voestalpine und die Wasserstoffindustrie 2 Minuten Lesezeit
Innovation

voestalpine und die Wasserstoffindustrie

Volkmar Held
Als freier Autor berichtet Volkmar Held für voestalpine über Themen, die bewegen. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Storys reichen von der Archäometallurgie bis zu Zukunftstechnologien.

Mit dem wachsenden Bedarf an grünem Wasserstoff entsteht eine neue Industrie. Den damit einhergehenden Anforderungen stellt sich die voestalpine mit ihrem Know-how rund um Erzeugung, Transport und Speicherung des Energieträgers der Zukunft.

Wasserstoff – das ist das unsichtbare Medium, das die Dekarbonisierung von Industrie, Verkehr und Energieversorgung ermöglichen soll. 2050 werde das Gas bis zu 20 % des europäischen Energiebedarfs decken können, wird prognostiziert. Der Bedarf läge dann bei 2.500 TWh, das entspricht ungefähr 75 Mio. Tonnen Wasserstoff.

Wasserstoffindustrie mit Zukunft.

Im Wesentlichen wird es nachhaltig erzeugter Wasserstoff sein, der als Energieträger bzw. als Reduktionsmittel (z. B. in der Eisen- und Stahlindustrie) die Dekarbonisierung ganzer Industriezweige möglich macht. Ein Energieträger, der erzeugt, transportiert und gespeichert werden muss. Demzufolge sollen bis 2030 nach konservativen Schätzungen allein für Pipelines, mobile und ortsfeste Speicher Investitionen in der Höhe von 60 bis 67 Mrd. Euro vorgenommen werden; bis 2050 könnten sie eine Höhe von 95 bis 140 Mrd. Euro erreichen.

Der dynamische Wasserstoff-Markt.

Wasserstoff spielt eine bedeutende Rolle bei der globalen Dekarbonisierung. 93 Staaten haben laut Hydrogen Council eigene Wasserstoffstrategien zur Erreichung der Klimaneutralität angenommen, 39 davon haben bereits verbindliche politische Strategien angepasst und statten sie mit finanziellen Mitteln aus. Dieses Vorgehen spiegelt sich auch in Plänen der Industrie wider.

"Konkret sehen wir, dass Unternehmen zunehmend Pläne zur Erzeugung von Wasserstoff in immer größeren Anlagen ankündigen und umsetzen – und in den verschiedensten Sektoren entsprechende Investitionen zu seinem Transport und seiner Speicherung planen, z. B. im Energie- und Mobilitätsbereich, im Maschinenbau und in der Schwerindustrie"
Markus Borz, voestalpine Konzernentwicklung

voestalpine Know-how für die Anlagenentwicklung der Wasserstoffindustrie

 

Globale Analysten resümieren, dass Wasserstoff das Potenzial besäße, sich zu einem großen Geschäft zu entwickeln, da viele Länder Milliarden für den Ausbau der Infrastruktur bereitstellen und in aller Welt Projekte gestartet werden:

Für Klimaneutralität bis 2050 (lt. Hydrogen Council, 2021)

  • sind 520 Großprojekte weltweit angemeldet und
  • besteht Investitionsbedarf von 700 Mrd. USD.

Bereit für Wasserstoff

Eine Umstellung auf Wasserstoff als Energieträger birgt material- und prozesstechnische Herausforderungen. voestalpine verfügt über Know-how, um ihnen zu begegnen.

Voestalpine und die Wasserstoffindustrie

Viele Gesellschaften des Konzerns können bereits ihr Wissen und ihre Erfahrungen im Wasserstoff-Sektor den Kunden zur Verfügung stellen. Forschung und Produktion von voestalpine-Gesellschaften beispielsweise auf dem Gebiet sauergasbeständiger Komponenten zahlen sich auch in der Wasserstoffindustrie wirtschaftlich aus. Vor allem bei Nahtlosrohren und Grobblech für Transport- und Speicherlösungen sowie bei Schweißzusatzwerkstoffen leistet voestalpine bereits konkrete Beiträge im Kundenauftrag.