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voestalpine AG
Gesund und sicher: Soziale Verantwortung für unsere Mitarbeiter:innen

Gesund und sicher: Soziale Verantwortung für unsere Mitarbeiter:innen

Die Betriebsmedizinerin kümmert sich um die Patientin, welche im Behandlungsraum auf der Patientenliege liegt. Eine weitere Dame hängt eine Infusion auf den Ständer.
In diesem Artikel
 

Unsere oberste Priorität ist, dass unsere Mitarbeiter:innen so gesund wie sie in die Arbeit gehen, auch wieder nach Hause kommen. Dafür tun wir viel und wir entwickeln die Betriebliche Gesundheitsförderung sowie die Sicherheit am Arbeitsplatz seit vielen Jahren stetig weiter. Zwei zentrale Punkte spielen dabei eine entscheidende Rolle: Wir arbeiten kontinuierlich an der Reduktion der Unfallhäufigkeit und an der Erhöhung der Gesundheitsquote. Viele kleine und große, gut aufeinander abgestimmte Maßnahmen sind dafür nötig – von konzernweiten Sicherheitsstandards über periodisch abgehaltene Sicherheitsviertelstunden und Aufklärung, Sensibilisierung sowie Kurzvorträge zu Gesundheitsthemen (Gesundheit im Visier) bis hin zur optimalen Versorgung von Patient:innen.

Sicherheit und Gesundheit bestens organisiert

health & safety ist bei uns organisatorisch fest verankert. „Corporate health & safety“ wird vom Chief health & safety Officer geleitet, untersteht direkt dem Vorstand der voestalpine AG und fördert die konzernweite Zusammenarbeit bei Sicherheit und Gesundheit. Gemeinsam mit einem health & safety Committee, das aus Mitarbeiter:innen der vier Divisionen und dem Betriebsrat besteht, arbeitet „Corporate health & safety“ intensiv an der Reduktion der Unfallhäufigkeit. Diese wurde seit 2016 um 60 % reduziert.

Unser klares Ziel ist es, alle berufsbedingten gesundheitlichen Schäden zu verhindern – egal ob durch Unfälle oder andere Einflüsse am Arbeitsplatz verursacht. Die Grenzen sind oft fließend, die intensive Zusammenarbeit zwischen Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit daher essenziell.

Markus M.
Arbeitssicherheit

Die LTIFR gibt die Unfallhäufigkeit als Anzahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle mit mehr als drei Ausfallstagen je einer Million geleisteter Arbeitsstunden an. Schon in den letzten Jahren konnte die LTIFR stark reduziert werden – Maßnahmen und Aufklärung sei Dank! Die Implementierung – divisional zusammenzuarbeiten – unterstützt, dass wir eine aktive health & safety-Kultur leben, in der die Kolleg:innen im Arbeitsalltag auf sich und andere schauen. Die Gesundheitsquote von 95,4 % (GJ 2024/25) bestätigt, dass unsere betriebliche Gesundheitspolitik gut funktioniert. An vielen Produktionsstandorten sind unsere health & safety Aktivitäten in ein eingeführtes und gelebtes Arbeitsschutzmanagementsystem (ISO 45001) eingebettet.

 

Gütesiegel für Gesundheitsförderung erneut erhalten

Der Steel Division wurde für die Periode 2025 bis 2027 und zum wiederholten Male, das Gütesiegel des Österreichischen Netzwerks für Betriebliche Gesundheitsförderung (ÖNBGF) verliehen. Ein zentraler Bestandteil der BGF-Initiativen ist die Förderung eines wertschätzenden und respektvollen Umgangs unter den Mitarbeiter:innen sowie eine Förderung der psychischen Gesundheit durch edukative Maßnahmen. Diese sollen zu einer Enttabuisierung des Themas beitragen. Die Steel Division bietet den Mitarbeitenden Zugang zu einer raschen und vertrauensvollen klinisch-psychologischen Beratung sowie Schulungen und Workshops zu Themen wie Stressmanagement und Achtsamkeit.

