Walzstrasse
Walzstrasse
Die bestehende Walzstrasse wurde Anfang 2006 in Betrieb genommen und stellt einen kompletten Neubau dar. Die weltweit modernsten Technologien werden eingesetzt, um ausschließlich hochwertige Schienen (und keine anderen Walzprodukte) herzustellen. Die Experten von voestalpine Schienen waren auch an der Konzeption wesentlich beteiligt und haben die gesamte Installierung aktiv begleitet, um die herausragende Leistungsfähigkeit der Anlage zu sichern.
Unsere Philosophie, bei allen unseren Aktivitäten den Kundennutzen konsequent in den Mittelpunkt zu stellen, hat sich auch bei dieser Großinvestition nachhaltig bewährt. Die neue Walzstrasse stellt die Vollendung einer einzigartigen Hochleistungs-Wertschöpfungskette vom divisionseigenen Stahlwerk bis zur Just-in-Time Auslieferungslogistik dar.
Das Vormaterial wird in den Hubbalkenofen eingetragen, wo es auf Walztemperatur erhitzt wird. Der Vorblock wird dann in der Profil-Vorstraße auf einen vom Schienenprofil abhängigen Anstichquerschnitt für die Fertigstraße vorgewalzt und die weitere Umformung bis zur Schiene in der Fertigstraße vorgenommen. Dort wird in mehreren Umformschritten das fertige Schienenprofil hergestellt.
Die in alten Walzwerken notwendige Kaliber-Schmierung ist bei der eingesetzten modernen Technologie nicht mehr notwendig, was der Umwelt zu Gute kommt. Dank modernster Technologie wird eine so hohe Maßhaltigkeit erreicht, dass sonst übliche Profiltoleranzen deutlich unterschritten werden können. Der Walzenwechsel ist ebenso vollständig automatisiert, sodass ein Profilwechsel in kürzester Zeit durchgeführt werden kann. Aus diesem Grund wird die Profil-Fertigstraße zu Recht als "Ultra-Flexible Rail Mill" (UFR) bezeichnet.
Am Einlaufrollgang zum Kühlbett befindet sich die automatische Warmstempelmaschine. Damit wird die Laufnummer, d.h. der Name der Schiene, die Strangnummer und die Laufzahl in den Steg jeder Schiene in definierten Abständen in den Steg der Schiene eingeprägt.
Zwischen dem Rollgang und dem Hubbalkenkühlbett ist die Einrichtung zur Wärmebehandlung der Schienen positioniert. Das Verfahren der Härtung des Schienenkopfes aus der Walzhitze wurde in Donawitz entwickelt und ist als HSH®-Verfahren (Head Special Hardened) weltweit bekannt und patentgeschützt. Mit ihrem vollständig neuen, 2009 auf Basis der eigenen geschützten Technologie errichteten Hightech-Aggregat baut voestalpine ihre Position als weltweit führender Hersteller von wärmebehandelten Premiumschienen aus – zum nachhaltigen Nutzen der Infrastrukturbetreiber.
Schließlich werden die Schienen auf dem 125 m langen und 18 m breiten Hubbalkenkühlbett zur Abkühlung abgelegt. Danach werden sie als ungeteilte Walzlänge in die Rollenrichtmaschine eingeführt und dann über ihre gesamte Länge gerichtet. Die von uns gewählte Richtgeometrie - d.h. Rollendurchmesser und Richtrollenabstände - wurde aus jahrzehntelanger Erfahrung heraus festgelegt und gewährleistet, dass die gerichteten Schienen nicht nur gerade und eben, sondern auch äußerst spannungsarm sind.
Nach der Rollenrichtmaschine beginnt der Adjustagebereich, in dem die Schiene für den Versand fertiggestellt wird.
Unsere Angebote
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