Navigation überspringen
Zurück zur Übersicht

Wire Insights Podcast – Episode 9: Prüfkompetenz beim Draht - Moderne Prüfsysteme für erstklassige Drahtqualität

15. Juni 2026 | 

Willkommen bei Wire Insights, dem Podcast von voestalpine Wire Technology. In unserer neunten Episode steht ein zentrales Thema im Fokus: die Prüfkompetenz beim Draht. Leistungsfähige Prüfverfahren sind entscheidend, um Materialeigenschaften präzise zu bewerten und Prozessstabilität sowie Bauteilanforderungen sicherzustellen.

Prüfung am Draht: Qualität sichtbar machen

Pruefung am Draht

Moderne Prüftechnik leistet heute weit mehr als reine Fehlererkennung – sie ist ein strategischer Hebel für Qualität, Effizienz und Nachhaltigkeit. Doch wie funktioniert die Prüfung direkt am Draht? Welche Technologien kommen zum Einsatz? Und welchen konkreten Nutzen bringt das für Kund:innen?

Die Prüfung am Draht ist ein essenzieller Bestandteil der Qualitätssicherung in der Drahtproduktion. Ziel ist es, Oberflächenfehler frühzeitig zu erkennen, Prozesse zu stabilisieren und Ausschuss zu minimieren.

Durch den Einsatz moderner Inline-Prüfsysteme können Abweichungen bereits während der Produktion identifiziert und korrigiert werden. Das reduziert nicht nur Material- und Energieverbrauch, sondern verbessert auch nachhaltig die CO₂-Bilanz. Im Mittelpunkt der Podcast-Episode stehen zwei zentrale Themenfelder:

  • Bedeutung der Prüfkompetenz im Produktionsprozess
  • Technologische Innovationen – von Wirbelstromprüfung bis Künstliche Intelligenz

Diese beiden Perspektiven zeigen, wie moderne Drahtprüfung heute funktioniert und welche Rolle sie für zukünftige Entwicklungen spielt. Gemeinsam mit zwei Expert:innen beleuchten wir die moderne Drahtprüfung:

  • Stefan Brandtner ist Experte für zerstörungsfreie Werkstoffprüfung mit Fokus auf Wirbelstromprüfung an kalt- und warmgewalzten Drähten. Er arbeitet mit modernen Eddy-Current-Systemen sowie dem eigens entwickelten, KI-basierten Prüfsystem Falconn, das die klassische Prüftechnik durch kamerabasierte, KI-gestützte Fehlererkennung ergänzt.
  • Claudia Gruber ist Expertin für moderne Prüfsysteme und entwickelt innovative Lösungen für den Einsatz in Fertigungslinien – von Wirbelstromprüfung über optische Systeme bis hin zu hybriden, KI-gestützten Ansätzen. Zudem treibt sie den Aufbau von Prüftechnik-Know-how gezielt voran.

Seien Sie Teil der Zukunft der Drahtindustrie – Innovation beginnt mit Wissen. Jetzt reinhören! 

  • Intro

    Host: Willkommen zu Wire Insights, dem Podcast von voestalpine Wire Technology. Hier sprechen wir über Entwicklungen, Technologien und Lösungen, die unsere Branche prägen – von der Werkstofftechnik bis zur industriellen Anwendung. Sie erhalten fundierte Einblicke in aktuelle Projekte und deren praktische Bedeutung.

    In dieser Episode widmen wir uns einem Thema, das für die Drahtproduktion und die gesamte Wertschöpfungskette entscheidend ist: Prüfkompetenz beim Draht.

    Warum ist die Prüfung am Draht so wichtig? Welche Technologien kommen zum Einsatz? Und wie beeinflusst sie Qualität, Effizienz und Nachhaltigkeit? Wir geben Ihnen einen tiefen Einblick – von bewährten Verfahren bis hin zu KI-gestützten Lösungen.

