Navigation überspringen
Zurück zur Übersicht

Ganzheitliche Gleissysteme: Die Vorteile integrierter Lösungen aus Expertensicht

20. März 2026 | 

Der Eisenbahnverkehr stellt höchste Anforderungen an Sicherheit, Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit. Wie werden wir diesen Ansprüchen gerecht? In unserer aktuellen Interviewreihe geben sechs Systemexpert:innen von voestalpine Railway Systems Einblicke in die unterschiedlichen Komponenten moderner Gleissysteme – von der Schiene, den Befestigungssystemen, der Schwelle bis hin zu digitalen Lösungen und Lebenszyklusbetrachtung.

Ganzheitlich gedacht: Wie moderne Gleissysteme entstehen

Das weiß wohl niemand so gut wie Lukas Prettner. Seit 14 Jahren ist er bei voestalpine Railway Systems tätig und maßgeblich an der Forschung und Entwicklung moderner Gleissysteme beteiligt.   

Wir haben in der Vergangenheit gelernt, dass sich ein modernes Gleissystem nicht mehr nur über einzelne Komponenten optimieren lässt, sondern das Zusammenspiel aller Elemente entscheidend ist.

Dafür arbeiten verschiedene Bereiche innerhalb der voestalpine Railway Systems eng zusammen – mit besonderem Mehrwert.  

Wenn man alle Komponenten sinnvoll kombiniert, dann beeinflusst das auch positiv die Lebenszykluskosten.

Hier geht es zum vollständigen Interview

Schiene: Die zentrale Schnittstelle im Gleis 

Für Sören Röhrig, Produktmanager bei voestalpine Railway Systems, spielt die Schiene im Gesamtgleis eine entscheidende Rolle.  

Sie kann andere Komponenten wie Zwischenlagen, Schwellen oder Schotter schonen. Das Ziel ist nicht nur eine längere Liegedauer der Schiene, sondern die Optimierung des gesamten Oberbaus.

Neben Werkstoff und Profil spielt auch die durchgehend gewalzte Schienenlänge eine wesentliche Rolle.  

Da hat voestalpine Railway Systems mit ihrer 120 Meter-Schiene bereits Maßstäbe gesetzt.

Hier geht es zum vollständigen Interview

Befestigungssysteme: Kleine Komponenten, große Wirkung 

Zwischen Schiene und Schwelle erfüllen Befestigungssysteme eine Schlüsselrolle. Thomas Mayer - Vice President of R&D and Engineering Fastening Systems – kennt deren Einfluss auf die Performance des Gleises.  

Sie übertragen vertikale und laterale Kräfte und haben einen enormen Einfluss auf Elastizität, Lastverteilung und Vibrationen im Gleis.

Gleichzeitig gilt es, Interessenkonflikte auszubalancieren.  

Hohe Elastizität verbessert die Lastverteilung, steifere Systeme reduzieren Lärm. Hier gilt es, einen optimalen Kompromiss zu finden.

Hier geht es zum vollständigen Interview

Betonschwelle: Die unterschätzte Komponente im Gleis

Wolfgang Hölzl ist seit mehr als 2 Jahrzehnten bei voestalpine Railway Systems tätig. Als Spezialist im Bereich der Schwellen weiß er um die enorme Wichtigkeit dieser oft unterschätzten Komponente.  

Die Schwelle sorgt mit ihrem Querverschiebewiderstand dafür, dass das Gleis stabil bleibt, sich nicht verformt und der Zug nicht entgleisen kann.  

Der Schotterverschleiß zählt zu den wesentlichen Herausforderungen. Größere Auflageflächen helfen, sind jedoch technisch begrenzt.  

Deshalb besteht die Herausforderung darin, innerhalb dieser technischen Grenzen eine möglichst große Auflagefläche und damit eine optimale Lastverteilung zu erreichen.

Hier geht es zum vollständigen Interview

Digitalisierung: Mehr Transparenz durch innovative Technologie

Sandra Baltic, Digitalisierungsexpertin, arbeitet seit drei Jahren bei voestalpine Railway Systems. Parallel zur kontinuierlichen Weiterentwicklung der physischen Komponenten schreitet auch die Digitalisierung stetig voran.  

Mithilfe von Technologien - wie RFID - können wir jede Schiene präzise identifizieren, lokalisieren und ihren Zustand über die gesamte Lebensdauer nachverfolgen.

Das Ziel: ein digitaler Zwilling des Schienennetzes.   

Für Kund:innen bietet das die Möglichkeit zu Performance-Vergleichen, einer performancebasierten Komponentenauswahl sowie planbare Gleiseingriffe und eine höhere Netzverfügbarkeit.

Hier geht es zum vollständigen Interview

Lebenszyklus und Kreislaufwirtschaft: Nachhaltigkeit neu gedacht

Als Systemexperte für Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft steht für Christian Aichberger fest: Nachhaltigkeit im Gleis beginnt mit der Betrachtung über den gesamten Lebenszyklus. Eine entscheidende Rolle spielt dabei die Lebensdauer der einzelnen Komponenten.   

Hält ein Produkt doppelt so lange, können sich die Emissionen über den Zeitraum praktisch halbieren, weil weniger Neuproduktion notwendig ist.

Deshalb rücken Themen wie Wiederverwendung und Kreislaufwirtschaft immer mehr in den Fokus. 

Gerade in den weniger belasteten Bereichen bietet sich die gezielte Weiterverwendung von geeigneten Altweichen anstelle von neu produzierten Weichen an.

Hier geht es zum vollständigen Interview

Systemdenken, Lebenszyklusoptimierung und digitale Integration

Das leistungsfähige Gleissystem von voestalpine Railway Systems entsteht nicht allein durch die kontinuierliche Optimierung einzelner Komponenten, sondern durch das Verständnis und die gezielte Weiterentwicklung des Gesamtsystems. So schaffen wir es, Qualität und Performance ganzheitlich zu verbessern.