 

Auch viele Gesellschaften der Metal Engineering Division mit Standorten in Österreich sind mit diesem Gütesiegel ausgestattet. Dies bestätigt die Professionalität unserer Gesundheitsförderungsprogramme und anderer Initiativen, die dem Wohl und der Sicherheit unserer Mitarbeiter:innen zuträglich sind, wie z. B. dem Steel Division-Programm „WIR“ zur Förderung eines respektvollen und wertschätzenden Umgangs untereinander.

Vielen unserer Gesellschaften in Österreich wurde das Gütesiegel des Österreichischen Netzwerks für Betriebliche Gesundheitsförderung zugesprochen. Es zeigt, dass wir professionell und konsequent die Gesundheit unserer Mitarbeiter:innen fördern.

Dagmar W.
Gesundheitsmanagement

Um all das zu erreichen und auch für die Zukunft sicherzustellen, braucht es Konkretes. Um in der Welt der Medizin zu bleiben: Das Herz-Kreislaufsystem ist das Zusammenspiel aus Betrieblicher Gesundheitsförderung und Arbeitssicherheit.

Flächendeckende Gesundheitsversorgung

An den beiden größeren Standorten in Österreich betreiben wir eigene arbeitsmedizinische Zentren. In der Linzer Betriebsmedizin gibt es neben der Arbeitsmedizin noch eine eine Krankenanstalt im Sinne eines selbstständigen Ambulatoriums für Allgemeinmedizin mit Schwerpunkt Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates. Es können hier z. B. akute Erkrankungen oder Verletzungen behandelt und rasch der eignen Physiotherapie zugeführt werden. Darüber hinaus werden Impfaktionen sowie klinisch-psychologische Beratungen angeboten und die arbeitsmedizinischen Zentren übernehmen die gesetzlich vorgeschriebene arbeitsmedizinische Versorgung.

 

Unsere Mitarbeiter:innen profitieren von Angeboten der Darm- und Hautkrebsvorsorge, und, da es sich bei der Betriebsmedizin auch um eine Reise- und Tropenmedizinstelle handelt, auch von der Beratung zu Gesundheitsschutz und Impfungen wenn es z.B. bei Dienstreisen oder im Urlaub in ferne Länder geht. Physiotherapiebehandlungen und Massagen fördern die körperliche Fitness und das Angebot „Starker Rücken“ – ein Online-Kurs, der zweimal pro Woche von einer diplomierten Physiotherapeutin geleitet wird – erreichte im Jahr 2025 in 66 Terminen insgesamt 2.503 bewegungsfreudige Kolleg:innen in Linz.

95,4%
Gesundheitsquote 2024/25 bestätigt, dass betriebliche Gesundheitspolitik funktioniert
80%
unserer Mitarbeiter:innen sind an einem Standort mit zertifiziertem Arbeitssicherheitssystem beschäftigt
91%
der wesentlichen Produktionsstandorte sind mit ISO 45001 zertifiziert

Arbeitsmedizinisches Zentrum der Metal Engineering Division

Das Leistungsspektrum des Arbeitsmedizinischen Zentrums der Metal Engineering Division in Donawitz erstreckt sich von der aktiven Unterstützung des gesamten betrieblichen Gesundheitswesens über die Gesundheitsförderung im Betrieb bis hin zur Erfüllung des Arbeiternehmer:innenschutzgesetzes. Sprich die Unterstützung der Arbeitnehmer:innen in Fragen zur Erhaltung und Förderung der Gesundheit am Arbeitsplatz, die Planung von Arbeitsstätten, Arbeitsmitteln, Arbeitsverfahren und Arbeitsstoffen sowie die Hilfestellung bei arbeitsphysiologischen, arbeitspsychologischen und ergonomischen Fragen. Ein zentrales Thema der Tätigkeit bilden die sogenannten §49-Untersuchungen, die vom Gesetzgeber vor Aufnahme von Tätigkeiten und in regelmäßigen Wiederholungsabständen verpflichtend vorgeschrieben sind. Wichtig ist auch die Organisation der Ersten Hilfe, Wiedereingliederungsmaßnahmen in den Arbeitsprozess und die Ermittlung und Beurteilung von Gefahren.

