Forscherin Sarah: Stahl in den Genen
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Die gebürtige Linzerin Sarah L. ist in die Steiermark gekommen, um zu bleiben. Auch ihre Begeisterung für Stahl hat oberösterreichische Wurzeln. Denn ihre Eltern haben beide bei uns in Linz gearbeitet. Und auch Sarah L. hat in ihrer Schul- und Studienzeit während der Sommerferien dort schon in den Schichtbetrieb geschnuppert. Später, als sie bei uns in Linz ihre Diplomarbeit schrieb, hat sie schließlich ihre Leidenschaft für das Forschen entdeckt.
Im Oktober 2012, direkt nach ihrem Studium der Werkstoffwissenschaft an der Montanuniversität Leoben, nahm Sarah L. ihre Tätigkeit in der Produktentwicklungsgruppe bei uns in Kapfenberg auf. Ihre Arbeit besteht heute aus einer Kombination aus experimenteller Forschung und numerischen Vorhersagen, die miteinander abgeglichen werden. Damit gestaltet Sarah L. die Materialeigenschaften nach Kund:innen-Anforderungen und optimiert bestehende Verfahren. Beispielsweise beleuchtet das Team auch die Frage, wie sich Prozessschritte, zum Beispiel die Wärmebehandlungen, auf das Gefüge und die Eigenschaften des Materials auswirken.
„Wir entwickeln neue oder adaptierte Legierungen und optimieren ihre chemische Zusammensetzung oder die dazugehörigen Prozesse. Wir nutzen Simulationsprogramme, numerische Vorhersagen, metallographische Untersuchungsmethoden und verschiede Werkstoffprüfverfahren, um das Material bestmöglich zu verstehen. Damit verbessern wir die Eigenschaften des Werkstoffs, reduzieren Ausschuss oder realisieren Einsparungen. Es ist ein spannendes Feld mit vielen Möglichkeiten, frei zu forschen“, so Sarah L. „Das Spannendste an meiner Tätigkeit ist, dass wir unterschiedliche Untersuchungs- und Analysemethoden zur Hand haben, um die Mikrostruktur des Werkstoffs zu beschreiben.“
Derzeit konzentriert sich die Forscherin auf die Werkstoffgruppe der ausscheidungshärtenden Stähle. Im Fokus ihrer Projekte stehen die gezielte Beschreibung von Prozessschritten sowie die Verbesserung von Materialeigenschaften, wie beispielsweise die Zähigkeit dieser Stähle. Beim Forschen ist es für Sarah L. essenziell, Kreativität mit Struktur und Organisationstalent zu verbinden. Zusätzlich hilft der kreative Ansatz ihr dabei, komplexe Inhalte schneller zu strukturieren, Entscheidungskriterien gezielt herauszuhören und Lösungsansätze anschaulicher zu machen. Fokussiert und effizient zu arbeiten ist der Mutter einer dreijährigen Tochter und eines sechsjährigen Sohnes dabei genauso wichtig wie neuen Themen stets mit Offenheit zu begegnen.
Kontinuierliche Weiterentwicklung, sowohl beruflich als auch persönlich, und das Betrachten von Themen aus unterschiedlichen Perspektiven sind für Sarah L. entscheidend für erfolgreiche Forschung. „Neue Ansätze und gemeinsame Lösungen entstehen oft aus dem engen Austausch mit Kolleg:innen aus anderen Bereichen und den Betrieben“, erzählt Sarah L. In der Kreativität ihrer privaten Passion, dem Interior Design, findet sie zudem immer wieder ganz neue Impulse und Blickwinkel für ihre Forschungstätigkeit.
Die voestalpine ist ein weltweit führender Stahl- und Technologiekonzern mit kombinierter Werkstoff- und Verarbeitungskompetenz. Die global tätige Unternehmensgruppe verfügt über rund 500 Konzerngesellschaften und -standorte in mehr als 50 Ländern auf allen fünf Kontinenten. Sie notiert seit 1995 an der Wiener Börse. Mit ihren Premium-Produkt- und Systemlösungen zählt sie zu den führenden Partnern der Automobil- und Hausgeräteindustrie sowie der Luftfahrt- und Öl- & Gasindustrie und ist darüber hinaus Weltmarktführer bei Bahninfrastruktursystemen, bei Werkzeugstahl und Spezialprofilen. Die voestalpine bekennt sich zu den globalen Klimazielen und verfolgt mit greentec steel einen klaren Plan zur Dekarbonisierung der Stahlproduktion.