Staber: Wir haben mit kleinen Versuchen angefangen mit zwei 300kg Ringen und sind heute hier am Standort für einen Großversuch, wo wir für 22 unserer Kunden Beschichtungsversuche durchführen, wo wir dann an den Anlagen dabei sind, diese Beschichtung auch zu sehen, wie sie performt. Also man sieht schon, wenn 22 namhafte Hersteller in Europa sich einem solchen Versuch anschließen, dass der Bedarf da ist und dass alle sich einen Kundennutzen erwarten.
Korp: Die Aufgabenstellung für unsere Forschung- und Entwicklungsabteilung war, eine neuartige Beschichtung zu entwickeln, die einerseits den Nachhaltigkeitsaspekt beinhaltet, sprich das Vermeiden von Schwermetallen in der Oberflächenbeschichtung und andererseits Schmiereigenschaften sicherzustellen, die für hochkomplexe Umformschritte die bestmöglichen Ergebnisse liefern.
Trautmann: Die ersten Versuche zeigen, dass wir von der Performance wirklich mithalten können mit dem herkömmlichen Phosphat-Seife-System, also einem System, das schon seit beinahe 100 Jahren im Einsatz ist und eigentlich der absolute Benchmark ist und dass wir auch deutlich bessere Performance haben als die herkömmlichen phosphatfreien Alternativen, die es schon am Markt gibt.
Staber: Wir erwarten uns durch dieses neue Beschichtungssystem einen weiteren Schritt vorwärts für das gesamte Drahtportfolio der Wire Technology, weil wir eben neben unserer Kompetenz in der werkstofflichen Kompetenz der Drahtherstellung auch das Thema der Oberflächen abdecken können und wir uns deshalb sehr stark differenzieren von unseren Wettbewerbern.
Trautmann: Ein besonderer Moment war eigentlich so im Zuge der Entwicklung, als wir unsere Beschichtung auch extern prüfen haben lassen und die Ergebnisse mit einem internationalen Ringversuch verglichen wurden, wo wirklich sehr viele namhafte Hersteller teilgenommen haben und unsere Beschichtung da absolut an der Spitze mitgemischt hat.