    Prüfkompetenz ist ein strategischer Hebel für Qualitätssicherung. Sie ermöglicht die frühzeitige Erkennung von Oberflächenfehlern, sichert die Einhaltung von Kundenanforderungen und reduziert den CO₂-Footprint durch weniger Ausschuss.

    Dazu begrüße ich zwei Expert:innen: Stefan Brandtner und Claudia Gruber, beide spezialisiert auf Mess- und Prüftechnik.

    Vorstellung und Einstieg

    Host: Herr Brandtner, beginnen wir mit Ihnen. Würden Sie sich kurz vorstellen?

    Brandtner: Sehr gerne. Ich arbeite seit über 13 Jahren bei voestalpine und beschäftige mich intensiv mit der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung, speziell mit der Wirbelstromprüfung an kalt- und warmgewalzten Drähten. Derzeit leite ich zwei Projekte zur Inline-Oberflächenprüfung am Heißdraht. Wir setzen dabei auf ein modernes Eddy-Current-System und unser selbst entwickeltes KI-basiertes Prüfsystem „Falconn“. Damit kombinieren wir klassische Prüftechnik mit High-Speed-Kameras und KI-gestützter Fehlererkennung – ein Konzept, das es so am Markt nicht gibt.

    Host: Vielen Dank. Frau Gruber, was gehört zu Ihrem Aufgabenbereich?

    Gruber: Mein Schwerpunkt liegt auf dem Aufbau von Prüftechnik-Know-how und der Entwicklung innovativer Systemlösungen für die Implementierung in den Fertigungslinien einerseits aber auch für die nachgelagerte Qualitätsprüfung andererseits. Aktuell arbeite ich an zwei Projekten: der Umstellung der Stauchprobenprüfung auf ein objektives Messverfahren und der Entwicklung eines hybriden Prüfsystems für die Drahtzieherei in  Bruck an der Mur. Ziel ist es, verschiedene Technologien wie Wirbelstromprüfung, optische Systeme und Datenanalyse zu kombinieren, um höchste Qualität und Prozesssicherheit zu gewährleisten.

    Teil 1 – Bedeutung der Prüfkompetenz am Draht

    Host: Herr Brandtner, warum ist die Prüfung am Draht so wichtig?

    Brandtner: Unsere Drähte sind die Basis für hoch anspruchsvolle Endprodukte – vom Automotive-Bereich über Energieanwendungen bis zur Bauindustrie. Neben anderen qualitativen Anforderungen ist die Oberflächenqualität ist entscheidend. Die Inline-Prüfung am Heißdraht ermöglicht es, diese Qualität direkt im Prozess zu überwachen. Je früher wir Abweichungen erkennen, desto schneller können wir reagieren – das spart Ressourcen, reduziert Ausschuss und senkt den CO₂-Fußabdruck.

    Host: Wie wirkt sich das konkret aus?

    Brandtner: Ohne Inline-Prüfung würden wir Oberflächenfehler erst am Ende des Prozesses entdecken. Die Zeit bis dahin würden wir unerkannt Ausschuss produzieren. Mit Inline-Prüfung verkürzen wir die Reaktionszeit erheblich. Das bedeutet weniger Materialverlust, geringeren Energieverbrauch und eine deutliche CO₂-Reduktion.
    Qualität beginnt nicht am Ende, sondern im Prozess. Wenn wir Fehler frühzeitig erkennen, vermeiden wir nicht nur Schrott, sondern sichern auch die Stabilität der Kundenprozesse – das ist ein entscheidender Faktor für die Kundenzufriedenheit.

    Und wichtig: Wir sprechen von 100 % geprüften Drähten. Das bedeutet, dass jeder Meter kontrolliert und dokumentiert wird, aber nicht notwendigerweise, dass jeder Meter fehlerfrei ist.

    Teil 2 - Technologien im Einsatz – von Wirbelstrom bis KI

    Host: Frau Gruber, welche Technologien kommen heute bei der Oberflächenprüfung zum Einsatz?

