Kunststoffformenstähle - Vergütete, korrosionsbeständige Stähle

Diese vergüteten, korrosionsbeständigen Stähle enthalten neben ca. 13 bis 17 % Chrom auch Zusätze von Molybdän und Nickel und erreichen hohe Dehngrenzen bei gleichzeitig guter Zähigkeit. Derartige Stähle werden meist fertig wärmebehandelt auf ca. 30 bis 42 HRC geliefert. Durch den Entfall weiterer Wärmebehandlungen wird die Wirtschaftlichkeit und Logistik im Werkzeugbau verbessert.

Diese Stahlgruppe ist speziell für den Einsatz als korrosionsbeständiger Werkzeugstahl in der Kunststoffverarbeitung vorgesehen.
Vorvergütete Stähle sind Stähle, die vom Stahlhersteller bereits vergütet werden, üblicherweise auf Härten von 30 bis 40 HRC, und in diesem Zustand an die Werkzeugfertigung geliefert werden. Durch das Wegfallen einer Wärmebehandlung im Verlauf der Werkzeugherstellung kann die Wirtschaftlichkeit deutlich verbessert werden. Mit der Lieferhärte im Bereich von ca. 30 bis ca. 40 HRC ergibt sich ein guter Kompromiss zwischen Zerspanbarkeit und Verschleiß bzw. Druckfestigkeit (Kantenstabilität), der für viele Anwendungen in der Kunststoffverarbeitung ausreichend ist.
Die Stähle dieser Produktgruppe sind in der Regel ausgewählte martensitische rostbeständige Stähle mit ca. 13 bis 17 % Cr, legiert mit Mo und Ni sowie einem C Gehalt von ca. 0,30 bis 0,40 %.
Bei der Herstellung dieser Stähle wird den Anforderungen der Kunststoffverarbeitung im Hinblick auf Polierbarkeit und Korrosionsbeständigkeit besondere Aufmerksamkeit geschenkt — insbesondere hinsichtlich Reinheit, Homogenität und analytischer Ausgewogenheit.
In Sonderfällen wird das Gefüge durch eine spezielle analytische Abstimmung gezielt optimiert, und es wird zur Verbesserung der Zerspanbarkeit eine kleine Menge Schwefel (0,10 bis ca. 0,20 %) zugesetzt. Durch die Zugabe von Schwefel sind jedoch Einbußen bei Korrosionsbeständigkeit und Polierbarkeit in Kauf zu nehmen.