 

Seit etwa dreiJahren ist die Einrichtung in Donawitz ein Ambulatorium für berufsspezifische Diagnostik. Auf 750 m² stehen dort medizinische Möglichkeiten zur Verfügung, die es erlauben schnell Befunde zu erheben, z. B. Röntgen, EKG, Labordiagnostik, Ultraschall, u. v. m. Auch die Gratisimpfungen in Österreich, wie die Influenza-Impfung oder ab dem 60. Lebensjahr gegen Gürtelrose und Pneumokokken, werden im Rahmen der Gesundheitsförderung am Standort Donawitz angeboten. Das breit angelegte Service- und Dienstleistungspaket der Arbeitsmedizin in Donawitz wird auch von anderen steirischen Unternehmen für ihre Belegschaft genützt. An kleineren Standorten arbeiten wir mit ausgewählten externen Partner:innen zusammen. Oder wie am Standort Hamm (Deutschland), wo seit 2020 ein Physiotherapeut, der auch als Betriebssanitäter bei Notfällen zur Stelle ist, nicht nur die körperlichen Beschwerden seiner Kolleg:innen behandelt, sondern auch als Gesundheitsexperte in allen Gesundheitsfragen zur Verfügung steht. Er arbeitet zudem eng mit einer Arzthelferin, die einmal wöchentlich vor Ort ist, und dem Betriebsarzt zusammen.

Der Physiotherapeut behandelt den Patienten auf der Liege.
Ein Physiotherapeut in Hamm agiert als zentrale Gesundheitsansprechperson.

Arbeitssicherheit und Mitarbeiter:innen-Gesundheit gehen Hand in Hand

Arbeitssicherheit ist ein zentraler Bestandteil unserer Unternehmenskultur. Unser health & safety‑Kalender 2026 begleitet uns durch das Jahr, greift monatlich relevante Themen auf und fördert den Austausch. Erkenntnisse aus Safety Flashes ergänzen diesen Dialog, indem schwere Ereignisse standortübergreifend aufbereitet und Lernchancen sichtbar gemacht werden.
In der Metal Forming Division zeigen die Ereignisse der letzten Zeit, wie wichtig es ist, Risiken früh zu erkennen und Gefährdungen konsequent zu vermeiden. Die „Roten Linien“ setzen klare Grenzen bei Tätigkeiten mit potenziell lebensbedrohlichen Folgen und werden über ein mehrsprachiges E‑Learning vermittelt. Zusätzlich steht #safetystartswithme für gelebte Eigenverantwortung, bewusstes Eingreifen und die Haltung, dass Sicherheit bei jeder einzelnen Person beginnt.

 

Auch Uddeholm als einer der High Performance Metals‑Standorte verfolgt konsequent das Ziel „Zero Accidents“. Mehr als 6.000 Risikobeurteilungen, regelmäßige Sicherheitsrunden und ein starkes Meldewesen unterstützen die frühzeitige Risikoerkennung. Schulungen, offene Kommunikation und die kontinuierliche Weiterentwicklung der Sicherheitskultur sind dabei wesentliche Bausteine.

Die Metal Engineering Division setzt 2026 auf „Jetzt entscheiden, Unfall vermeiden“: Beinaheunfälle erkennen, richtig reagieren und Risiken stoppen, bevor schwere Unfälle entstehen.

