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voestalpine trotzt konjunkturellem Gegenwind - Ergebnissteigerung nach ersten 9 Monaten im GJ 2015/16

10. Februar 2016 | 

Der voestalpine-Konzern konnte sich in einem im Jahresverlauf zunehmend schwieriger werdenden wirtschaftlichen Umfeld in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015/16 (1. April bis 31. Dezember 2015) erfolgreich behaupten. So stiegen die Umsatzerlöse gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 1,5 % von 8,3 auf 8,4 Mrd. EUR, gleichzeitig legten die Ergebnisse auch ohne Berücksichtigung von Einmaleffekten zu.

  • Umsatz von 8,3 Mrd. EUR im Vorjahr um 1,5 % auf aktuell 8,4 Mrd. EUR erhöht
  • Ergebnisse von operativer Steigerung und positiven Einmaleffekten geprägt (*)
  • Operatives Ergebnis (EBITDA) um 11,1 % von 1,09 auf 1,2 Mrd. EUR gesteigert (ohne Einmaleffekte von 1,02 auf 1,07 Mrd. EUR, + 4,8 %); EBITDA-Marge 14,4 %, auch bereinigte EBITDA-Marge mit 12,8 % über Vorjahreswert von 12,4 %
  • Betriebsergebnis (EBIT) um 15,9 % von 627 auf 727 Mio. EUR verbessert (ohne Einmaleffekte von 582 auf 608 Mio. EUR, + 4,5 %); EBIT-Marge 8,7 %, auch bereinigte EBIT-Marge von 7,0 % auf 7,3 % erhöht
  • Ergebnis vor Steuern mit 629 Mio. EUR um 18,8 % höher als im Vorjahr (ohne Einmaleffekte: 510 Mio. EUR, + 5,3 %); Ergebnis nach Steuern um 17,6 % auf aktuell 509 Mio. EUR gestiegen (ohne Einmaleffekte: 383 Mio. EUR, - 1,6 % aufgrund höherer Steuerquote)
  • Gearing Ratio mit 57 % weiter verbessert
  • Mitarbeiterstand um 3,1 % auf 47.900 erhöht

Diese erfreuliche Performance bestätigt einmal mehr, dass die konsequente Internationalisierung und die Verlängerung der Wertschöpfungskette auf Basis von Premiumprodukten in anspruchsvollen Technologiebereichen gerade unter herausfordernden Rahmenbedingungen für hohe Stabilität in der Entwicklung des Unternehmens sorgen.

Wolfgang Eder Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender voestalpine AG

Der Umsatzanstieg ist im Wesentlichen auf Effekte aus der erstmaligen Vollkonsolidierung von bislang „at-equity“-bilanzierten Gesellschaften (voestalpine Tubulars GmbH & CO KG, Österreich und CNTT Chinese New Turnout Technology, China) in der Metal Engineering Division zurückzuführen. Zusätzlich trugen – ebenfalls in dieser Division – Akquisitionen in den Bereichen Spezialdraht (Trafilerie Industriali S.p.A, Italien) sowie Bahninfrastruktur (Bathurst Rail Fabrication Centre – BRFC, Australien) zur Umsatzausweitung bei. Dagegen musste die Special Steel Division einen leichten Umsatzrückgang hinnehmen, der auf die anhaltende Marktschwäche im Öl- und Gasbereich zurückzuführen ist. Die daraus resultierenden Negativeffekte konnten auch von einer teils hervorragenden Entwicklung in anderen Segmenten, etwa der Luftfahrtindustrie, nicht zur Gänze kompensiert werden. In der Metal Forming Division wirkten sich die im Vorjahr getätigten Devestitionen von nicht-kerngeschäftsnahen Aktivitäten (Verkauf der Flamco-Gruppe und Plastics-Gesellschaften, beide Niederlande sowie der Rotec AB, Schweden) umsatzverringernd aus. Trotz eines extrem herausfordernden Umfeldes im Umsatz leicht zulegen konnte hingegen die Steel Division.

(*) Darstellung der Ergebnisse für die ersten 3 Quartale 2014/15 und 2015/16 im Folgenden sowohl jeweils mit als auch ohne Einmaleffekte

Verbesserung in allen Ergebniskategorien (*)

Der voestalpine-Konzern konnte in den ersten neun Monaten des GJ 2015/16 das operative Ergebnis (EBITDA) um 11,1 % von 1,09 Mrd. EUR im Vorjahr auf aktuell 1,2 Mrd. EUR steigern. Damit einher geht eine Verbesserung der EBITDA-Marge auf 14,4 % (13,2 % im Vorjahr). Auch ohne Berücksichtigung von Sondereffekten ergibt sich eine EBITDA-Steigerung um 4,8 % von 1,02 auf 1,07 Mrd. EUR, was einer EBITDA-Marge von 12,8 % entspricht (Vorjahr 12,4 %). Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg von 627 auf 727 Mio. EUR (+ 15,9 %). Die EBIT-Marge liegt aktuell bei 8,7 % (nach 7,6 % im Vorjahr). Bereinigt um die Sondereffekte ergibt sich immer noch ein EBIT von 608 Mio. EUR, was einer Verbesserung um 4,5 % im Vergleich zum Vorjahreswert von 582 Mio. EUR entspricht (EBIT-Marge aktuell 7,3 % nach 7,0 % im Vorjahr).

