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voestalpine produziert höchstfeste Automobilkomponenten in den USA

22. April 2014 | 

Mit dem heutigen Tag hat der 17. Produktionsstandort des voestalpine-Konzerns in den USA seinen Betrieb aufgenommen. Die voestalpine Automotive Body Parts Inc., ein Tochterunternehmen der Metal Forming Division, produziert in Cartersville/Georgia höchstfeste Karosserieteile für premiumorientierte Automobilhersteller. Mit einem Investment von 50 Millionen Euro (rund 70 Millionen USD) werden 220 Arbeitsplätze geschaffen. Damit ist die erste Phase einer umfassenden Internationalisierung des Konzerns im Automotive-Bereich abgeschlossen. Seit 2012 investierte die voestalpine über 100 Millionen Euro (140 Millionen USD) in neue Werke in China, Deutschland, Rumänien, Südafrika und den USA. Weitere Werke und Kapazitätserweiterungen sind bereits in Planung.

Der stahlbasierte Technologie- und Industriegüterkonzern voestalpine setzt konsequent die weitere Internationalisierung fort. Für die Produktion in unmittelbarer Nähe zu den Produktionsstätten namhafter Automobil-Premiumhersteller gingen in den letzten Monaten neue Standorte und erweiterte Kapazitäten auf vier Kontinenten in Betrieb. Die bereits bestehende globale Präsenz in anderen Geschäftsbereichen wurde damit um den Automotive-Bereich der Metal Forming Division erweitert.

Wir folgen den Automobilherstellern, speziell aus Europa, in die Zukunftsmärkte und bauen dort unsere Präsenz massiv aus. Auf Basis neuer Werkstoffe haben wir es geschafft, Komponenten zu erzeugen, die auch global absolute Alleinstellungsmerkmale haben. Wir stehen erst am Beginn dieser Entwicklungen in der Weiterverarbeitung und setzen daher unsere Internationalisierung forciert um.

Wolfgang Eder Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG

Im Geschäftsjahr 2012/13 hat der voestalpine-Konzern bereits rund 44 Prozent des Umsatzes von 11,5 Milliarden Euro (15,8 Milliarden USD) im Bereich Mobilität erwirtschaftet, rund zwei Drittel davon in der Automobilindustrie.

Langfristige Verträge als Basis für zukünftiges Wachstum

Präsident Obama hat die US-Aktivitäten der voestalpine bereits im Oktober des Vorjahres in einer Rede als eines der Top-Auslandsinvestments in den USA gewürdigt. Nun wurde die Produktionsstätte in Cartersville feierlich eröffnet. „Cartersville liegt zentral im südlichen Automobilcluster in der Nähe unserer Kunden. In der Vollausbaustufe werden wir 220 Mitarbeiter beschäftigen“, so Herbert Eibensteiner, Vorstandsmitglied der voestalpine AG und Chef der Metal Forming Division. Die Kunden werden vorerst europäische, vor allem deutsche Automobilhersteller sein. Eibensteiner konkretisiert das geplante Wachstum.

Wir haben mehrere Langfristverträge für anspruchsvolle Automobilkomponenten renommierter Hersteller an Land gezogen. Unsere Komponenten werden von Automobilherstellern in aller Welt stark nachgefragt.

Herbert Eibensteiner, Vorstandsmitglied der voestalpine AG und Chef der Metal Forming Division Herbert Eibensteiner, Vorstandsmitglied der voestalpine AG und Chef der Metal Forming Division

„Der US-Markt ist für die voestalpine-Gruppe von besonderer strategischer Bedeutung und ein zentrales Element bei der Verfolgung unseres Ziels, den Konzernumsatz in Nordamerika bis 2020 auf 3 Milliarden Euro, umgerechnet rund 3,9 Milliarden USD, auszubauen“, so Eder. Insgesamt trägt die Metal Forming Division mit hochwertigen Metallweiterverarbeitungslösungen rund ein Fünftel zum Gesamtumsatz des Konzerns bei. Die komplexen Komponenten für die Automobilindustrie machen davon wiederum rund die Hälfte aus.

Georgia als Standort für renommierte Automobilhersteller und -zulieferer

Bereits einige europäische und auch asiatische Automobilhersteller und Zulieferfirmen haben den Süden der USA als Produktionsstandort gewählt. Die Stadt Cartersville im Bundesstaat Georgia liegt rund 60 Kilometer (rund 37 Meilen) nordwestlich von Atlanta. Künftig wird sie im Sinne größtmöglicher Standorteffizienz auch das Zentrum der automotiven Aktivitäten der voestalpine in Nordamerika darstellen. Im neuen Werk wird das Assembling von phs-ultraform-Komponenten und Stanzpressteilen stattfinden, künftig werden dort auch lasergeschweißte Platinen und andere Ersatzeile für OEMs (Original Equipment Manufacturers) produziert.

Metal Forming Division

Die global tätige Metal Forming Division des voestalpine-Konzerns erreichte 2012/13 einen Umsatz von 2,3 Mrd. Euro und ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 257,6 Mio. Euro. Die Division beschäftigt fast 11.000 Mitarbeiter und ist für fast alle europäischen Automobilhersteller tätig. Der weltweit führende Anbieter von höchstwertigen Metallverarbeitungslösungen, insbesondere in den Segmenten Sonder- und Spezialprofile, Präzisionsbandstahl sowie Spezialkomponenten für die Automobilindustrie verfügt über fünf Geschäftsbereiche: „Tubes & Sections“ ist ein globaler Top-Hersteller von höchstwertigen Rohren, Profilen und Präzisionsstahlrohrprodukten. „Automotive Body Parts“ ist Direktlieferant von innovativen, qualitativ anspruchsvollsten Karosserieteilen an die Automobilindustrie. Kaltgewalzte Edelbandstähle mit hoher Maßhaltigkeit und ausgezeichneter Oberflächengüte sind unter „Precision Strip“ zusammengefasst, anspruchsvolle Produktlösungen in den Bereichen Hochregallager und Systemregale unter „Material Handling“ und „Flamco“ produziert hochwertige Komponenten für die Heizungs- und Wasserinstallation mit dem Marktschwerpunkt in den Benelux-Ländern.

Der voestalpine-Konzern

Die weltweit tätige voestalpine-Gruppe ist ein stahlbasierter Technologie- und Industriegüter-konzern. Die Unternehmensgruppe ist mit rund 500 Konzerngesellschaften und -standorten in mehr als 50 Ländern auf allen fünf Kontinenten vertreten, sie notiert seit 1995 an der Wiener Börse. Der Konzern ist mit seinen qualitativ höchstwertigen Produkten einer der führenden Partner der europäischen Automobil- und Hausgeräteindustrie sowie weltweit der Öl- und Gasindustrie. Die voestalpine ist darüber hinaus Weltmarktführer in der Weichentechnologie und im Spezialschienenbereich sowie bei Werkzeugstahl und Spezialprofilen. Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2012/13 bei einem Umsatz von 11,5 Milliarden Euro ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 1,45 Mrd. Euro und beschäftigt weltweit rund 46.400 Mitarbeiter.