Erneuerbare Energien
Neben der technologischen Machbarkeit stellt die Verfügbarkeit von erneuerbaren Energien in ausreichender Menge und zu konkurrenzfähigen Preisen bzw. deren Verteilung über leistungsfähige Netze eine Grundvoraussetzung für die Dekarbonisierung der Stahlproduktion dar. Dies gilt sowohl für die Umsetzung einer Hybridtechnologie unter Einsatz von Elektrolichtbogenöfen als auch für eine langfristige Technologietransformation auf Basis von grünem Wasserstoff.
Der Umstieg auf die Elektrolichtbogenofen-Technologie und der damit einhergehende Wegfall des ersten Hochofens in Donawitz bedeuten auch eine verminderte Eigenproduktion aus der Hüttengas-Verstromung im kalorischen Kraftwerk am Standort. Die Substitution dieses Wegfalls und der steigende Energiebedarf durch den EAF erfordern eine erhöhte Aufbringung an elektrischer Energie. Um die Dekarbonisierung der Eisen- und Stahlindustrie erfolgreich umzusetzen, soll dieser zusätzliche Energiebedarf aus erneuerbaren Energien in der Region gedeckt werden. Wo es möglich ist, sollen Energiepotenziale direkt am Standort genutzt werden.
Zusätzlich zur Absicherung der Stromversorgung durch Lieferverträge mit heimischen Energieanbietern setzt die voestalpine Stahl Donawitz GmbH durch die Errichtung von Photovoltaikanlagen auch auf den Ausbau ihrer konzerneigenen Potenziale für erneuerbare Energie. Weiters werden gemeinsam mit regionalen Partner:innen Windräder, Wasserkraftwerke und weitere Photovoltaikanlagen entwickelt.