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Karriereschmiede voestalpine mit neuer Führungsgeneration in ihren vier Divisionen

31. März 2014 | 

50 Millionen Euro investiert der Technologie- und Industriegüterkonzern voestalpine pro Jahr in die Aus- und Weiterbildung seiner rund 47.000 Mitarbeiter, davon natürlich auch einen erheblichen Teil in seine Führungsmannschaft. Sieben der insgesamt zehn Vorstandspositionen in den vier Divisionen Steel, Special Steel, Metal Engineering und Metal Forming wurden in jüngster Vergangenheit bzw. werden derzeit neu besetzt.

Die „Neuen“ Peter Bernscher, Wolfgang Mitterdorfer, Hubert Possegger, Markus Potzinger, Martin Reisetbauer, Pauline Seidermann sowie Hubert Zajicek, bilden künftig gemeinsam mit ihren schon bisher tätigen Kollegen Robert Bauer und Reinhard Nöbauer (Special Steel Division) sowie Helmut Punz (Metal Forming Division) die zweite Führungsebene des Konzerns. Für die neue, am 1. April beginnende fünfjährige Periode des Vorstandes der voestalpine AG, – der unter der Führung von CEO Wolfgang Eder unverändert bleibt – hat man sich gemeinsam viel vorgenommen.

Hochqualifizierte Mitarbeiter sind seit jeher ein Erfolgsgarant des voestalpine-Konzerns. Traineeprogramme wie der internationale „High Mobility Pool“, projektbezogene Auslandseinsätze oder Jobrotationen bieten eine Vielzahl von Karrieremöglichkeiten in aller Welt. Karrierebasis ist aber das konzerninterne „value:program“, ein vierstufiges Führungskräfteprogramm, das bisher 600 Teilnehmer für den weiteren Aufstieg vorbereitet hat. Mit einem Durchschnittsalter der Mitarbeiter von 41 Jahren ist die voestalpine im Industriebereich im Übrigen ein „junger“ Konzern ohne Rekrutierungsprobleme. So wurde sie auch 2013 unter 520 Arbeitgebern zum besten Recruiter Österreichs gewählt. 1.342 Stellenausschreibungen stehen 35.000 Bewerbungen im letzten Geschäftsjahr gegenüber.

Neo-Vorstände: Breites Managementwissen für künftige Herausforderungen

Die 3 neuen Vorstände der voestalpine Steel Division, mit 3,9 Milliarden Euro Umsatz die größte Division mit Sitz in Linz, bringen umfangreiche internationale Managementerfahrung mit.

Wolfgang Mitterdorfer (43), ab 1. Juni für den Vorstandsbereich Vertrieb verantwortlich, startete 1996 als Sales Trainee im Unternehmen. Später folgten Geschäftsführerfunktionen in Österreich, Dänemark und Großbritannien. Zuletzt baute er als Leiter des Verkaufs „Automotive“ die Marktanteile in der europäischen Autoindustrie stark aus. „Im Konzern wurde mir von Anfang an die Möglichkeit gegeben, Verantwortung zu übernehmen und Veränderungen mitzugestalten“, erklärt Mitterdorfer.

Mit Pauline Seidermann (47) – künftig CFO der Steel Division – zieht die erste Frau in einen Divisionsvorstand des Konzerns ein. Sie entschied sich nach ihrem Studium 1991 für die voestalpine und war ab 2003 führend im Finanz- und Rechnungswesen tätig. Als Leiterin des Bereiches Finanzen und Controlling steuerte Seidermann zuletzt sehr erfolgreich das Ergebnisverbesserungsprogramm „Zukunft“. 

Nach über 20 Jahren im voestalpine-Konzern identifiziere ich mich sehr stark mit dem Unternehmen und kann in meiner neuen Funktion die Entwicklung der Division aktiv vorantreiben.

Pauline Seidermann, zukünftig CFO der Steel Division

„Wir wollen die erfolgreiche Strategie der voestalpine mit Innovation und Spezialisierung weiter konsequent umsetzen“, erklärt Hubert Zajicek (45), der in Zukunft für den Vorstandsbereich Technik verantwortlich ist. Er begann seine Karriere 1993 als Fachingenieur für Mechanik im Konzern, hatte maßgeblichen Anteil an der erfolgreichen Realisierung des Großinvestitionsprogrammes „Linz 2010“ und stieg in den darauffolgenden Jahren zum Leiter des Unternehmensbereiches Technischer Service und Energie auf. Seit 2010 leitete er den Bereich Kaltwalzwerke und Veredelungsbetriebe.