Beim Ergebnis vor und nach Steuern setzt sich der positive Verlauf fort. So wurde das Ergebnis vor Steuern um 18,8 % von 529 auf 629 Mio. EUR gesteigert. Auch bereinigt beträgt der Anstieg noch 5,3 % von 484 auf 510 Mio. EUR. Das Ergebnis nach Steuern wuchs um 17,6 % auf 509 Mio. EUR (Vorjahr: 433 Mio. EUR). Auf bereinigter Basis reduzierte es sich aufgrund einer im laufenden Geschäftsjahr höheren Steuerquote leicht um 1,6 % von 389 auf 383 Mio. EUR. Das Eigenkapital erhöhte sich in den letzten 12 Monaten um 11,5 % auf 5,6 Mrd. EUR. Neben der erfreulichen Ergebnisentwicklung trugen auch die erstmalige Vollkonsolidierung der erwähnten Gesellschaften in der Metal Engineering Division sowie eine 1,45%-ige Kapitalerhöhung zum Ausbau des Mitarbeiterbeteiligungsprogrammes zum deutlichen Eigenkapitalaufbau bei.

Eine im Jahresvergleich deutlich geringere Steigerung – nämlich um nur 3,5 % von 3,1 auf 3,2 Mrd. EUR weist die Nettofinanzverschuldung aus, sodass die Gearing Ratio (Nettofinanzverschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital) sowohl im 12-Monatsvergleich (von 61,4 % auf aktuell 57 %) als auch gegenüber dem Bilanzstichtag 31. März 2015 (58,4 %) weiter gesenkt werden konnte – und dies trotz eines Rekord-Investitionsaufwandes von 937 Mio. EUR innerhalb der ersten 3 Quartale (Vorjahr: 747 Mio. EUR). Zum Stichtag 31. Dezember 2015 waren im voestalpine-Konzern 47.900 Mitarbeiter (FTE) beschäftigt (+ 3,1 %).

(*) Darstellung der Ergebnisse für die ersten 3 Quartale 2014/15 und 2015/16 im Folgenden sowohl jeweils mit als auch ohne Einmaleffekte

Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr 2015/16

Mit dem Jahreswechsel 2015/16 erreichte der weltweite Preisverfall sowohl bei Erdöl und einer Reihe anderer Rohstoffe, als auch im Bereich der Stahl-Commodities neue Höhepunkte. Aktuell weiter verschärft wird die Lage durch eine zunehmende Unsicherheit über die weitere konjunkturelle Entwicklung in China. Die voestalpine kann sich diesen Trends zwar nicht zur Gänze entziehen, die negativen Auswirkungen bleiben aber aufgrund der seit Jahren konsequent verfolgten Fokussierung auf Premiumprodukte überschaubar.

Dank unserer starken Position in den unverändert gut laufenden Industriesegmenten Automobilindustrie, Bahninfrastruktur und Flugzeugbau, die zusammen rund 50 % des konzernalen Branchenportfolios ausmachen, sowie einer weitgehend stabilen Entwicklung in den Bereichen Maschinenbau und Konsumgüterindustrie ändert sich trotz der seit dem letzten Quartalsbericht nochmals schwächeren konjunkturellen Gesamtsituation nichts am Ausblick für das Geschäftsjahr 2015/16.

Wolfgang Eder Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG

Damit bleibt unter Einbeziehung der Einmaleffekte sowohl das operative Ergebnis (EBITDA) als auch das Betriebsergebnis (EBIT) unverändert über den bereinigten Vorjahreswerten. Wie bereits anlässlich der Halbjahresveröffentlichung angekündigt, werden die Ergebnisse im jeweils um Einmaleffekte bereinigten Vergleich allerdings unter jenen des Vorjahres zu liegen kommen.

Der voestalpine-Konzern

Die weltweit tätige voestalpine-Gruppe ist ein stahlbasierter Technologie- und Industriegüterkonzern. Die Unternehmensgruppe ist mit rund 500 Konzerngesellschaften und -standorten in mehr als 50 Ländern auf allen fünf Kontinenten vertreten, sie notiert seit 1995 an der Wiener Börse. Der Konzern ist mit seinen qualitativ höchstwertigen Produkten einer der führenden Partner der europäischen Automobil- und Hausgeräteindustrie sowie weltweit der Öl- und Gasindustrie. Die voestalpine ist darüber hinaus Weltmarktführer in der Weichentechnologie und im Spezialschienenbereich sowie bei Werkzeugstahl und Spezialprofilen. Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2014/15 bei einem Umsatz von 11,2 Mrd. Euro ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 1,5 Mrd. Euro und beschäftigte weltweit rund 47.500 Mitarbeiter.