Warmarbeitsstähle

Werkzeuge für Warmumformprozesse erfordern Bruchsicherheit, Warmverschleißwiderstand und Widerstand gegen thermische Ermüdung. Vergütete 3% und 5% -CrMoV –Stähle mit einer Härte von ca. 35 bis 55 HRC erfüllen diese Anforderungen optimal. Besonders hochbelastete Werkzeugeinsätze werden auch aus martensitaushärtenden Stählen vom Typ Fe-18% Ni-Co-Mo-Ti gefertigt.

Warmarbeits‑Werkzeugstähle werden für extreme thermische und mechanische Belastungen beim Druckgießen, Schmieden, Warmumformen und der Extrusion entwickelt. Ihre überlegene Leistungsfähigkeit beruht auf höchster Reinheit, die durch moderne Umschmelztechnologien wie ESR (Elektroschlacke‑Umschmelzen) und VAR (Vakuumlichtbogen‑Umschmelzen) erzielt wird. Diese Verfahren minimieren Einschlüsse und gewährleisten eine außergewöhnliche Homogenität.Die Stähle bieten eine robuste Kombination aus: • Heißverschleißbeständigkeit • hoher Härte • Druckfestigkeit bis 600 °C • Wärmeschockbeständigkeit • ausgezeichneter Zähigkeitund eignen sich daher ideal für anspruchsvollste Warmarbeitsanwendungen.Dank ihrer Stabilität, Dauerfestigkeit und Verfügbarkeit in großen Abmessungen bewähren sie sich auch in ausgewählten Kaltarbeits‑ und Kunststoffverarbeitungsanwendungen.Durch die Wahl der richtigen BÖHLER‑ oder Uddeholm‑Stahlsorte können Hersteller die Werkzeugstandzeit deutlich verlängern, thermische Ermüdung und Rissbildung reduzieren und die Werkzeugkosten pro produzierten Teil senken.Entwickelt in den spezialisierten Werkzeugstahlwerken in Kapfenberg (Österreich) und Hagfors (Schweden) setzen diese Hochleistungswerkstoffe internationale Maßstäbe in Effizienz, Zuverlässigkeit und Werkzeugstandzeit im Warmarbeitsbereich.