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SuSteel

H2FUTURE

H2FUTURE
"Grüner" Wasserstoff ist ein Hoffnungsträger für die Dekarbonisierung

Bei H2FUTURE handelt es sich um ein EU-gefördertes Projekt zur Erforschung ob die industrielle Produktion von grünem Wasserstoff langfristig fossile Energieträger in der Stahlproduktion ablösen kann. Dazu wurde die derzeit größte Wasserstoffpilotanlage in der Stahlindustrie am voestalpine-Standort in Linz errichtet. Partner des Projektes sind VERBUND, Siemens, Austrian Power Grid, K1-MET und TNO. Die Elektrolyseanlage verfügt über sechs Megawatt Anschlussleistung und gilt als die derzeit wirkungsvollste und modernste ihrer Art. Mit ihr wird getestet, ob die eingesetzte Technologie für eine großindustrielle Produktion von grünem Wasserstoff geeignet ist.

  • Wirkungsvollste und modernste Elektrolyseanlage (PEM-Technologie) zur CO₂-freien Erzeugung von grünem Wasserstoff in der Stahlindustrie & Demonstrationsprojekt für großindustrielle Produktion
  • Ausreichend erneuerbare Energien zu wettbewerbsfähigen Preisen als Voraussetzung für weitere großtechnische Umsetzung
  • Inbetriebnahme 2019
  • Versuchsprogramme laufen erfolgreich

SuSteel

SuSteel
Im Zentrum von SuSteel steht eine innovative Wasserstoff-Plasmatechnologie

Am Standort Donawitz, Steiermark entsteht derzeit im Rahmen des Projektes SuSteel (Sustainable Steelmaking) eine Versuchsanlage, an der die CO₂-freie Herstellung von Rohstahl in einem Prozessschritt mithilfe einer neuartigen Wasserstoff-Plasmatechnologie erforscht wird. In einer Art Lichtbogenofen wird hier künftig durch die Reduktion von Erzen mittels Wasserstoffplasma Stahl ohne Roheisenstufe erzeugt. Das bietet den Vorteil, dass lediglich gasförmiges, klimaneutrales Wasser als Endprodukt entsteht und CO₂-Emissionen damit vollständig vermieden werden könnten. An dem Grundlagenforschungsprojekt des Metallurgischen Kompetenzzentrums K1-MET, das auf einen sehr langfristigen Umsetzungszeitraum angelegt ist, ist neben der voestalpine Stahl GmbH und der voestalpine Stahl Donawitz GmbH auch die Montanuniversität Leoben beteiligt.

  • Reduktion von Erzen durch neuartige Wasserstoff-Plasmatechnologie
  • CO₂-Emissionen könnten vollständig vermieden werden
  • Grundlagenforschungsprojekt
  • Versuchsanlage am Standort Donawitz derzeit in Inbetriebnahmephase, Start Versuchsprogramm: Q2 2021

Hyfor

Ebenfalls in Donawitz läuft das Forschungsprojekt namens Hyfor von Primetals Technologies, voestalpine Stahl Donawitz GmbH, der Montanuniversität Leoben und K1-MET. Im Fokus steht der Bau einer Pilotanlage für die Reduktion von Eisenerzen im fluidisierten Zustand mittels Wasserstoff. Der dabei entstehende heiße Eisenschwamm könnte in einer Großanlage einem Elektrolichtbogenofen zugeführt oder zur Herstellung von heiß brikettiertem Eisenschwamm verwendet werden. Ziel der Forschungen ist es, damit die Datengrundlage für den späteren Aufbau einer großtechnischen Anlage zu schaffen. 

  • Reduktion von Eisenerzen mittels Wasserstoff
  • FFG- & COMET-gefördertes Forschungsprojekt
  • Bau & Inbetriebnahme der Pilotanlage am Standort Donawitz für 2021 geplant  
  • Ziel: Datengrundlage für den späteren Aufbau einer großtechnischen Anlage

Pyrolyse von Erdgas

In einem Industriekonsortium unter der Leitung von RAG Austria unterstützt die Steel Division die Montanuniversität Leoben bei der Evaluierung von Technologien zur sogenannten Pyrolyse von Erdgas. Bei diesem Verfahren wird Methan, der Hauptbestandteil von Erdgas, in Wasserstoff und festen Kohlenstoff gespalten. Damit ist eine CO2-neutrale Gewinnung des Wasserstoffs möglich. Der dabei anfallende Kohlenstoff gilt gleichzeitig als wertvoller industrieller Rohstoff, der z.B. für Elektroden in LI-Ionen-Batterien oder Elektrolichtbogenöfen weiterverarbeitet werden kann.

  • Evaluierung von Technologien zur Pyrolyse: Spaltung von Methan, Hauptbestandteil von Erdgas, in Wasserstoff und festen Kohlenstoff
  • Ermöglicht CO₂-neutrale Gewinnung von Wasserstoff
  • Kohlenstoff = industrieller Rohstoff (z.B. für Elektroden in LI-Ionen-Batterien oder bei der Elektrostahlerzeugung)
  • Derzeit Prozessanalyse bestehender Verfahren auf vorhandenen Versuchsanlagen durch die Montanuniversität Leoben
  • Auf Basis der Ergebnisse erfolgt die Festlegung auf eine Technologie & Entscheidung über Bau einer eigenen Demonstrationsanlage (Projektzeitraum: 2022-2027)

Underground Sun Storage 2030

Forschungsanlage Rubensdorf, Copyright: RAG Austria AG

Die saisonale, unterirdische Speicherung von großen Mengen an grünem Wasserstoff erforschen voestalpine und weitere Partner aus Industrie und Wissenschaft unter der Leitung von RAG Austria im Projekt Underground Sun Storage 2030. Dabei wird in den Sommermonaten Sonnenenergie mittels Elektrolyse klimaneutral zu reinem Wasserstoff umgewandelt, der anschließend in ausgeförderten Erdgaslagerstätten für die Wintermonate gespeichert wird. Um bis 2025 entsprechende Testreihen durchzuführen, ist der Bau einer Forschungsanlage an einem ehemaligen Erdgaslager in Gampern/Oberösterreich geplant. Die voestalpine untersucht zudem insbesondere die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten des gespeicherten Wasserstoffs in der energieintensiven Industrie. Das weltweit einzigartige Projekt wird im Rahmen des Energieforschungsprogrammes des Klima- und Energiefonds gefördert.

  • Umwandlung von Sonnenenergie mittels Elektrolyse zu grünem Wasserstoff
  • Speicherung in ausgeförderten Ergaslagerstätten für die Wintermonate 
  • Bau einer Forschungsanlage an ehemaligem Erdgaslager in Gampern/Oberösterreich
  • Untersuchung der Nutzungsmöglichkeiten in der energieintensiven Industrie 
  • Von WIVA P&G gefördertes Forschungsprojekt
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greentec steel steht für den hohen Qualitäts- und Technologieanspruch der voestalpine und ihren Fokus auf Nachhaltigkeit: Denn auch der „grüne“ Stahl wird höchste Qualitätsanforderungen erfüllen und Kunden technologisch maßgeschneiderte Lösungen bieten. Gleichzeitig leistet voestalpine sowohl mit ihren Forschungsaktivtäten, Technologien und Innovationen – als auch Stahl als wichtigen Bestandteil einer nachhaltigen Welt – langfristig einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele.

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