HBI‑Anlage als weiterer Meilenstein
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Als ein Kernstück von greentec steel nehmen wir 2027 unseren Elektrolichtbogenofen, kurz EAF, in Betrieb. Für die Stahlerzeugung beschicken wir ihn neben Schrott und Roheisen auch mit Eisenbriketts. HBI ist eine brikettierte, transport- und lagerfähige Form von direkt reduziertem Eisen.
Um künftig die fortlaufende Versorgung des EAF sicherzustellen, errichten wir eine neue HBI-Versorgungsanlage. Neben der neuen Förderbandbrücke und dem neuen Microtunnel für die Energieversorgung realisieren wir damit einen weiteren Meilenstein auf dem grünen Weg der Stahlerzeugung.
Der HBI-Komplex besteht aus Anlieferung, Absiebung samt Probenahme und Entstaubung. In einem ersten Schritt erfolgten die Tiefbauarbeiten im Herbst 2025, die Stahlbau- und die Fördertechnikmontage starteten im Frühjahr 2026.
In der HBI-Anlage werden künftig unerwünschte Bestandteile des angelieferten HBI aussortiert und die Feinanteile abgesiebt. Anschließend bestimmen wir die genaue chemische Zusammensetzung des HBI und schleusen es dann in die Versorgung des Elektroofens ein.
Damit es dabei am gesamten Komplex richtig sauber zugeht, sorgen wir mit einer Entstaubungsanlage für eine staubfreie Umgebung. Die abgesaugten Partikel führen wir gemeinsam mit den Feinanteilen aus der Absiebung anschließend als eisenreiche Materialien dem internen Kreislauf in der Sinteranlage zu. So bleibt der wertvolle Einsatzstoff erhalten.
Pro Jahr werden wir für den ersten EAF ca. 450.000 Tonnen HBI benötigen. Den größten Teil des Materials erhalten wir aus Texas, USA. Er wird per Schiffstransport in den Hafen von Koper in Slowenien geliefert. Von dort erfolgt die weitere Anlieferung des Materials per Bahn nach Linz. Hier werden die Waggons entladen und die Eisenbriketts zur HBI-Anlage transportiert.
Im Rahmen unseres Schwerpunktes greentec steel geben wir einen Überblick über unsere konkreten Schritte auf dem Weg zu einer grünen Stahlproduktion und welche innovativen Prozesse dabei zum Einsatz kommen. Wir informieren über die Herausforderungen, denen wir uns dabei stellen müssen und an welchen Breakthrough-Technologien wir bereits heute forschen, um unser Ziel einer Stahlproduktion mit Net-Zero-CO2-Emissionen erreichen zu können. greentec steel wird aus Mitteln der Umweltförderung des Bundesministeriums für Klimaschutz (BMK) gefördert.
Die voestalpine ist ein weltweit führender Stahl- und Technologiekonzern mit kombinierter Werkstoff- und Verarbeitungskompetenz. Die global tätige Unternehmensgruppe verfügt über rund 500 Konzerngesellschaften und -standorte in mehr als 50 Ländern auf allen fünf Kontinenten. Sie notiert seit 1995 an der Wiener Börse. Mit ihren Premium-Produkt- und Systemlösungen zählt sie zu den führenden Partnern der Automobil- und Hausgeräteindustrie sowie der Luftfahrt- und Öl- & Gasindustrie und ist darüber hinaus Weltmarktführer bei Bahninfrastruktursystemen, bei Werkzeugstahl und Spezialprofilen. Die voestalpine bekennt sich zu den globalen Klimazielen und verfolgt mit greentec steel einen klaren Plan zur Dekarbonisierung der Stahlproduktion.