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voestalpine Innovationsforum: Forschung und Entwicklung als zentrale Erfolgsfaktoren für den Standort Niederösterreich

15. Januar 2016 | 

Auf Einladung der voestalpine in Kooperation mit der Industriellenvereinigung Österreich diskutierten heute Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft bei der voestalpine in Krems über den Stellenwert von Innovationen für die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Niederösterreich. Die führenden Industrieunternehmen fordern forschungsfreundlichere Rahmenbedingungen sowie ein noch klareres Bekenntnis zu Forschung und Entwicklung auf allen Ebenen. Die voestalpine beschäftigt in Niederösterreich rund 2.300 Mitarbeiter in insgesamt sieben Produktionsgesellschaften aus allen vier Konzern-Divisionen und erwirtschaftete hier im Geschäftsjahr 2014/15 einen Gesamtumsatz von knapp 560 Mio. Euro.

Nur durch einen konsequenten Fokus auf die Schlüsselbereiche Innovation, Forschung und Entwicklung ist es der voestalpine gelungen, Produkte mit weltweiten Alleinstellungsmerkmalen zu entwickeln und so zu einem global agierenden Technologiekonzern zu werden. Daran haben insbesondere auch die engagierten Mitarbeiter aus den erfolgreichen niederösterreichischen voestalpine-Standorten einen wesentlichen Anteil.

Wolfgang Eder Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG

Niederösterreich ist eines der zentralen Bundesländer der voestalpine in Österreich. Krems ist zudem der Hauptsitz der weltweit tätigen Metal Forming Division des Konzerns, die seit Oktober 2014 von DI Dr. Peter Schwab geleitet wird, der selbst zwölf Jahre lang Forschungschef des voestalpine-Konzerns war.

Die Position der voestalpine als internationaler Player in anspruchsvollen Produktsegmenten können wir nur durch Spezialisierung in Verbindung mit Technologie- und Qualitätsführerschaft langfristig absichern. Und dazu braucht es ein klares Bekenntnis zu Innovation.

Peter Schwab, Leitung der Metal Forming Division Peter Schwab, Leitung der Metal Forming Division

Im voestalpine-Konzern steht daher im laufenden Geschäftsjahr auch ein Rekordforschungsbudget von 141 Millionen Euro zur Verfügung.

F&E-Masterplan und Bildung als Erfolgsfaktoren für die Zukunft

Mit einer F&E-Quote von 1,6 % (2013) gibt es für Niederösterreich in Sachen Forschung und Entwicklung noch Aufholbedarf (F&E-Quote österreichweit: 2,97 %). Eine verstärkte Zusammenarbeit aller Akteure, d.h. in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik sei demnach unerlässlich, in diesem Punkt waren sich die Teilnehmer der Podiumsdiskussion – Landesrätin Dr. Petra Bohuslav, IV-Vizepräsident Dr. Peter Pichler, Prof. DI Dr. Christoph Kleber (CEST Kompetenzzentrum für elektrochemische Oberflächentechnologie) sowie DI Dr. Peter Schwab – beim Innovationsforum in Krems alle einig. Wirtschafts- und Technologielandesrätin Dr. Petra Bohuslav: „Die globalen Wettbewerbsbedingungen erfordern, dass sich Niederösterreich mit Innovation auch künftig erfolgreich behaupten kann. Daher haben wir uns zum Ziel gesetzt, für Wirtschaft, Forschung, Wissenschaft, Entwicklung und Ausbildung bestmögliche Rahmenbedingungen und Unterstützungen zu schaffen. Beispielsweise mit unseren vier Technopolstandorten Krems, Tulln, Wiener Neustadt und Wieselburg, die Wirtschaft, Ausbildung und Forschung vereinen oder durch zahlreiche Maßnahmen in der Wirtschaftsstrategie 2020 sowie dem FTI-Programm. Außerdem erstellen wir in den kommenden Monaten einen Masterplan, wie wir unsere Unternehmen beim Thema Industrie 4.0 unterstützen können.“

Dr. Peter Pichler, Vorstandsvorsitzender der Berndorf AG und Vizepräsident der IV Niederösterreich, verwies auf die aktuell bereits umgesetzten Erfolge im Bereich der Forschungsförderung: „Auf Initiative der Industriellenvereinigung NÖ wurde erst kürzlich die Landes-Anschlussförderung, also der ,NÖ-Bonus‘, für Forschungsförderungen auch auf Großbetriebe erweitert. Damit wurde ein wichtiger Schritt gesetzt, um Innovationen voranzutreiben. Was es aber weiterhin braucht, sind topqualifizierte Forschungskräfte – etwa durch mehr Hochschulabsolventinnen und -absolventen in den MINT-Fächern“, so Pichler. Auch Prof. (FH) DI Dr. Christoph Kleber, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Kompetenzzentrums für elektrochemische Oberflächentechnologie CEST, betonte: „Im Wettbewerb um die besten Köpfe in Forschung und Entwicklung werden diejenigen erfolgreich sein, die für die Bearbeitung komplexer Fragestellungen die modernste Forschungsinfrastruktur anbieten können.“

Der voestalpine-Konzern

Die weltweit tätige voestalpine-Gruppe ist ein stahlbasierter Technologie- und Industriegüterkonzern. Die Unternehmensgruppe ist mit rund 500 Konzerngesellschaften und -standorten in mehr als 50 Ländern auf allen fünf Kontinenten vertreten, sie notiert seit 1995 an der Wiener Börse. Der Konzern ist mit seinen qualitativ höchstwertigen Produkten einer der führenden Partner der europäischen Automobil- und Hausgeräteindustrie sowie weltweit der Öl- und Gasindustrie. Die voestalpine ist darüber hinaus Weltmarktführer in der Weichentechnologie und im Spezialschienenbereich sowie bei Werkzeugstahl und Spezialprofilen. Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2014/15 bei einem Umsatz von 11,2 Mrd. Euro ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 1,5 Mrd. Euro und beschäftigte weltweit rund 47.500 Mitarbeiter.