltweit rund 48.500 Mitarbeiter, die auch mit 14,5 Prozent am Unternehmen beteiligt sind.