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Weichenproduktion der voestalpine in China offiziell

11. Mai 2009 | 

In Anwesenheit von Vertretern des chinesischen Eisenbahnministeriums Ministry of Railways (MoR), des österreichischen Botschafters Dr. Martin Sajdik, des Leiters der Wirtschaftsabteilung der deutschen Botschaft, Dr. Ingo Karsten, sowie Repräsentanten aus Provinz- und Stadtregierung wurde am 8. Mai 2009 in Shanhaiguan/Qinhuangdao, Provinz Hebei, offiziell die Weichenproduktion der voestalpine in China eröffnet.

  • Modernst ausgestatteter Standort ist auf Hochgeschwindigkeitsweichen spezialisiert und beschäftigt zunächst 180 Mitarbeiter.
  • Nach bisheriger Endmontage aus Deutschland gelieferter Weichen produziert das 2007 gegründete Joint-Venture nunmehr vor Ort für den größten Bahn-Infrastrukturmarkt der Welt.
  • voestalpine plant in China auch Expansion bei kommunalen Verkehrsbetrieben.

In Anwesenheit von Vertretern des chinesischen Eisenbahnministeriums Ministry of Railways (MoR), des österreichischen Botschafters Dr. Martin Sajdik, des Leiters der Wirtschaftsabteilung der deutschen Botschaft, Dr. Ingo Karsten, sowie Repräsentanten aus Provinz- und Stadtregierung wurde am 8. Mai 2009 in Shanhaiguan/Qinhuangdao, Provinz Hebei, offiziell die Weichenproduktion der voestalpine in China eröffnet. Das auf Hochgeschwindigkeitsweichen spezialisierte Joint-Venture-Unternehmen CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. in Qinhuangdao, etwa 300 km östlich von Peking, übernimmt nach dem nunmehr erfolgten Aufbau der vollen Produktionskapazität die Herstellung von technologisch hochwertigen Weichen für das chinesische Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnnetz. Das Unternehmen verfügt über modernste Produktionsanlagen, beschäftigt derzeit 180 Mitarbeiter und hat zunächst eine Kapazität von bis zu 500 Weichen pro Jahr. Im Endausbau wird CNTT hier etwa 300 Mitarbeiter, vorwiegend in der Produktion, beschäftigen.

Das Joint-Venture wurde bereits 2007 zusammen mit dem chinesischen Partner CRSBG (China Railway Shanhaiguan Bridge Group Co., Ltd.) und den beiden voestalpine-Unternehmen VAE (Österreich) und voestalpine BWG (Deutschland) gegründet. Die Gesamtinvestitionen in das neue Unternehmen betrugen mehr als 20 Mio. EUR und wurden jeweils zur Hälfte von CRSBG und der voestalpine getragen. Es handelt sich dabei um eine der größten österreichischen Direktinvestitionen in China.

voestalpine will sich "als feste Größe am chinesischen Markt" entwickeln

Hintergrund der Joint-Venture-Gründung war ein bis heuer laufender Großauftrag für die voestalpine über mehr als 300 spezielle Hochgeschwindigkeitsweichen im Zusammenhang mit dem Aufbau eines Hochgeschwindigkeitsnetzes, von dem ein erster Abschnitt (Peking – Tianjin) zu den Olympischen Spielen 2008 eröffnet wurde. Anfangs wurden die Weichen noch aus deutscher BWG-Produktion geliefert und im neu errichteten chinesischen Werk endmontiert. In der Folge wurden schrittweise weitere Produktionschritte in der Teilefertigung nach China verlagert. Nunmehr hat der neue Standort – rechtzeitig zur Vergabe neuer Tender, die insgesamt die Lieferung von mehr als 1.000 Weichen mit Geschwindigkeiten bis zu 350km/h unter anderem für die bedeutende Strecke zwischen Peking und Shanghai beinhalten –, seine volle Produktionskapazität erreicht, um die für den chinesischen Markt benötigten Weichen direkt vor Ort zu produzieren.

„Im Rahmen der Entwicklung des Hochgeschwindigkeitsnetzes in China, dem größten der Welt, soll sich das Joint-Venture durch moderne Technologie und langjährige Erfahrung der drei Shareholder langfristig zu einer festen Größe am chinesischen Markt entwickeln“, sagte Josef Mülner, Vorstandsmitglied der voestalpine AG und Leiter der Division Bahnsysteme, anlässlich der Eröffnung des Produktionsstandortes.

Neben der Nutzung des erheblichen Potenzials am Hochgeschwindigkeitssektor sei künftig auch die Lieferung spezieller Weichen für Projekte großer städtischer Verkehrsbetriebe in China geplant. Die voestalpine baue mit dem Schritt nach China und der erfolgreichen Abwicklung anspruchsvoller Großprojekte insgesamt ihre Position als weltweiter Markt- und Technologieführer bei Weichen und Weichensystemen weiter aus, betonte Mülner.