    Gruber: Wir setzen auf einen hybriden Ansatz: Wirbelstromprüfung, optische Inspektion und KI-gestützte Bildverarbeitung. Die Wirbelstromprüfung erkennt Oberflächendefekte wie Risse und Ungänzen und umfasst dabei entsprechende Tiefeninformation. Allerdings gibt es kaum bis keinen Aufschluss bzgl. der Defektart. High-Speed-Kameras erfassen die gesamte Drahtoberfläche, und KI analysiert die Bilder in Echtzeit, erkennt Muster und klassifiziert Fehler. So schließen wir Lücken, die eine einzelne Technologie nicht abdecken kann.

    Host: Welche Vorteile bringt dieser hybride Ansatz?

    Gruber: Er ermöglicht nicht nur die präzise Fehlererkennung, sondern auch eine fundierte Ursachenanalyse – ein entscheidender Schritt für die kontinuierliche Prozessoptimierung. Durch die Kombination dieser Technologien können wir Oberflächenfehler erstmals sichtbar machen und deren Entstehung nachvollziehen.

    Host: Wie setzen Sie diesen Ansatz praktisch um?

    Gruber: Wir entwickeln derzeit einen Prototyp für die Kleinprofilwalzanlagen der Drahtzieherei in Bruck an der Mur. Dort verknüpfen wir Prüfdaten in Echtzeit, um Produktionsunterbrechungen zu vermeiden und Fehlerursachen schneller zu identifizieren. Die größte Herausforderung liegt in der Echtzeitfähigkeit: Bei Produktionsgeschwindigkeiten von rund 1 m/s müssen Bilder mit einer Auflösung von 20 µm pro Pixel innerhalb von 0,3 Sekunden verarbeitet werden. Das erfordert leistungsstarke IT-Systeme und perfekt abgestimmte Prozesse.

    Host: Wie erfolgte die Auswahl des optischen Prüfsystems?

    Gruber: Wir haben verschiedene Anbieter geprüft und uns für eine Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik entschieden. Fraunhofer verfügt über umfassendes Know-how und hat bereits ein optisches Drahtprüfsystem entwickelt. Gemeinsam konnten wir ein Inspektionssystem konzipieren, das unsere Anforderungen erfüllt und sich optimal in den hybriden Prüfansatz integrieren lässt.

    Besonders wichtig ist uns, dass die gesamte Drahtoberfläche – auch bei Profilen mit innenliegenden Nuten – lückenlos überwacht wird. Dafür setzen wir sechs Kameras in Umfangsrichtung ein. Ein weiterer zentraler Aspekt ist die Synchronisation der Bildaufzeichnung mit der Wirbelstromprüfung. So können wir auch periodische Anomalien erkennen und entsprechende Folgeaktionen definieren.

    Host: Herr Brandtner, Sie arbeiten an einem ähnlichen Projekt. Warum war hier eine Eigenentwicklung notwendig?

    Brandtner: Am Markt gibt es kein System, das unsere Anforderungen im Walzwerk erfüllt. Dank unseres Know-hows in Digitalisierung und Prozesstechnik konnten wir gemeinsam mit externen Partnern eine maßgeschneiderte Lösung entwickeln. Eigenentwicklung bedeutet für uns Unabhängigkeit und die Möglichkeit, Systeme exakt auf unsere Prozesse und Qualitätsziele abzustimmen.

    Lange Oberflächenfehler wie Riefen oder Längsrisse lassen sich mit klassischer Eddy-Current-Differenzmessung, wie sie weltweit bei solchen Prozessen eingesetzt wird, nicht zuverlässig erkennen. Falconn ergänzt diese Prüfung durch KI-gestützte, kamerabasierte Fehlererkennung mit lückenloser Bildaufzeichnung der gesamten Drahtoberfläche per High-Speed-Kameras. Dabei entstehen enorme Datenmengen die in einem eigenen Storage-System mit zwei Petabyte Kapazität verarbeitet werden. Ein vergleichbares Konzept gibt es derzeit nicht am Markt.

