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Hy4Smelt & H2FUTURE: Zwei Meilensteine für die grüne Stahlproduktion

Hy4Smelt & H2FUTURE: Zwei Meilensteine für die grüne Stahlproduktion

Ein Mitarbeiter in Schutzkleidung geht vor einer Wand mit der Aufschrift „Unser Weg in eine grüne Zukunft – greentec steel“ auf dem Werksgelände der voestalpine vorbei.
In diesem Artikel
 

Mit Hy4Smelt entsteht am Standort Linz die weltweit erste Demonstrationsanlage, die eine wasserstoffbasierte Direktreduktion für ultrafeine Eisenerze (HYFOR®) mit einem elektrischen Schmelzprozess (Smelter) kombiniert. Das Ziel: Hochwertiges Roheisen – ganz ohne Kohle, sondern mit grünem Wasserstoff und Strom.

Was macht Hy4Smelt besonders?

  • Innovative Kombination: HYFOR® ermöglicht erstmals die Direktreduktion von Feinerzen mit Wasserstoff. Der erzeugte Eisenschwamm wird im Smelter elektrisch eingeschmolzen – analog zum Hochofen, aber fossilfrei.
  • Rohstoffeffizienz: Die Nutzung von Feinerzen erschließt neue Rohstoffquellen und erhöht die Flexibilität in der Versorgung.
  • Kreislaufwirtschaft: Die entstehende Schlacke wird als Rohstoff, z. B. in der Zementindustrie, weiterverwendet.
  • Dimension: Mit über 170 Mio. Euro ist Hy4Smelt das größte Klimaschutz-Forschungsprojekt Österreichs. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2027 geplant.

Partner und Förderung:

Hy4Smelt ist ein gemeinsames Projekt mit Primetals Technologies und Rio Tinto. Während Primetals Technologies die Entwicklung und Umsetzung der innovativen Anlagentechnologien verantwortet, bringt Rio Tinto seine Expertise und Eisenerze für den industriellen Praxistest ein. Das Projekt wird durch österreichische und europäische Förderstellen unterstützt.

H2FUTURE: Grüner Wasserstoff als Schlüssel

Ein zentrales Element für den Erfolg von Hy4Smelt ist die zuverlässige Versorgung mit grünem Wasserstoff. Genau hier setzt das Forschungsprojekt H2FUTURE an: Bereits seit 2019 betreibt voestalpine gemeinsam mit VERBUND am Standort Linz eine der weltweit am längsten laufenden PEM-Elektrolyseanlagen zur Erzeugung von grünem Wasserstoff.
Mit dem Folgeprojekt H2FUTURE-Follow-up wird die Anlage nun gezielt erweitert, um die Produktion, Reinigung, Speicherung und flexible Nutzung von Wasserstoff für industrielle Anwendungen – wie Hy4Smelt – weiter zu optimieren.

Was ist neu im H2FUTURE-Follow-up?

  • Erweiterung der Anlage: Neue Verdichtungs- und Reinigungsanlagen sowie fünf große Speichertanks ermöglichen die flexible Speicherung und bedarfsgerechte Bereitstellung von Wasserstoff.
  • Forschungsschwerpunkte: Verbesserung der Wasserstoffqualität (Reinheit, Druck) und Integration in industrielle Prozesse.
  • Systemdienstleistungen: Die Anlage bleibt am Regelenergiemarkt aktiv und trägt zur Netzstabilisierung bei.
  • Investition und Zeitplan: 16,4 Mio. Euro, Funktionstests ab 2026, Projektende 2029.

Mit Hy4Smelt und H2FUTURE setzen wir gezielt auf innovative Technologien, um die nächste Stufe der Dekarbonisierung der Stahlproduktion zu erreichen. Beide Projekte sind dabei zentrale Bausteine im Rahmen des umfassenden Transformationsprogramms greentec steel.

Meilensteine auf dem Weg in eine grüne Zukunft

  • Ab 2027: Grünstrombetriebene Elektrolichtbogenöfen in Linz und Donawitz ersetzen zwei Hochöfen.
  • Bis 2029: Reduktion der CO2-Emissionen um bis zu 30 % gegenüber 2019.
  • Langfristig: Net-Zero-CO2-Emissionen bis 2050.

Innovation für eine nachhaltige Zukunft

Hy4Smelt und H2FUTURE zeigen, wie wir mit technologischer Exzellenz und starken Partnerschaften die Dekarbonisierung der Stahlindustrie vorantreiben – und uns zur Vorreiterin für grünen Stahl machen.

Blog-Summary

Mit greentec steel leisten wir nicht nur einen wichtigen Beitrag, unseren weltweiten Kund:innen hochwertige Stahlprodukte mit geringerem CO2-Fußabdruck an die Hand zu geben. Wir schaffen in diesem Umfeld auch spannende, digitale Berufsfelder mit vielen beruflichen Chancen. Für unsere gemeinsame lebenswerte Welt von morgen, streben wir bis 2050 eine Stahlproduktion mit Net-Zero-CO2-Emissionen an.

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Die voestalpine ist ein weltweit führender Stahl- und Technologiekonzern mit kombinierter Werkstoff- und Verarbeitungskompetenz. Die global tätige Unternehmensgruppe verfügt über rund 500 Konzerngesellschaften und -standorte in mehr als 50 Ländern auf allen fünf Kontinenten. Sie notiert seit 1995 an der Wiener Börse. Mit ihren Premium-Produkt- und Systemlösungen zählt sie zu den führenden Partnern der Automobil- und Hausgeräteindustrie sowie der Luftfahrt- und Öl- & Gasindustrie und ist darüber hinaus Weltmarktführer bei Bahninfrastruktursystemen, bei Werkzeugstahl und Spezialprofilen. Die voestalpine bekennt sich zu den globalen Klimazielen und verfolgt mit greentec steel einen klaren Plan zur Dekarbonisierung der Stahlproduktion.