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Grüne Stahlerzeugung im EAF

Die Integration der beiden grünstrombetriebenen Elektrolichtbogenöfen in die Stahlproduktion ab dem ersten Halbjahr 2027 ermöglicht uns energieintensive Prozesse zu elektrifizieren und so bis 2029 rund 30 % an CO2-Emissionen einzusparen.

Neuer Rohstoff-Mix

Im Gegensatz zum bisherigen LD-Verfahren (Linz-Donawitz-Verfahren) fällt bei der Stahlproduktion in den grünstrombasierten EAFs der Einsatz der CO2-intensiven Kohle sowie Koks weg. Stattdessen kommt im Elektrolichtbogenofen ein Mix aus Schrott, flüssigem Roheisen und HBI zum Einsatz.

Die langfristige Versorgung mit HBI (Hot Briquetted Iron), Schrott, Roheisen und grünem Strom sind daher ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil. Als voestalpine sorgen wir für den steigenden Rohstoffbedarf entsprechend vor. Das benötigte HBI beziehen wir primär über die Direktreduktionsanlage in Texas/USA, die sich seit 2022 mehrheitlich im Besitz eines globalen Stahlproduzenten befindet. Wir haben mit dieser Beteiligung in Texas einen langfristigen Liefervertrag abgeschlossen.

Den Bedarf an Recyclingstoffen decken wir aus zwei Quellen ab: Erstens, durch die Wiederverwendung des eigenen Schrottes, der bei der Stahlerzeugung und Weiterverarbeitung anfällt und zweitens, durch langfristige Lieferbeziehungen für Schrott mit Kooperationspartnern. 

Das Roheisen kommt bis 2030 aus der traditionellen Hochofen-Route. Den Strombedarf planen wir durch langfristige Stromlieferverträge abzudecken. Zurzeit bestehen Lieferverträge einerseits mit dem nationalen und den regionalen Stromerzeugern als auch mit lokalen erneuerbaren Energieerzeugern sowohl aus Solar- und vor allem Wind-Quellen.

Was ist der Direktreduktionsprozess?

Im Direktreduktionsprozess wird HBI erzeugt, das als anspruchsvolles und umweltfreundliches Vormaterial für die Stahlproduktion genutzt werden kann. Dabei wird Eisenerz nicht mit Kohle und Koks, sondern unter Einsatz von Erdgas zu Eisen reduziert, wodurch weniger CO₂-Emissionen entstehen.

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