Insights, Prognosen, Meinungen 

Wohin fließt der Strom der Meinungen bei E-Mobility? Ein interaktiver Vortrag beim heurigen „Connected by Excellence“ gab Ausblick in die weitere Entwicklung der Elektromobilität und Einblicke in Meinungen von Vertretern der Industrie und Fachexperten.

Erkenntnisse auf einen Klick – stimmen Sie mit ab!
„Connected by Excellence“ ist das Kundensymposium der voestalpine Steel Division. Hier werden hochrelevante Themen angesprochen, diskutiert, Entwicklungen und Lösungen aufgezeigt – und das in außergewöhnlicher Weise. Ein heuriges Highlight bildete der Vortrag „Orchestrating Light Electrical Mobility“ von Peter Heinzl (Leitung Verkauf Automobilindustrie) und Christian Schreiner (Leitung Verkauf Elektroindustrie). Dabei waren Handys ausnahmsweise erwünscht, da die Teilnehmer - Vertreter der OEMs und Tier-1-Lieferanten sowie Fachleute aus dem Stahl-, Elektro- und Elektromobilitätsbereich - mittels Live-Abstimmung über eine App ihre Meinung zu aufgeworfenen Fragen kundtun konnten.

Falls Sie beim Event nicht dabei sein konnten, gibt Ihnen der Newsletter die Möglichkeit jetzt noch abzustimmen.

Stimmen die Prognosen? Wird die Anzahl an Elektroautos explodieren?
Nach aktuellen Prognosen wird das globale Verkaufsvolumen an Elektro- und Hybrid-Fahrzeugen (BEV, PHEV) von 3,5 Millionen Stück im Jahr 2017 auf 37,4 Millionen im Jahr 2027 steigen. Wie die Teilnehmer des „Orchestrating Light Electrical Mobility“ dies sehen, zeigt die Grafik links „The Results“. Über die Hälfte der Anwesenden war sich einig: die Zahlen stimmen, beziehungsweise sind eher zu niedrig gegriffen. Der Verkauf von E-Autos wird explodieren.

Aus welchem Material werden die E-Karosserien der Zukunft gebaut?
Hier gab es ein klares Votum für hochfeste Stahlgüten über 600 MPa. Ein oft vermuteter Trend zu Aluminium oder kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen konnte nicht bestätigt werden. Das belegt auch eine Studie der Forschungsgesellschaft Kraftfahrwesen Aachen, FKA, in der die Batteriekosten den Kosten für Leichtbau, dargestellt in Euro pro kg Gewichtsreduktion, gegenübergestellt werden.

Die Studie zeigt, dass bei einem E-Auto der 400-km-Reichweitenklasse und den Batteriesystemkosten von 200 Euro eine stahlbasierte Mischbauweise am Sinnvollsten ist. Die Batteriekosten zu senken, führt in allen Reichweitenauslegungen automatisch zu einer stärkeren Berücksichtigung von kosteneffizienten hochfesten Stahl-Leichtbaulösungen. Intelligente Lösungen aus Stahl sind für viele OEMs die erste Wahl, wobei auch Stahlgüten mit Festigkeiten unter 600 MPa eine Rolle spielen werden.

Wird es zu einer Knappheit an Elektroband in Europa kommen?
Wie Sie in „The Results“ sehen, sind die Meinungen breit gefächert. voestalpine arbeitet jedenfalls gezielt daran, dass Elektroband sicher und innovativ zur Verfügung steht. Innovationen wie isovac®, das Elektroband der voestalpine, mit Backlack beschichtet setzen neue Maßstäbe hinsichtlich Design und Eigenschaften von Elektromotoren, aber auch bei der Serienfertigung von Elektrobandpaketen.

Wer baut zukünftig die Elektromotoren?
Ist es überraschend, dass bei der Frage, wer die Elektromotoren der E-Mobility-Zukunft hauptsächlich produzieren wird, OEMs und Tier-1-Lieferanten unterschiedlicher Auffassung waren? Bei den Vertretern der OEMs sind 63 % der Überzeugung, dass sie das sein werden, während 83 % der Tier-1-Lieferanten, die Fertigung von Elektromotoren in ihrem Portfolio sehen. Eine spannende Entwicklung!

Keine Frage: voestalpine bleibt Innovationstreiber
Klarheit besteht jedenfalls bei der zukünftigen Strategie der voestalpine im Bereich E-Mobility. Innovation und Partnerschaft sind die zentralen Parameter, um Weiterentwicklungen voranzubringen. Der Fokus liegt auf Innovationen bei hochfesten Stählen für die Kalt- und Warmumformung und bei Elektroband. Hier will und wird voestalpine die Grenzen des Machbaren weiter verschieben, dabei partnerschaftlich mit der Automobilindustrie zusammenarbeiten – zum Beispiel, um den Durchbruch bei Fügen und Schweißen von ultrahochfesten Stählen zu erzielen.

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