Grün, gigantisch, greentec steel in Linz
- 2
Derzeit sind täglich rund 750 Personen auf der Baustelle im Einsatz, in kommenden Bauphasen werden es über 1.200 sein. Über 500 Lieferant:innen wurden für dieses Großprojekt beauftragt, mehr als 90 Prozent davon kommen aus Österreich. greentec steel ist damit nicht nur ein technologisches Transformationsprojekt, sondern auch ein wesentlicher Wertschöpfungsimpuls für den Standort und die Region.
Zentrales Aggregat ist der Elektrolichtbogenofen. Aktuell wird die Halle für den EAF errichtet. Mit rund 100 Metern Länge, 60 Metern Breite und einer Höhe von 65 Metern entspricht ihre Grundfläche etwa einem Fußballfeld. Der Stahlbau der Halle wird im Juli 2026 abgeschlossen sein.
Parallel dazu entstehen die zentralen Infrastrukturen der neuen Elektrostahlroute. Dazu zählen die Schrottversorgung als primäre Rohstoffbasis, das HBI‑Lager zur Ergänzung der Rohstoffstrategie, das Rohrpostsystem für die Prozessanalytik und Qualitätssicherung sowie der Microtunnel als Rückgrat der Energieversorgung. Bis Ende 2026 gehen die Schrottversorgung, das HBI‑Lager und die rohrpostbasierte Prozessanalytik in Betrieb, die Stromversorgung über den Microtunnel folgt im November 2026.
Für die 220‑kV‑Leitungen wurde eigens ein rund 1,7 Kilometer langer Microtunnel errichtet, der die Leitungen geschützt und platzsparend unter dem Werksgelände führt.
Im Vollbetrieb wird der EAF jährlich rund 1,6 Millionen Tonnen Stahl produzieren – ausreichend für durchschnittlich 2,66 Millionen Pkw (bei rund 600 Kilogramm Stahl pro Fahrzeug).
Der Energiebedarf des EAF in Linz Der Energiebedarf des EAF entspricht der Leistung von rund 87 Windrädern oder etwa 383 Fußballfeldern mit Photovoltaikanlagen. Gleichzeitig wird die eingesetzte Energie effizient genutzt: Aus der Abwärme des EAF werden künftig rund 75.000 MWh Strom pro Jahr gewonnen – genug für rund 400 Millionen Kilometer mit einem Elektroauto.
Im Rahmen unseres Schwerpunktes greentec steel geben wir einen Überblick über unsere konkreten Schritte auf dem Weg zu einer grünen Stahlproduktion und welche innovativen Prozesse dabei zum Einsatz kommen. Wir informieren über die Herausforderungen, denen wir uns dabei stellen müssen und an welchen Breakthrough-Technologien wir bereits heute forschen, um unser Ziel einer Stahlproduktion mit Net-Zero-CO2-Emissionen erreichen zu können. greentec steel wird aus Mitteln der Umweltförderung des Bundesministeriums für Klimaschutz (BMK) gefördert.
Die voestalpine ist ein weltweit führender Stahl- und Technologiekonzern mit kombinierter Werkstoff- und Verarbeitungskompetenz. Die global tätige Unternehmensgruppe verfügt über rund 500 Konzerngesellschaften und -standorte in mehr als 50 Ländern auf allen fünf Kontinenten. Sie notiert seit 1995 an der Wiener Börse. Mit ihren Premium-Produkt- und Systemlösungen zählt sie zu den führenden Partnern der Automobil- und Hausgeräteindustrie sowie der Luftfahrt- und Öl- & Gasindustrie und ist darüber hinaus Weltmarktführer bei Bahninfrastruktursystemen, bei Werkzeugstahl und Spezialprofilen. Die voestalpine bekennt sich zu den globalen Klimazielen und verfolgt mit greentec steel einen klaren Plan zur Dekarbonisierung der Stahlproduktion.