Binder Jetting erfordert Stahl- und Legierungspulver mit kontrollierter Partikelgrößenverteilung, hoher Reinheit und definiertem Sinterverhalten. Zu den wesentlichen Qualitätsmerkmalen zählen zertifizierte Pulverchargen, vorhersehbares Schrumpfungsverhalten, validierte Entbinderungs- und Sinterprozesse sowie Prüfverfahren zur Sicherstellung von Dichte, Bauteilintegrität und reproduzierbarer Qualität.
Die Binder-Jetting-Technologie (BJT) ist ein additives Fertigungsverfahren, bei dem Metallpulver selektiv durch ein Bindemittel verbunden und anschließend durch Entbindern und Sintern verdichtet wird. Die Eigenschaften der Endbauteile werden dabei maßgeblich von der Pulverqualität sowie dem Verhalten während der Nachbearbeitung bestimmt. Bauteildichte, mechanische Kennwerte und Maßgenauigkeit hängen in hohem Maße von den Pulvereigenschaften und den thermischen Prozessschritten ab. Die eingesetzten Werkstoffe müssen daher ein gleichmäßiges Sinterverhalten, eine kontrollierte chemische Zusammensetzung sowie ein vorhersehbares Schrumpfungsverhalten während der Wärmebehandlung aufweisen.
Zu den im Binder-Jetting-Verfahren häufig eingesetzten Werkstoffen zählen niedriglegierte Stähle, nichtrostende Stähle, Werkzeugstähle sowie Nickelbasislegierungen. Die Pulver werden in der Regel auf eine hohe Packungsdichte und eine gleichmäßige Partikelgrößenverteilung optimiert, um homogene Grünlinge und eine minimierte Verformung während des Sinterns zu gewährleisten. Eine hohe Werkstoffreinheit, niedrige Sauerstoffgehalte und eine stabile Legierungszusammensetzung sind entscheidende Voraussetzungen, um Porosität, inhomogenes Kornwachstum und eine Beeinträchtigung der mechanischen Eigenschaften zu vermeiden.
Zu den wesentlichen Qualitätsmerkmalen zählen zertifizierte Pulverchargen mit vollständiger Rückverfolgbarkeit, kontrollierte Handhabungs- und Wiederverwendungsprozesse für Pulverwerkstoffe, validierte Entbinderungs- und Sinterzyklen sowie Strategien zur Maßkompensation während der Schrumpfung. Metallurgische Untersuchungen, Dichteprüfungen und zerstörungsfreie Prüfverfahren stellen sicher, dass Binder-Jetting-Bauteile die geforderten strukturellen und funktionalen Eigenschaften erfüllen und eine Leistungsfähigkeit erreichen, die mit konventionell gefertigten Komponenten vergleichbar ist.
Der neu entwickelte, zum Patent angemeldete BÖHLER E185 AMPO ist ein Pulver für die additive Fertigung, das die höchsten Anforderungen aus verschiedenen Branchen erfüllt, vom Motorsport über technische Komponenten bis hin zu Prototypanwendungen aller Art. Dieser niedriglegierte Stahl mit einfacher Verdruckbarkeit und der Möglichkeit zur Oberflächenbehandlung (z.B. Einsatzhärten oder Nitrieren) wurde speziell für die Anforderungen der 3D-Druckindustrie entwickelte. Der Werkstoff zeigt eine ausgezeichnete Kombination aus Festigkeit und Zähigkeit.
WeiterlesenDer L175PA zeichnet sich durch eine hohe Zugfestigkeit, in Verbindung mit einer sehr guten Duktilität aus. Aufgrund seiner Biokompatibilität und Korrosionsbeständigkeit wird er oft in der orthopädischen Chirurgie als Gelenkersatz bzw. als Teil verschiedenster Implantate verwendet, sowie in der Dentaltechnik. Eigenschaften > Korrosionsbeständig > hohe Elastizität > hohe Härte
WeiterlesenBÖHLER L625 AMPO ist eine unmagnetische korrosion- und zunderbeständige Nickelbasis-Legierung. Hohe Zähigkeit und Festigkeit von tiefsten Temperaturen bis 1000°C. Gute Verdruckbarkeit.