    Teil 3 - Nutzen für Kund:innen und Markt

    Host: Frau Gruber, welchen Vorteil haben Kund:innen von dieser Prüftechnik?

    Gruber: Unsere Kund:innen profitieren von stabilen Prozessen und einer verlässlichen Oberflächenqualität. Fehlerhafte Bereiche werden frühzeitig erkannt und intern korrigiert, bevor das Produkt ausgeliefert wird. Das reduziert Stillstände und senkt die Kosten.

    Die Digitalisierung ermöglicht zusätzlich einen digitalen Zwilling des Produkts – eine lückenlose Dokumentation für Rückverfolgung und Qualitätssicherung. Gleichzeitig sichern wir unsere Qualitätsführerschaft, reduzieren Ausschuss und senken den Energieverbrauch. Das ist nicht nur wirtschaftlich sinnvoll, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Nachhaltigkeit.

    Brandtner: Unsere Aufgabe ist es, Kundenanforderungen vollständig zu erfüllen. Absolute Fehlerfreiheit bei Draht von bis zu 20 Kilometern Länge ist nicht immer möglich. Entscheidend ist, definierte Grenzwerte einzuhalten und die exakte Position von Fehlern zu kennen. Mit diesen Informationen können wir problematische Bereiche oft bereits intern beseitigen. Für Kund:innen bedeutet das, stabile, ausfallsichere Prozesse und damit einen klaren Kostenvorteil.

    Teil 4 - Digitalisierung und Zukunft

    Host: Frau Gruber, Sie haben kurz Digitalisierung und digitaler Zwilling erwähnt, welche Rolle spielen diese Themen?

    Gruber: Digitalisierung spielt eine zentrale Rolle. Prüfsysteme liefern Messdaten, Produktionsanlagen Prozessinformationen – diese müssen zusammengeführt werden. Mit Hilfe von KI können wir Anomalien erkennen, Ursachen ableiten und Handlungsempfehlungen in Echtzeit geben. Das ist der Weg zu Predictive Quality und langfristig zu autonomen Prozessen.

    Ein wesentlicher Bestandteil ist der digitale Zwilling des Produkts. Er ermöglicht nicht nur eine lückenlose interne Qualitätssicherung, sondern bietet auch unseren Kund:innen neue Möglichkeiten – von der Rückverfolgung bis zur Integration in nachgelagerte Produktionsprozesse.

    Host: Wie sieht die Zukunft aus?

    Brandtner: Der nächste Schritt ist die vollständige Integration von KI in die Fehlererkennung. Unser Ziel ist es, nicht nur Fehler zu identifizieren, sondern auch deren Ursachen zu bestimmen. Das eröffnet neue Möglichkeiten für Predictive Maintenance und eine gezielte Prozessoptimierung.

    Gruber: Langfristig liegt der Fokus auf der Vernetzung entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Stahlproduktion bis zum gezogenen Draht. Ein durchgängiges Datenmodell ermöglicht es, Qualität zu sichern, Ressourcen effizienter zu nutzen und die CO₂-Bilanz nachhaltig zu verbessern.

    Outro

    Host: Prüfkompetenz ist mehr als ein technischer Schritt – sie ist ein strategischer Hebel für Qualität, Effizienz und Nachhaltigkeit. Heute haben wir gehört, wie voestalpine Wire Rod Austria mit innovativen Lösungen Maßstäbe setzt: von Wirbelstromtechnik über KI bis hin zu hybriden Prüfsystemen. Vielen Dank an Stefan Brandtner und Claudia Gruber für die wertvollen Einblicke.

