voestalpine Böhler Welding

Duplex (Austenitisch-ferritisch) Edelstahl

25. Nov 2019

Duplex-Edelstähle haben eine zweiphasige Mikrostruktur mit ca. 50% Austenit und 50% Ferrit. Die chemische Zusammensetzung besteht typischerweise aus 21 – 25% Chrom, 1 – 7% Nickel, 0,10 – 0,27% Stickstoff und, falls verwendet, 1,5 – 4% Molybdän. 

Hyperduplex-Edelstähle sind mit bis zu 32% Chrom und 9% Nickel noch höher legiert. Der gebräuchlichste Duplexstahl ist 2205 (1.5562 / S32205, S31803).

Aufgrund des hohen Gehalts an Chrom, Stickstoff und der Zugabe von Molybdän zeichnen sich Duplex-Edelstähle durch ihre hohe Beständigkeit gegen Lochfraß- und Spaltkorrosion aus. So ist beispielsweise die Lochfraßbeständigkeit von 2205 deutlich höher als der von 316L.

Alle modernen Arten von Duplex-Edelstählen werden mit niedrigem Kohlenstoffgehalt hergestellt. Dies und die günstige Mikrostruktur machen sie widerstandsfähig gegen Sensibilisierung gegenüber interkristalliner Korrosion. Die Duplex-Mikrostruktur trägt auch zu einer hohen Beständigkeit gegen Spannungsrisskorrosion bei.

Duplex-Edelstähle vereinen die Eigenschaften von ferritischen und austenitischen Stählen. Die Streckgrenze ist bis zu doppelt so hoch wie bei austenitischen Stählen mit ähnlicher Lochfraßkorrosionsbeständigkeit und die Zähigkeit ist höher als bei ferritischen Stählen.

 

Weitere Informationen zur Schweißbarkeit von Duplex-Edelstahl finden Sie in unserem Stainless Steel Handbuch.