Hy4Smelt nimmt Gestalt an
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Ab Ende 2027 erforschen wir mit Hy4Smelt die Stahlproduktion mit Net-Zero-CO2-Emissionen. Der Bau der weltweit ersten Demonstrationsanlage, die eine wasserstoffbasierte Direktreduktion für ultrafeine Eisenerze mit einem elektrischen Schmelzprozess kombiniert, ist im vollen Gang.
Seit dem Spatenstich im September 2025 entstanden u. a. eine Smelterhalle, eine Mahl- und Trocknungsanlage, das Fundament für den HYFOR-Turm sowie eine rund ein Kilometer lange Wasserstoffleitung zur benachbarten H2-Future-Anlage. Dort wird der für die Direktreduktion benötigte Wasserstoff hergestellt.
Seit dem Sommer nimmt auch die rund 2.800 Tonnen schwere Stahlkonstruktion Gestalt an. Ab Herbst 2026 wird das zentrale Equipment eintreffen, darunter der Smelterofen und die HYFOR-Reaktoren, in denen das Eisenerz mithilfe innovativer Wirbelschichttechnologie und Wasserstoff zu Eisenschwamm reduziert wird. Danach beginnen auch die Arbeiten an den Außenanlagen.
Der Bau der Anlage ist ein zentrales Projekt im Rahmen unseres Transformationsprogramms greentec steel, mit dem wir innovative Wege der Stahlerzeugung aufzeigen. Zugleich markiert die Forschungsanlage einen Meilenstein auf unserem Weg zur Dekarbonisierung mit dem Ziel, bis 2050 Stahl mit Net-Zero-CO2-Emissionen herzustellen.
2027 soll die gewaltige Demonstrationsanlage fertig sein, im November 2027 soll für die kommenden drei Jahre der Forschungsbetrieb starten.
Michael S. und Bernhard E. leiten dieses Projekt. Rund 50 Mitarbeitende werden im Schichtbetrieb auf Hy4Smelt tätig sein. Um sie auf den Umgang mit dem neuen Medium Wasserstoff vorzubereiten, starten bereits jetzt entsprechende Schulungen. Dabei unterstützt uns das führende metallurgische Kompetenzzentrum K1-MET als Wissenschaftspartner.
Das Forschungsprojekt, das wir gemeinsam mit dem internationalen Anlagenbauer Primetals Technologies und dem Bergbaukonzern Rio Tinto verwirklichen, bringt nicht nur hohe Anforderungen an das Zeitmanagement, sondern auch organisatorische Herausforderungen mit sich: „Da es sich um ein Konsortiumprojekt handelt, war es notwendig, über die Konzerngrenzen hinweg gemeinsame Prozesse zu etablieren und die Rollen und Verantwortlichkeiten klar zu definieren. Das war ziemlich komplex“, erzählen die Projektleiter.
Während Primetals Technologies die Entwicklung und Umsetzung der innovativen Anlagentechnologien verantwortet, stellt Rio Tinto neben technischer Expertise rund 70 Prozent des Eisenerzes für die Hy4Smelt-Anlage zur Verfügung.
Die starke Unterstützung des Top-Managements, straffe Strukturen und die faire Verteilung der Aufgaben und Kosten sorgen dafür, dass das Projekt planmäßig voranschreitet.
Hy4Smelt verbindet zwei Technologien zur Herstellung von hochwertigem Eisen: die wasserstoffbasierte Direktreduktion für ultrafeine Eisenerze (HYFOR® – kurz für Hydrogen-Based Fine-Ore Reduction) und den elektrischen Schmelzprozess (Smelter).
Im HYFOR®-Turm wird das Eisenerz in einer Wirbelschicht mit Wasserstoff zu Eisenschwamm reduziert und danach im elektrisch betriebenen Smelter zu flüssigem Roheisen eingeschmolzen. Damit ersetzt Hy4Smelt einen kompletten Hochofenprozess. Das ermöglicht es uns, hochwertiges Roheisen ohne Kohle herzustellen. Die zwei wichtigsten Vorteile:
Bis Ende 2027 entsteht am Standort Linz mit Hy4Smelt die weltweit erste Demonstrationsanlage, die eine wasserstoffbasierte Direktreduktion für ultrafeine Eisenerze mit einem elektrischen Schmelzprozess kombiniert.
Im Rahmen unseres Schwerpunktes greentec steel geben wir einen Überblick über unsere konkreten Schritte auf dem Weg zu einer grünen Stahlproduktion und welche innovativen Prozesse dabei zum Einsatz kommen. Wir informieren über die Herausforderungen, denen wir uns dabei stellen müssen und an welchen Breakthrough-Technologien wir bereits heute forschen, um unser Ziel einer Stahlproduktion mit Net-Zero-CO2-Emissionen erreichen zu können. greentec steel wird aus Mitteln der Umweltförderung des Bundesministeriums für Klimaschutz (BMK) gefördert.
Die voestalpine ist ein weltweit führender Stahl- und Technologiekonzern mit kombinierter Werkstoff- und Verarbeitungskompetenz. Die global tätige Unternehmensgruppe verfügt über rund 500 Konzerngesellschaften und -standorte in mehr als 50 Ländern auf allen fünf Kontinenten. Sie notiert seit 1995 an der Wiener Börse. Mit ihren Premium-Produkt- und Systemlösungen zählt sie zu den führenden Partnern der Automobil- und Hausgeräteindustrie sowie der Luftfahrt- und Öl- & Gasindustrie und ist darüber hinaus Weltmarktführer bei Bahninfrastruktursystemen, bei Werkzeugstahl und Spezialprofilen. Die voestalpine bekennt sich zu den globalen Klimazielen und verfolgt mit greentec steel einen klaren Plan zur Dekarbonisierung der Stahlproduktion.