    Weitere Informationen finden Sie auf der Website der voestalpine Wire Technology oder nehmen Sie direkt Kontakt mit uns auf. Danke fürs Zuhören und bis zur nächsten Episode von Wire Insights.

Prüfkompetenz als Schlüssel zur Qualität

Stefan Brandtner zeigt in dieser Episode auf, wie entscheidend die Inline-Prüfung für stabile und effiziente Produktionsprozesse ist. Sein Fokus liegt darauf, Oberflächenfehler direkt am Draht – also im laufenden Prozess – zu erkennen und so Qualitätsabweichungen frühzeitig zu stoppen.

Im Mittelpunkt steht die Inline-Prüfung am Heißdraht, die es ermöglicht, Abweichungen sofort zu identifizieren und gezielt gegenzusteuern. Dadurch können Korrekturmaßnahmen in Echtzeit eingeleitet werden, bevor sich Fehler fortpflanzen. So wird vermieden, dass über längere Produktionszeiträume hinweg unentdeckt Ausschuss entsteht – ein entscheidender Hebel für Prozessstabilität, Ressourceneffizienz und nachhaltige Produktion.

Zentrale Inhalte:

  • Früherkennung von Oberflächenfehlern direkt im Produktionsprozess statt am Ende der Wertschöpfungskette
  • Deutlich verkürzte Reaktionszeiten, wodurch Ausschuss, Materialverlust und Energieeinsatz reduziert, werden
  • 100%-Prüfung des Drahtes, bei der jeder Meter kontrolliert und dokumentiert wird – für maximale Transparenz
  • Klare Qualitätsdefinitionen statt absoluter Fehlerfreiheit sowie die gezielte Lokalisierung von Fehlern
  • Integration von KI und High-Speed-Kameratechnologie, um Fehler nicht nur zu erkennen, sondern perspektivisch auch deren Ursachen zu analysieren

Damit zeigt Brandtner exemplarisch, wie moderne Prüftechnologie dazu beiträgt, Qualität, Effizienz und Nachhaltigkeit gleichzeitig zu verbessern - und wie sich Prüfung vom reinen Kontrollschritt hin zu einem aktiven Steuerungsinstrument im Prozess entwickelt.

Mit Projekten zur Inline-Oberflächenprüfung im Walzwerk treibt er die Integration von KI und Hochgeschwindigkeitskameras gezielt voran. Ziel ist es, Fehler nicht nur zu erkennen, sondern auch deren Ursachen besser zu verstehen.

In der Prüftechnik setzen wir auf ein modernes Eddy-Current-System und unser eigenes KI-basiertes Prüfsystem „Falconn“. Damit kombinieren wir bewährte Verfahren mit High-Speed-Kameras und KI-gestützter Fehlererkennung – ein Ansatz, der in dieser Form einzigartig am Markt ist.

Stefan Brandtner

Was ist Falconn?

Falconn ist ein selbst entwickeltes, KI-basiertes Prüfsystem von voestalpine Wire Technology. Es kombiniert klassische Prüftechnologien mit High-Speed-Kameras und KI-gestützter Fehlererkennung. Das Besondere: Falconn vereint bewährte Verfahren mit modernster Bildverarbeitung – ein Ansatz, der in dieser Form einzigartig am Markt ist.

Technologien im Einsatz: Von Wirbelstrom bis KI

Claudia Gruber erläutert in dieser Episode, wie moderne Prüftechnologien zusammenspielen, um die Drahtqualität umfassend und zuverlässig zu bewerten. Ihr Fokus liegt auf der Entwicklung hybrider Prüfsysteme, die unterschiedliche Verfahren intelligent miteinander kombinieren.

Im Mittelpunkt steht die Verbindung von Wirbelstromprüfung, optischer Inspektion und KI-gestützter Datenanalyse. So wird es möglich, Oberflächenfehler nicht nur zu erkennen, sondern auch in ihrer Art und Ursache präzise zu verstehen – eine zentrale Voraussetzung für stabile Prozesse und kontinuierliche Optimierung.

