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Unser Weg in eine grüne Zukunft

Unser Weg in eine grüne Zukunft

Wir nehmen auch in der Emissions-Reduktion ein neues Schrittmaß auf. Mit greentec steel setzen wir Österreichs größtes Klimaschutzprogramm um, mit dem ab 2027 fast 5 % des jährlichen CO2-Ausstoßes Österreichs eingespart werden kann. Ab 2024 beginnt der teilweise Umstieg von der Hochofen- auf die Elektrolichtbogen (EAF)-Route – die Klärung offener Förderfragen in Österreich vorausgesetzt.

imagefoto voestalpine, eine Mitarbeiterin und im Hintergrund die Glasfassade der h3future Anlage
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Größtes Klimaschutzprogramm

Die Dekarbonisierung der Stahlproduktion ist ein wichtiger Bestandteil des Klimaschutzes. Der voestalpine-Aufsichtsrat hat daher im April 2023 weitere 1,5 Milliarden Euro für die Umstellung an den österreichischen Stahlerzeugungsstandorten genehmigt. Damit könnte 2024 in Donawitz und Linz der Baustart erfolgen. Mit der Inbetriebnahme der EAF in der Hybrid-Phase von greentec steel würden dann ab 2027 jährlich ca. 3 – 4 Mio. t CO2-Ausstoß vermieden: Die Einsparung von fast 5 % der jährlich in Österreich verursachten Emissionen macht greentec steel zum größten Klimaschutzprogramm des Landes.

Luft Aufnahme der Anlage Stahlproduktion in der voestalpine Linz
Mit der Hybridtechnologie könnten die CO2-Emissionen der Stahlproduktion in Linz (Foto) und Donawitz signifikant um rund 30 % gesenkt werden.

Hybridtechnologie als erster Schritt

Eine weitere signifikante Reduktion der CO2-Emissionen ist jedoch nur auf Basis eines grundlegenden Technologiewandels möglich.

Wir haben mit greentec steel einen klaren und ambitionierten Stufenplan zur Dekarbonisierung der Stahlproduktion, wie wir unseren Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten können

Herbert Eibensteiner
Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG.

Konkret erfolgt unser Umstieg von der kohlebasierten Hochofen- auf eine grünstrombasierte Elektrostahlroute schrittweise. Dabei sind neben Schrott flüssiges Roheisen und der in einer Direktreduktionsanlage erzeugte Eisenschwamm („HBI“) die wichtigsten Vormaterialien. Diese Direktreduktion gilt als zentrale Brückentechnologie zur Dekarbonisierung der Stahlerzeugung. Dabei wird Eisenerz nicht mit Kohle und Koks, sondern unter Einsatz von Erdgas zu Eisen reduziert, wodurch weniger CO2-Emissionen entstehen. Mit dieser Hybridtechnologie könnten die CO2-Emissionen der Stahlproduktion in Linz und Donawitz signifikant um rund 30 % gesenkt werden. Mit dieser Hybridtechnologie könnten die CO2-Emissionen der Stahlproduktion in Linz und Donawitz signifikant um rund 30 % gesenkt werden. Ab 2030 planen wir dann die weitere Ablösung von je einem Hochofen in Linz und Donawitz.

Technologiewandel im Visier

Langfristig streben wir, den Einsatz von grünem Strom und grünem Wasserstoff im Stahlerzeugungsprozess schrittweise zu erhöhen, an und so bis 2050 gänzlich CO2-neutral zu produzieren. An den dazu nötigen Technologien forschen wir bereits seit vielen Jahren, z. B. an der Testanlage zur Erzeugung von grünem Wasserstoff am Linzer Werksgelände. Hier werden die Herstellung von grünem Wasserstoff im industriellen Maßstab und dessen Einsatzmöglichkeiten in den verschiedenen Stufen der Stahlerzeugung untersucht.

Gleichzeitig forschen unsere Wissenschaftler:innen in Donawitz im Rahmen des Projektes „SuSteel“ (Sustainable Steel) an einer Technologie zur direkten Stahlherstellung aus Eisenerz und in einem weiteren Projekt an einem Verfahren zur Reduktion von ultrafeinen Eisenerzen in einem Fließbett mittels Wasserstoff (Hyfor).