Zeitgemäße Räume für Sicherheit und Gesundheit

In Linz haben Arbeitssicherheit und Gesundheit auch neue wirksame Orte erhalten. 2023 ist das sichergesund-Zentrum entstanden. Dort werden nicht nur Sicherheitsschulungen für unsere Mitarbeiter:innen abgehalten, sondern an verschiedenen Stationen sicherheitsrelevantes Verhalten trainiert. Gefährdungen können sozusagen „live“ und in sicherer Lernumgebung erlebt werden. Die Trainingsstationen spannen den Bogen von Ergonomie am Arbeitsplatz über Arbeitsmedizin bzw. -psychologie, elektrische und körperliche Gefahren bis hin zum richtigen Umgang mit Gefahrenstoffen sowie korrekter Ladungs- und Seilsicherung. Und an einer Virtual-Reality-Station trainieren die Mitarbeiter:innen das richtige Verhalten bei Arbeiten auf Kranbahnen. Wie die persönliche Schutzausrüstung gehandhabt wird, wird dort ebenfalls erklärt und vor allem ausprobiert. Denn durchs Selbermachen lernt man einfach am nachhaltigsten. Das sichergesund-Zentrum ist ein permanenter Ort, der bei den Trainingsteilnehmer:innen wortwörtliche bleibenden Eindruck hinterlassen soll.

Nur, wenn es uns gelingt, die Menschen in unseren Schulungen, Unterweisungen oder Beratungen wirklich zu berühren, haben wir sie auch tatsächlich langfristig erreicht. Daran arbeiten wir jeden Tag.

Sylvia H.
Betriebsmedizin

Die Krankenanstalt der Betriebsmedizin in Linz ist 365 Tage im Jahr für die gesundheitlichen Probleme der Mitarbeitenden geöffnet. Rund um die Uhr ist diplomiertes Gesundheits- und Krankenpflegepersonal vor Ort um rasch Hilfe zu leisten und im Bedarfsfall die weitere Versorgung zu veranlassen. Allgemeinmediziner:innen kümmern sich zu den Kernarbeitszeiten um Patient:innen und können auf moderne Diagnose- und zahlreiche Therapiemöglichkeiten (insbesondere physikalische Therapien) zurückgreifen.

Gesundheit und Sicherheit stehen bei uns an erster Stelle. Durch viele große und kleine Maßnahmen und Angebote sind wir Benchmark und damit auch Vorbild für andere Unternehmen bei der Arbeitssicherheit und der Betrieblichen Gesundheitsförderung.

FAQs zur betrieblichen Gesundheitsförderung in Linz und Donawitz

  • Die Vorträge unter dem Überbegriff „Gesundheit im Visier“ bieten die Möglichkeit, mit einem Fachexperten in direkten Kontakt zu treten, Das Vortragsportfolio wird laufend erweitert und die Vorträge finden vor Ort zum Teil in den Produktionshallen statt, sodass ein niedrigschwelliger Zugang zu Gesundheitsthemen ermöglicht wird.

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Wie unsere Betriebsmedizin in Linz organisiert ist erfahrt ihr in unserem Podcast.

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Die voestalpine ist ein weltweit führender Stahl- und Technologiekonzern mit kombinierter Werkstoff- und Verarbeitungskompetenz. Die global tätige Unternehmensgruppe verfügt über rund 500 Konzerngesellschaften und -standorte in mehr als 50 Ländern auf allen fünf Kontinenten. Sie notiert seit 1995 an der Wiener Börse. Mit ihren Premium-Produkt- und Systemlösungen zählt sie zu den führenden Partnern der Automobil- und Hausgeräteindustrie sowie der Luftfahrt- und Öl- & Gasindustrie und ist darüber hinaus Weltmarktführer bei Bahninfrastruktursystemen, bei Werkzeugstahl und Spezialprofilen. Die voestalpine bekennt sich zu den globalen Klimazielen und verfolgt mit greentec steel einen klaren Plan zur Dekarbonisierung der Stahlproduktion.