Musikalischer Stockerlplatz

Platz 3 in der Höchststufen-Kategorie „Eccellenza“ erreichte das voestalpine Blasorchester beim internationalen Blasorchesterwettbewerb „Flicorno d’oro“ in Riva del Garda. Insgesamt 37 Orchester traten dort in sieben verschiedenen Kategorien an. 

In der Höchststufe werden perfektes „Handwerk“ und herausragende Spieltechnik vorausgesetzt - den Unterschied in der Bewertung macht hier die musikalische Interpretation der Werke, welche die Musik erst zum Leben erweckt. 

Das voestalpine Blasorchester konnte vor allem beim Pflichtstück punkten: A Concert for Symphonic Band von Pedro Salinas Robles schildert klanggewaltig das Schicksal eines Menschen, der an Krebs erkrankt, mit seiner Diagnose ringt, jedoch in Folge Zuversicht schöpft und schließlich den Kampf gegen die Krankheit aufnimmt - und gewinnt. 

Beim Selbstwahlstück Lincolnshire Posy von Percy Aldridge Grainger zeigten die Musikerinnen und Musiker bei den verschiedenen Kurzstücken sehr gutes Zusammenspiel und setzten die verschiedenen Rhythmen überaus klar um — was generell die Stärke des Orchesters ist. Mit der eigenen Interpretation mancher Kurzstücke konnten jedoch nicht alle Jurymitglieder restlos überzeugt werden, sodass am Ende ein paar Punkte zum Sieg fehlten. 

Aber: In der Höchststufe mit 88,06 Punkten an dritte Stelle gereiht zu werden - hinter den Top-Orchestern Bläserphilharmonie Aachen (2. Platz mit 90,83 Punkten) und Orchestra di Fiati Cittá di Ferentino (1. Platz mit 93,04 Punkten) - ist ein großer Qualitätsbeweis für das Werksorchester der voestalpine. 

Dieser Erfolg zeigt eindrucksvoll, dass das voestalpine Blasorchester nicht nur musikalisch auf höchstem Niveau spielt, sondern vor allem durch seinen außergewöhnlichen Zusammenhalt und gelebten Gemeinschaftssinn jene besondere Qualität erreicht, die großartige Orchester auszeichnet.