 

Zentrale Inhalte:

  • Kombination mehrerer Prüftechnologien (Wirbelstromprüfung, optische Inspektion mit High-Speed-Kameras und KI-gestützte Bildverarbeitung) für ein vollständiges Bild der Oberflächenqualität
  • Echtzeitanalyse großer Datenmengen, um Fehler sofort zu erkennen und Produktionsunterbrechungen zu vermeiden
  • Automatisierte Fehlerklassifikation durch KI, die Muster erkennt und Defekte präzise bewertet
  • Lückenlose Überwachung der gesamten Drahtoberfläche, auch bei komplexen Profilgeometrien
  • Verknüpfung von Prüf- und Prozessdaten, um Ursachen schneller zu identifizieren und gezielt Maßnahmen abzuleiten

Erst das Zusammenspiel verschiedenerTechnologien ermöglicht eine umfassende Bewertung der Drahtoberfläche: Wirbelstromprüfung erkennt Defekte, optische Inspektion liefert Detailinformationen und KI klassifiziert Fehler, analysiert Daten in Echtzeit und identifiziert relevante Muster.Ein besonderer Fokus liegt auf der Echtzeitverarbeitung großer Datenmengen, die bei hohen Produktionsgeschwindigkeiten leistungsfähige IT-Systeme erfordert.

Mit der Entwicklung eines hybriden Prüfsystems für die Drahtzieherei treibt Claudia Gruber diesen Ansatz konsequent voran und stärkt die Prozesssicherheit nachhaltig.

Die Zukunft der Qualitätssicherung basiert auf der intelligenten Vernetzung von Prüfsystemen. Daten sind die Grundlage, künstliche Intelligenz macht daraus verwertbares Wissen. Durch die Verbindung von Echtzeit-Datenanalyse und automatisierter Fehlerklassifikation schaffen wir Transparenz, senken Risiken und ermöglichen eine kontinuierliche Optimierung über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg.

Claudia Gruber

Fraunhofer als Technologiepartner

Das Fraunhofer-Institut verfügt über umfassendes Know-how in der optischen Messtechnik und hat bereits spezialisierte Drahtprüfsysteme entwickelt. In Zusammenarbeit entstand ein Inspektionssystem, das optimal auf die Anforderungen abgestimmt ist und sich nahtlos in den hybriden Prüfansatz von voestalpine Wire Technology integrieren lässt.

FAQ zur Podcast Episode 9 - Prüfung am Draht

  • Sie stellt sicher, dass Oberflächenfehler frühzeitig erkannt werden und keine fehlerhaften Produkte in nachgelagerte Prozesse gelangen. Dadurch werden Stabilität und Qualität bei Kund:innen gewährleistet.

  • Die Prüfung erfolgt direkt während der Produktion. Abweichungen werden sofort erkannt, sodass schnell reagiert und Ausschuss minimiert werden kann.

  • Moderne Systeme kombinieren Wirbelstromprüfung, optische Systeme wie High-Speed-Kameras, und Datenanalyse mittels KI, um Fehler präzise zu erkennen und zu klassifizieren.

  • Jeder Meter Draht wird kontrolliert und dokumentiert. Das schafft vollständige Transparenz über die Qualität des Produkts.

  • Kund:innen profitieren von stabilen Prozessen, geringeren Ausfallrisiken und einer konstant hohen Oberflächenqualität was letztlich ihre eigenen Kosten reduziert.

🎧 Danke fürs Zuhören bei Wire Insights

Wire Insights ist der Podcast für alle, die sich für nachhaltige Technologien, innovative Produktionsprozesse und zukunftsweisende Entwicklungen in der Draht- und Stahlindustrie interessieren. Seien Sie gespannt auf die nächste Episode mit weiteren spannenden Einblicken aus der Welt der Drahttechnologie!

 

Alle Podcast Episoden anhören