Ein Auslandspraktikum bietet die Möglichkeit, berufliche Kompetenzen in einem neuen Umfeld zu vertiefen und gleichzeitig wichtige persönliche Erfahrungen zu sammeln.
Als angehender Industriekaufmann an unserem Standort in Sainerholz hatte Jakub die Gelegenheit, drei Wochen in einem Hotel in Dublin zu arbeiten. Dabei sammelte er nicht nur spannende fachliche Einblicke, sondern auch wertvolle Erfahrungen im internationalen Umfeld.

Ready for Takeoff: So läuft die Organisation
Das Praktikum wird über Erasmus+ organisiert, einem europäischen Programm zur Förderung von Auslandsaufenthalten für Auszubildende. Die Bewerbung? Ganz unkompliziert über die Berufsschule. Der Aufenthalt dauerte drei Wochen und beinhaltete eine gute Vorbereitung in Deutschland sowie Betreuung vor Ort.
– Jakub, Auszubildender als IndustriekaufmannEin Auslandspraktikum zeigt, wie vielfältig der eigene Beruf sein kann – besonders, wenn man in einem internationalen Umfeld arbeitet.
Arbeiten im Hotel – und was das mit der Ausbildung bei uns zu tun hat
Ein wesentlicher Teil der Arbeit bestand darin, beim Check-In und Check-Out zu unterstützen – alles auf Englisch! Fachlich gab es viele Parallelen zu den kaufmännischen Prozessen bei uns: etwa das Arbeiten mit digitalen Systemen, die strukturierte Erfassung von Daten und der direkte Kundenkontakt.
Die durchgehende Kommunikation auf Englisch machte die Tätigkeit abwechslungsreicher und anspruchsvoller. Besonders wichtig war Informationen präzise weiterzugeben, Rückfragen zu klären und Missverständnisse zu vermeiden – Fähigkeiten, die auch im kaufmännischen Bereich bei uns von großer Bedeutung sind.
– Jakub, Auszubildender als IndustriekaufmannDer Gästekontakt auf Englisch hat mein Selbstbewusstsein gestärkt – eine Kompetenz, die ich in meinem späteren Berufsalltag oft brauchen werde.
Der Arbeitsalltag gab auch einen guten Einblick in den Backoffice-Bereich. Für Jakub war die Mitarbeit an Buchungen, der Bearbeitung von Reservierungsanfragen und der Aktualisierung von Gästedaten besonders spannend, da diese Tätigkeiten klassischen Bürotätigkeiten in Verwaltungsabteilungen in seiner Ausbildung ähneln.
– Jakub, Auszubildender als IndustriekaufmannFür mich war es interessant zu sehen, wie wichtig strukturierte Abläufe und sorgfältige Dokumentation sind – etwas, das auch in der Ausbildung zum Industriekaufmann eine große Rolle spielt.
Ein weiterer Tätigkeitsbereich war die Unterstützung bei Schichtplänen. Hier durfte Jakub lernen, wie viel Organisation und Vorausplanung hinter einem reibungslosen Hotelbetrieb stecken. Die Einteilung der Mitarbeitenden muss fair, effizient und flexibel gestaltet werden – genau wie in großen Industriebetrieben, in denen Personaleinsatzplanung ebenfalls eine tägliche Herausforderung ist.
Die Erfahrungen bei seinem Auslandspraktikum in Dublin zeigten, wie wichtig organisatorische Fähigkeiten sind – unabhängig von der Branche.
Zwischen Lobby und Schreibtisch: Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Viele Tätigkeiten sind strukturell ähnlich zu den kaufmännischen Aufgaben, die Jakub aus seiner Ausbildung kennt. Viele Aufgaben im Hotel erfordern aber auch spontane Lösungen, da täglich viele unvorhersehbare Situationen entstehen können – etwas, das im beruflichen Alltag eines Industriekaufmanns seltener vorkommt.
Im internationalen Umfeld eines Hotels herrscht auch eine deutlich höhere und sich verändernde Sprachenvielfalt. Besonders die konstante Anwendung von Englisch ist nicht nur eine neue Herausforderung, sondern auch ein großer Lerngewinn. Das Praktikum hat gezeigt, wie wichtig Offenheit, Flexibilität und Kommunikationsstärke sind.
– Jakub, Auszubildender als IndustriekaufmannTagsüber belebter Hotelbetrieb, abends ein ruhiger Ausgleich im Wohnviertel Clonsilla. Dieser Kontrast half mir dabei, Dublin nicht nur beruflich, sondern auch kulturell kennenzulernen.

Wachsen durch Erfahrung
Jakub konnte seine Englischkenntnisse verbessern, selbstständig arbeiten und Verantwortung übernehmen, was sowohl in der Berufsschule als auch in seiner Ausbildung hilft, da diese Erfahrungen die Fähigkeit zur selbstorganisierten Arbeit stärken. Durch den Einblick in ein anderes Arbeitsumfeld kann man gut neue Perspektiven auf Abläufe gewinnen, die im Alltag manchmal selbstverständlich erscheinen. Die internationale Zusammenarbeit, der Austausch mit Kolleg:innen aus vielen Ländern und der Umgang mit Gästen aus der ganzen Welt zeigen, wie vielfältig kaufmännische Tätigkeiten sein können.
– Jakub, Auszubildender als IndustriekaufmannIch habe gelernt, schneller Entscheidungen zu treffen – eine Fähigkeit, die ich auch in meiner Ausbildung viel stärker anwenden möchte.
Jakubs #FavoriteMoments des Auslandspraktikums sind…
- die Stärkung der Fremdsprachenkenntnisse.
- die Einblicke in andere Arbeitswelten und Kulturen.
- die Förderung der Selbstständigkeit.
- die erlernten beruflichen Skills und die persönliche Entwicklung.
– Jakub, Auszubildender als IndustriekaufmannFür mich war der Aufenthalt in Dublin eine wertvolle Ergänzung zu meiner Ausbildung bei voestalpine um nicht nur beruflich weiterzukommen, sondern auch, um persönlich zu wachsen.