HYDROLINK®
Die hydraulische Kraftübertragung HYDROLINK® stellt eine Innovation des Entwicklungsgedankens des mechanischen Gestänges dar.
Aufbauend auf unserer mehr als 155 jährigen Tradition als Weichenbauer und der langjährigen positiven Partnerschaft mit unseren Kunden wurde das Produkt HYDROLINK® entwickelt, welches von der Funktionalität her einem mechanischen Gestänge gleichzusetzen ist. Darüber hinaus bietet es jedoch weitere Vorteile. Durch den Wegfall des mechanischen Gestänges wird kein seitlich freizuhaltender Raum mehr benötigt, die Lagestabilität der Weiche wird verbessert und auch bei der mechanischen Durcharbeitung des Oberbaus wird eine Beeinträchtigung vermieden. Um dies zu ermöglichen, werden die Übertragungsmechanismen in der Gleisachse verlegt und das mechanische Umstellgestänge durch ein „Hydraulisches Gestänge“ ersetzt
Komponenten und Design wurden so gewählt, dass einerseits ein Maximum an Verfügbarkeit erzielt wird und andererseits der Inspektions- und Wartungsaufwand so gering wie möglich gehalten wird. Entsprechend lange Intervalle für Inspektionen und Wartungen tragen neben der hohen Verfügbarkeit einen erheblichen Teil zu den niedrigen Life Cyde Cost (LCC) bei.
Bei einer Koppelung einer Zungenvorrichtung mit dem beweglichen Herzstück ist für dieses eine Endlagenüberwachung vorzusehen.
HYDROLINK® ist ein geschlossenes hydraulisches System. Das Prinzip des HYDROLINK® besteht darin, dass in einem mit dem ersten Verschluss verbunden Antriebszylinder beim Umstellvorgang Druck aufgebaut wird. Dieser Druck wird durch hydraulische Leitungen in die weiteren Verschlussebenen in der Zungenvorrichtung oder auch zum beweglichen Herz übertragen. Dort werden ebenfalls mit den Verschlüssen verbundene Umstellzylinder betätigt. Diese Hydraulikzylinder können auch Platz sparend in Trogschwellen montiert werden.
Vorteile und Eigenschaften
- Kein mechanisches Gestänge zwischen den Stellebenen
- Keine Justierungen oder Verspannungen aufgrund von Temperaturänderungen aus dem Umstellsystem
- Keine einseitige Belastung des schwingenden Oberbaus durch das mechanische Übertragungsgestänge (asymmetrisch schwingenden Massen)
- Lange Inspektions- und Wartungsintervalle durch Reduzierung mechanischer Einzelteile und einer gekapselten Ausführung zum Schutz vor externen Umwelteinflüssen
- Einbau-, wartungs- und reparaturfreundlich
- Kein Hindernis beim Stopfen
- Kein Lärm durch Vibrationen
- Geringer Platzbedarf
- Geringes Gewicht
- Vormontage im Werk bei komplett montierten Weichen
- Verwendbar in Kombination mit verschiedenen Antriebs- und Verschlusssystemen
- Auch zur Nachrüstung bestehender Weichen geeignet
- Niedrige Life Cycle Cost (LCC)
- Lebensdauerschmierung
Technische Attribute:
| Spurweiten | Unabhängig von der Spurweite einsetzbar, unter Berücksichtigung der konstruktiven Gestaltung des Verschlusses |
| Maximale Anzahl Stellebenen | 3 Ebenen, abhängig von der Kraft des Weichenantriebes und der konstruktiven Ausführung der Zungenvorrichtung bzw. Abstand zwischen Zungenvorrichtung und beweglichem Herz |
| Hübe | bis 240 mm |
| Übertragbare Umstellkraft (Übertragung) | 5000 bis 10000 N |
| Haltekraft Federmechanismus | ~1500 N |
| Umgebungstemperatur | -40 bis +80 °C |
| Aufschneidbarkeit | Gegeben, aber nicht im Regelbetrieb |
| Max. Betriebsdruck | 100 bar |
| Ölinhalt Hydrauliksystem | bis ca. 12 l |






