Zurück zur Übersicht

voestalpine investiert in Stranggießanlage für hochqualitative Stähle

17. Juli 2015 | 

Das Stahlwerk des weltweit tätigen Technologie- und Industriegüterkonzerns voestalpine am Stammsitz in Linz zählt bereits heute zu den modernsten der Welt. Nun investiert die Unternehmensgruppe am Standort – neben einer Vielzahl parallel laufender weiterer Projekte – über 100 Millionen Euro in eine neue Stranggießanlage zur Produktion von jährlich 1,2 Millionen Tonnen Brammen aus hochqualitativem Stahl. Mit dieser technologischen Weiterentwicklung erzielt die Steel Division, als größte der vier Divisionen des Konzerns, eine weitere Qualitätssteigerung bei Stahlgüten mit höchsten Oberflächenanforderungen.

Gestern erfolgte der Spatenstich für die neue Stranggießanlage CC8 (Continuous Caster 8) am Werksgelände der voestalpine in Linz. Ab Mitte 2017 wird die neue Anlage jährlich 1,2 Millionen Tonnen Stahl in Brammen gießen, die als Vormaterial für hochqualitative Stahlprodukte, wie zum Beispiel Stahlbänder für Automobilkomponenten, dienen. Die strategisch wichtige Investition in den Produktionsstandort Linz beläuft sich auf über 100 Millionen Euro. Mit ihr werden 42 Arbeitsplätze geschaffen. Die voraussichtliche Bauzeit beträgt 24 Monate.

Die innovativen Stahlprodukte der voestalpine setzen weltweit Qualitätsmaßstäbe und finden als leichte, feste und korrosionsbeständige Bauteile in anspruchsvollen Industriesegmenten Anwendung. Die neue Stranggießanlage CC8 ist nicht nur eine Investition in eine noch bessere Produktqualität, sondern auch ein klares Bekenntnis zum Technologiestandort Linz.

Herbert Eibensteiner, Vorstandsmitglied der voestalpine AG und Chef der Steel Division des voestalpine-Konzerns Herbert Eibensteiner, Vorstandsmitglied der voestalpine AG und Chef der Steel Division des voestalpine-Konzerns

Mit einer Kapazität von 1,2 Millionen Tonnen pro Jahr übernimmt die neue CC8 rund ein Fünftel der Herstellung von Stahlbrammen vor Ort und ersetzt die bestehende Stranggießanlage 3 (CC3).

In der Stranggießanlage wird flüssiger Stahl in einem kontinuierlichen Prozess zu einem Strang gegossen, der nach Erstarrung in einzelne Blöcke, so genannte Brammen, geschnitten wird. Diese werden anschließend im Warm- und Kaltwalzwerk zu hochwertigen Stahlbändern gewalzt. Die neue CC8 ist einsträngig aufgebaut und auf Brammen mit einer Dicke von bis zu 22,5 cm sowie einer Breite von 80 bis 182 cm ausgelegt. Durch entsprechende Adaptierungen wird in Zukunft eine Dicke bis zu 28,5 cm möglich sein. Bei den hergestellten Brammen handelt es sich vor allem um hochfeste Stahlgüten, Ultra Low Carbon Stähle mit höchsten Oberflächenanforderungen für die Automobilindustrie sowie um Elektrostahlgüten.

Der Bau der Stranggießanlage CC8 der Steel Division stellt zusammen mit dem kürzlich erfolgten Spatenstich für das zweite Platinenwerk der Metal Forming Division einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Absicherung des Standortes Linz dar. Die voestalpine beschäftigt in Oberösterreich aktuell 11.500 Mitarbeiter, die im Geschäftsjahr 2014/15 einen Gesamtumsatz von rund 4 Milliarden Euro erzielten. Alleine in den letzten zehn Jahren belief sich das Investitionsvolumen der Unternehmensgruppe in diesem Bundesland auf rund 3,3 Milliarden Euro.

Steel Division

Die Steel Division des voestalpine-Konzerns nimmt als umsatzstärkste Division die Qualitätsführerschaft bei höchstwertigem Stahlband und eine weltweit führende Position bei Grobblech für anspruchsvollste Anwendungen sowie bei Großturbinengehäusen ein. Die Division ist strategischer Partner für Europas namhafte Automobilhersteller und große Automobilzulieferer. Darüber hinaus ist sie einer der größten Lieferanten an die europäische Konsumgüter- und Hausgeräteindustrie sowie an den Maschinenbau. Für den Energiebereich fertigt sie Grobbleche, welche in der Öl- und Gasindustrie bei Anwendungen unter extremen Bedingungen – etwa für Tiefsee-Pipelines oder im Dauerfrostbereich – eingesetzt werden. Im Geschäftsjahr 2014/15 erzielte sie einen Umsatz von über 3,9 Mrd. Euro, ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 450 Mio. Euro und beschäftigte weltweit rund 11.100 Mitarbeiter.

Der voestalpine-Konzern

Die weltweit tätige voestalpine-Gruppe ist ein stahlbasierter Technologie- und Industriegüterkonzern. Die Unternehmensgruppe ist mit rund 500 Konzerngesellschaften und -standorten in mehr als 50 Ländern auf allen fünf Kontinenten vertreten, sie notiert seit 1995 an der Wiener Börse. Der Konzern ist mit seinen qualitativ höchstwertigen Produkten einer der führenden Partner der europäischen Automobil- und Hausgeräteindustrie sowie weltweit der Öl- und Gasindustrie. Die voestalpine ist darüber hinaus Weltmarktführer in der Weichentechnologie und im Spezialschienenbereich sowie bei Werkzeugstahl und Spezialprofilen. Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2014/15 bei einem Umsatz von 11,2 Mrd. Euro ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 1,5 Mrd. Euro und beschäftigte weltweit rund 47.500 Mitarbeiter.