Strangpressen

Beim Warmstrangpressen werden erhitzte Metallknüppel durch eine gehärtete Stahlmatrize gepresst, um Stäbe, Rohre und Profile zu formen. Mit Aluminium-, Stahl-, Kupfer- und Titanlegierungen liefert der Prozess gleichmäßige Formen für Automobil-, Luftfahrt- und Bauanwendungen.

Das Warmstrangpressen ist ein Umformverfahren, bei dem erwärmte Knüppel durch eine Matrize gepresst werden, um lange Profile mit konstantem Querschnitt herzustellen. Aluminiumknüppel werden typischerweise auf 450–500 °C und Stahlknüppel auf bis zu 1200 °C erhitzt, um ausreichende Duktilität und geringere Formkräfte zu gewährleisten. Der Prozess kann direkt erfolgen – wobei der Stempel den Knüppel in Richtung Matrize drückt – oder indirekt, wobei die Matrize gegen den Knüppel bewegt wird, was die Reibung reduziert. Zu den üblichen Werkstoffen gehören Aluminiumlegierungen, Kupfer, Stähle und Titan. Das Werkzeug besteht typischerweise aus Warmarbeitsstählen und umfasst Matrizen, Pressstempel, Containern, Dummy‑Blöcke und Scherringe, die hohen Drücken, Verschleiß und thermischen Wechselbelastungen standhalten müssen. Schmierung und Matrizen­kühlung sind entscheidend für Oberflächenqualität und Werkzeugstandzeit. Das Warmstrangpressen ermöglicht die Herstellung von Stangen, Rohren, Profilen, Strukturbauteilen und Präzisionsteilen für Automobil‑, Luft‑ und Raumfahrt, Bauwesen, Wärmetauscher und elektrische Anwendungen, bei denen gleichmäßige Eigenschaften und komplexe Querschnitte erforderlich sind.