WeiterlesenDer BÖHLER L718 AMPO zählt zu den aushärtbaren Nickelbasis – Superlegierungen. Dieser hochwarmfeste Werkstoff zeigt gute Festigkeitseigenschaften bei erhöhten Temperaturen bis zu 750°C, sowie eine ausgezeichnete Kriechbeständigkeit bis 700°C. Hinzu kommen ausgezeichnete Korrosionsbeständigkeit und gute Verdruckbarkeit. Im Wesentlichen kann mit gedruckten Bauteilen aus diesem Pulver, dieselben Eigenschaften erreicht werden wie mit dem Stabstahl.
WeiterlesenDer Böhler L718 API AMPO zählt zu den aushärtbaren Nickelbasis – Superlegierungen. Dieser hochwarmfeste Werkstoff zeigt gute Festigkeitseigenschaften bei erhöhten Temperaturen bis zu 750°C, sowie eine ausgezeichnete Kriechbeständigkeit bis 700°C. Hinzu kommen ausgezeichnete Korrosionsbeständigkeit und gute Verdruckbarkeit. Im Wesentlichen kann mit gedruckten Bauteilen aus diesem Pulver, dieselben Eigenschaften erreicht werden wie mit dem Stabstahl.
WeiterlesenDer BÖHLER M789 AMPO ist ein Maraging Stahl, welcher die Festigkeitseigenschaften des 1.2709 mit der Korrosionsbeständigkeit eines 17-4PH vereint. Diese zum Patent angemeldete Marke, lässt sich ohne jegliche Vorwärmung einfach verdrucken und erreicht durch einfache Wärmebehandlung eine Härte von 52 HRC. Zudem zeichnet sich dieser Werkstoff durch hervorragende Polierbarkeit aus. Geeignet für jede Applikation wo Härten größer 50 HRC und Korrosionsbeständigkeit notwendig sind, wie z.B. Einsätze im Kunststoffspritzguss mit konturnaher Kühlung.
WeiterlesenDer N700 (17-4 PH) zählt zu den aushärtbaren nickelmartensitischen Werkstoffen. Dank seiner Legierungslage weist dieser Werkstoff eine hervorragende Korrosionsbeständigkeit auf. Kann ohne zusätzliche Erwärmung des Bauraums sehr einfach verdruckt werden und erreicht nach dem Lösungsglühen und Auslagern Härten bis ca. 40 HRC.
WeiterlesenDer BÖHLER W360 AMPO ist das Pulver-Pendant zum W360 ISOBLOC Stabstahl. Durch seine chemische Zusammensetzung zählt der Werkstoff zur Produktgruppe der Warmarbeitsstähle, erreicht nach dem Härten und Anlassen eine Härte bis 57 HRC bei sehr guten Zähigkeitseigenschaften. Der Werkstoff zeichnet sich vor allem durch hohen Warmverschleißwiderstand, Warmfestigkeit und – zähigkeit aus. Anwendungen: gedruckte Bauteile mit konturnaher Kühlung für Einsätze im Druckguss, Verschleißschutzschichten und Reparaturarbeiten im Formenbau durch Laserauftragsschweißen.
WeiterlesenAushärtbarer Nickelmartensitischer (Maraging) Werkstoff, W.Nr. 1.2709, welcher eine gute Kombination aus Festigkeit und Zähigkeit bietet. Kann ohne zusätzliche Erwärmung des Bauraums sehr einfach verdruckt werden. Die erreichbare Härte von 55 HRC macht diesen Werkstoff zu einer Universallösung für Werkzeugstahlanwendungen in denen konturnahe Kühlung benötigt wird, beispielsweise Einsätze im Druckguss.
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