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Forschung und Entwicklung

Hohes Maß an Grundlagen-Know-how als Basis für neue Innovationen

Für die Abwicklung der F&E-Fragestellungen stehen hochqualifizierte MitarbeiterInnen sowie ein modernes, akkreditiertes Prüfzentrum, in dem mechanisch-technologische, metallographische und elektronenmikroskopische sowie Dilatometer Untersuchungen durchgeführt werden können, zur Verfügung.

Der Fokus der operativen aber auch strategischen F&E-Arbeit liegt darauf, kunden- und betriebsorientierte Lösungsansätze von komplexen Fragestellungen zu erarbeiten. Zu diesem Zweck wird auch die Kooperation mit universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen (z.B. Christian-Doppler-Gesellschaft, TU Graz, Montanuniversität Leoben, K1Met) aber auch Kompetenzzentren auf nationaler Ebene forciert. In etwa 20% des gesamten F&E-Budgets finden sich im Bereich dieser angewandten Forschung wieder.

Langfristig strebt die voestalpine bis 2050 eine CO2-neutrale Stahlproduktion an. Dazu forscht der Konzern bereits an mehreren neuen Verfahren und investiert in Pilotprojekte, die neue Wege in der Stahlerzeugung aufzeigen. Wasserstoff wird dabei eine wichtige Rolle einnehmen.

Um die langfristig wasserstoffbasierte Stahlerzeugung in technologischer Sicht vorzubereiten, arbeiten wir schon jetzt gemeinsam mit industriellen und wissenschaftlichen Partnern intensiv an der Entwicklung innovativer Technologien wie u.a. H2FUTURE (weltgrößte Elektrolyseanlage), Hyfor (Hydrogen-based Fine Ore Reduction) oder SuS-teel (Sustainable Steelmaking).

Entdecken Sie unsere Forschugsprojekte für greentec steel am Standort Donawitz:

SuSteel

SuSteel (Sustainable Steelmaking) ist ein Grundlagenforschungsprojekt zur Reduktion von Erzen durch neuartige Wasserstoff-Plasma-Schmelzreduktion zur Erzeugung eines rohstahlähnlichen Produktes. CO2-Emissionen könnten vermieden werden. Derzeit ist die Versuchsanlage zur Erforschung dieser Technologie in Vollbetrieb und wird mit den Projektpartnern – voestalpine Stahl GmbH, Montanuniversität Leoben und K1-MET – betreut und betrieben.

Hyfor

Hyfor (Hydrogen-Based Fine-Ore Reduction) Pilotanlage der Firma Primetals zur Reduktion von Pelletfeed mit Wasserstoff (Wasserstoffbasierte Direktreduktion von Eisenerz) und Erzeugung von wasserstoffreduzierten DRI (direct reduced iron – „Eisenschwamm“) oder HBI (hot briquetted iron – “heißgepresster Eisenschwamm“). Die Inbetriebnahme der Anlage erfolgte im August 2021. Derzeit läuft die Erforschung der notwendigen Kernkomponenten zum Upscaling der Anlage gemeinsam mit der voestalpine Stahl Donawitz GmbH, Montanuniversität Leoben und K1-MET.

Unser Ziel ist es, Produkte zu schaffen, die optimale Ergebnisse in der Weiterverarbeitung sicherstellen. Um den zukünftigen Bedürfnissen unserer Kunden sowie neuen Marktanforderungen gerecht zu werden, widmen wir uns verstärkt der Produkt- und Werkstoffentwicklung, die folgende Schwerpunkte inkludiert:

  • Produktentwicklung
  • Prozessentwicklung
  • Digitalisierung & Big Data
  • Umwelt Reststoffe
  • Prüftechnik
  • Technologie-Monitoring
  • Innovations- und Wissensmanagement

Im großtechnischen Bereich sind Produkt- und Werkstoffentwicklungen oft mit vielen Hürden verbunden: Zu zeit- und kostenintensiv, zu komplex. Um Neuland zu betreten, braucht es die Möglichkeit, rasch und flexibel mit Kleinstmengen forschen zu können. Gleichzeitig müssen die Ergebnisse aber auch optimal auf Großanlagen übertragbar sein. Wir in der voestalpine Stahl Donawitz haben eine Institution geschaffen, die es ermöglicht Forschung und Entwicklung innovativ, flexibel und anwendungsnah parallel zur Produktion zu betreiben – mit dem Technikum Metallurgie (TechMet) und dem Metallurgie Labor (MetLab). Sie sind in ihrer Konstellation weltweit einzigartig und erlauben es, außerhalb der Norm zu denken und zu testen.

Die Abteilung für Forschung und Entwicklung beschäftigt sich sowohl mit der Bewertung von Roh- und Einsatzstoffen als auch mit den Bereichen der Produkt-, Prozess- und kundenspezifischen Werkstoffentwicklung.