Vom Krieg zum LD-Verfahren
Die voestalpine ist einen weiten Weg gegangen. Aus dem ab 1938 – als Teil der nationalsozialistischen Kriegsindustrie – in Linz errichteten Eisen- und Stahlwerk entsteht 1945 die Vereinigte Österreichische Eisen- und Stahlwerke AG (VÖEST).
Mit der Bewältigung der Nachkriegswirren und dem Wiederaufbau beginnt die Erfolgsgeschichte des Unternehmens. Ein wichtiger Schritt dabei ist die Entwicklung des LD-(Linz-Donawitz-)Verfahrens, das ab 1952 die Stahlerzeugung revolutioniert. Heute werden weltweit über 60 Prozent des Stahls auf Basis dieser Technologie erzeugt.
Von der VÖEST zur VOEST-ALPINE
1973 kommt es zur Fusion mit der Oesterreichischen Alpine Montangesellschaft in Donawitz, 1978 zur Namensänderung auf VOEST-ALPINE AG. 1985 steht der damalige Staatsbetrieb vor dem Bankrott: Das
Unternehmen bleibt nur mit staatlicher Unterstützung zahlungsfähig. Der Mischkonzern – mit mittlerweile knapp 70.000 Beschäftigten – wird zerschlagen.
Im Rahmen einer Neustrukturierung großer Teile der verstaatlichten Industrie entsteht 1988 die VOEST-ALPINE STAHL AG als Vorläufer der heutigen voestalpine AG.
Vom Staatsbetrieb zum international erfolgreichen Privatunternehmen
Im Oktober 1995 erfolgt die Teilprivatisierung des Unternehmens durch den Verkauf von 31,7 Prozent der Staatsanteile über die Börse. 2001 wird der Konzern mit der Strukturierung in vier operative Einheiten (Divisionen) – aufbauend auf der eigenen Stahlbasis – strategisch konsequent in Richtung Verarbeitung ausgerichtet.
Mit der Schaffung der neuen Organisationsstruktur erhält das Unternehmen wieder die Firmenbezeichnung voestalpine AG, gleichzeitig auch Dachmarke des Konzerns.
Neue Dimensionen
Im September 2003 erfolgt schließlich die vollständige Privatisierung über die Börse und die Begebung einer Wandelanleihe über die letzten 15 Prozent der Aktien im Staatseigentum. Diese wurde am 31. August 2005 realisiert und die voestalpine damit frei von jedem staatlichen Einfluss.
Vorläufiger Höhepunkt der Erfolgsgeschichte war das Geschäftsjahr 2006/07, das in allen Belangen mit Abstand beste Jahr in der Konzerngeschichte.
Nach der mehrheitlichen Übernahme der Böhler-Uddeholm AG im Sommer 2007 wurde die Konzernstruktur um eine weitere Division ergänzt und mit mehr als 40.000 Mitarbeitern eine neue Dimension in der
Größe der Unternehmensgruppe erreicht.
Vom Staatsbetrieb zum börsenotierten Unternehmen
Erfolgsgeschichte seit dem Börsegang