Wälzlagerstähle

Diese Stähle werden in Wälzlagern in allen Sparten des Maschinenbaus als Wälzkörper verbaut. Neben Kohlenstoff wird hauptsächlich Chrom zulegiert. Härte, Verschleißfestigkeit und Dauerfestigkeit werden durch Härten und Anlassen auf Härtewerte von über 60 HRC und besondere Stahlreinheit erreicht. In Sonderfällen verwendet man auch Schnellarbeitsstähle.

Wälzlager müssen bei hohen Lasten verlässlich und langlebig arbeiten.
Die Haupteigenschaften sind Härte und Verschleißfestigkeit und hohe Dauerfestigkeit. Diese Anforderungen werden durch abgestimmte Zusammensetzung und Härten und Anlassen auf Härtewerte über 60 HRC erreicht. Für Anwendungen, die höchsten Widerstand gegen Rollkontakt-Ermüdung erfordern ist hohe Reinheit und Homogenität der Werkstoffe erforderlich. Das wird meist durch Anwendung von speziellen metallurgischen Herstellverfahren, z.B. sekundärmetallurgische Behandlungen oder Umschmelzverfahren sichergestellt.
Klassische Wälzlagerstähle enthalten neben Kohlenstoff meist Legierungselemente wie Chrom, Mangan oder Nickel. Für höchstbeanspruchte Lager mit höheren Arbeitstemperaturen, z. B. in der Luftfahrtindustrie werden auch abgewandelte, durchhärtende Schnellarbeitsstähle(M50) und spezielle einsatzgehärtete Stahllegierungen(M50NIL) verwendet.
Wälzlagerstähle werden für Wälzkörper wie Kugeln, Rollen, Nadeln und Achsen und Spindeln hauptsächlich in der Automobilindustrie, der Luftfahrt und im Maschinenbau verwendet.