Aufnahme von einem Hügel auf die Anlage Donawitz
Die Aktionsmarke „greentec steel“ bündelt die Aktivitäten unserer Dekarbonisierungsstrategie unter einem einfachen, leicht verständlichen Begriff und vermittelt unseren Fokus auf Nachhaltigkeit und Technologie.

Notwendige Rahmenbedingungen

Eines steht aber bereits heute fest: Die Grundvoraussetzung für den Umstieg auf eine wasserstoffbasierte Stahlerzeugung ist in jedem Fall die ausreichende Verfügbarkeit von Strom aus erneuerbarer Energie zu einem wirtschaftlich darstellbaren Preis.

Damit die zukünftigen Technologien auch tatsächlich wettbewerbsfähig betrieben werden können, müssen die richtigen Rahmenbedingungen vorhanden sein. Für eine erfolgreiche Dekarbonisierung bedarf es daher eines politischen Gesamtkonzepts, das Klima, Energie und Wirtschaft zusammenbringt und damit ein klares politisches Bekenntnis zu einer wettbewerbsfähigen Stahlindustrie schafft.

Herbert Eibensteiner
Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG.

Die Marke „greentec steel“

Als „Dach der Kommunikation“ dieser umfassenden Dekarbonisierungsstrategie, mit der wir zur Erfüllung der EU-Klimaziele beitragen wurde die Aktionsmarke „greentec steel“ ins Leben gerufen. Unter dieser sind alle Aktivitäten und Innovationen der voestalpine auf dem Weg zur CO2-neutralen Stahlerzeugung 2050 zusammengefasst.

Schild unser Weg in eine grüne Zukunft, greentec steel, davor posiert ein Mitarbeiter

Denn als internationaler Konzern sind wir mit einer Vielzahl von Themen und Zielgruppen konfrontiert und die Herausforderungen rund um die Verringerung unserer CO2-Emissionen werden uns über Jahrzehnte begleiten. Die Marke „greentec steel“ soll helfen, unsere Botschaften klar, transparent und wiedererkennbar an die unterschiedlichen Zielgruppen zu vermitteln: an Kund:innen und Politik, Aktionär:innen sowie Medien, Mitarbeiter:innen und die allgemeine Öffentlichkeit.

Über den Schwerpunkt greentec steel

Im Rahmen unseres Schwerpunktes greentec steel geben wir einen Überblick über unsere konkreten Schritte auf dem Weg zu einer grünen Stahlproduktion und welche innovativen Prozesse dabei zum Einsatz kommen. Wir informieren über die Herausforderungen, denen wir uns dabei stellen müssen und an welchen Breakthrough-Technologien wir bereits heute forschen, um unser Ziel einer Stahlproduktion mit Net-Zero-CO2-Emissionen erreichen zu können.

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GreenTec Steel

Größtes Klima­schutz­programm Österreichs

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Was wir mit greentec steel langfristig planen verrät CEO Herbert Eibensteiner in unserem Podcast.

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Die voestalpine ist ein weltweit führender Stahl- und Technologiekonzern mit kombinierter Werkstoff- und Verarbeitungskompetenz. Die global tätige Unternehmensgruppe verfügt über rund 500 Konzerngesellschaften und -standorte in mehr als 50 Ländern auf allen fünf Kontinenten. Sie notiert seit 1995 an der Wiener Börse. Mit ihren Premium-Produkt- und Systemlösungen zählt sie zu den führenden Partnern der Automobil- und Hausgeräteindustrie sowie der Luftfahrt- und Öl- & Gasindustrie und ist darüber hinaus Weltmarktführer bei Bahninfrastruktursystemen, bei Werkzeugstahl und Spezialprofilen. Die voestalpine bekennt sich zu den globalen Klimazielen und verfolgt mit greentec steel einen klaren Plan zur Dekarbonisierung der Stahlproduktion.