Am Weg zum Global Player

Die konsequente Internationalisierungsstrategie der voestalpine prägt die Qualifikation der neuen Führungsmannschaft.

Peter Bernscher (45) ist neuer Vorstand für Vertrieb, Marketing und Beschaffung in der Metal Forming Division mit Sitz in Krems und verantwortet gleichzeitig die Business Unit Automotive Body Parts. Bereits wenige Jahre nach seinem Start 1986 in der voestalpine folgten Geschäfts-führungsaufgaben in Italien und Österreich. Von 2007 bis 2012 war Hr. Bernscher erfolgreich mit der Neupositionierung der voestalpine Polynorm Gruppe in den Niederlanden betraut. „Im Automotive-Bereich verfolgen wir eine umfassende Globalisierungsstrategie und investieren aktuell über 100 Mio. Euro weltweit in neue Standorte“, erläutert Bernscher.

Breite internationale Erfahrung bringt auch Markus Potzinger (42), der neue CFO der Special Steel Division mit Headquarter in Wien, mit. Potzinger war nach seinem BWL-Studium sieben Jahre lang für die Magna International Group in verschiedenen Funktionen an unterschiedlichsten Standorten im Einsatz, u.a. in Mexiko und den USA. Der gebürtige Grazer lebte in den letzten drei Jahren in Shanghai, wo er als Finanzvorstand des größten Werkes der AT&S-Gruppe fungierte. „Ich möchte vor allem meine internationalen Erfahrungen im Bereich Kostenoptimierung und Lean Management in der voestalpine bestmöglich umsetzen“, so sein Kernziel.

Die neuen Vorstände in der voestalpine Metal Engineering Division in Leoben/Donawitz, Martin Reisetbauer (47) und Hubert Possegger (56), haben beide ihre beruflichen Wurzeln in der voestalpine AG. Während sich Reisetbauer als CFO der Division in erster Linie um die Agenden Finanzen, Controlling und Informationstechnologie kümmert, wird Possegger die Bereiche Recht und Compliance sowie M&A in der derzeit erfolgreichsten voestalpine-Division übernehmen. „Beim Global Player rund um Bahninfrastruktur, Draht, Nahtlosrohre und Schweißtechnik für weltweit 10.400 Mitarbeiter mitverantwortlich zu sein, ist eine spannende und herausfordernde Aufgabe“, so Reisetbauer, der 1990 in den Konzern einstieg und nach Leitungsfunktionen im Finanzbereich bereits die CFO-Funktion in der früheren Division Automotive innehatte.

Hubert Possegger, dessen persönliches Karriere-Highlight bisher die Koordination der erfolgreichen Böhler-Uddeholm Übernahme 2007 war, startete 1981 in der Rechtsabteilung der „alten“ VOEST-ALPINE AG und leitete seit 1994 den Bereich Recht und Beteiligungen des Konzerns sowie seit 2009 in Personalunion die Konzernrevision. Er gilt über den Konzern hinaus als anerkannter Experte bei globalen M&A-Projekten.

Ich freue mich darauf, operative Verantwortung in einem so zukunftsträchtigen Bereich wie der Metal Engineering Division zu übernehmen.

Hubert Possegger, neuer Vorstand in der Metal Engineering Division

Der voestalpine-Konzern

Die weltweit tätige voestalpine-Gruppe ist ein stahlbasierter Technologie- und Industriegüter-konzern. Die Unternehmensgruppe ist mit rund 500 Konzerngesellschaften und -standorten in mehr als 50 Ländern auf allen fünf Kontinenten vertreten, sie notiert seit 1995 an der Wiener Börse. Der Konzern ist mit seinen qualitativ höchstwertigen Produkten einer der führenden Partner der europäischen Automobil- und Hausgeräteindustrie sowie weltweit der Öl- und Gasindustrie. Die voestalpine ist darüber hinaus Weltmarktführer in der Weichentechnologie und im Spezialschienenbereich sowie bei Werkzeugstahl und Spezialprofilen. Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2012/13 bei einem Umsatz von 11,5 Milliarden Euro ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 1,45 Mrd. Euro und beschäftigt weltweit rund 46.400 Mitarbeiter.