Sebastian Fuchs hat doppelt Zukunft: Als einer von Österreichs besten jungen Triathleten und Maschinenbautechnik-Lehrling bei der voestalpine Precision Strip in Böhlerwerk.

Lange Tage sind für den angehenden Maschinenbautechniker Sebastian Fuchs ganz normal. Obwohl der junge Mann aus Weyer in Oberösterreich erst 17 Jahre ist und auf der Mitarbeiterliste der voestalpine Precision Strip GmbH in Böhlerwerk als Lehrling geführt wird. Dort beschränkt sich sein Arbeitspensum selbstverständlich auf 38,5 Wochenstunden. Doch zu denen kommen im Wochenschnitt noch über 20 Stunden Training: Sebastian Fuchs ist ein hochbegabter Triathlet, der als Rennradfahrer, Langstreckenläufer und -schwimmer in Personalunion erklärtermaßen nach dem Motto „Disziplin und Training führen zum Erfolg!“ lebt.

Triumph in Wien

Die solchermaßen erreichten Erfolge können sich sehen lassen: In der soeben abgelaufenen Saison 2019 entschied der spitzensportliche Oberösterreicher den Wien Triathlon in seiner Altersklasse für sich, was ihm den 25. Gesamtrang eintrug. In Kitzingen in Deutschland wurde er dank starker Laufleistung Achter, und im burgenländischen Podersdorf belegte er unter den 194 Finishern den ausgezeichneten 12. Rang.

Rundum zufrieden ist er dennoch nicht: „Zu Saisonbeginn habe ich mit Materialproblemen gekämpft“, blickt der voestalpine-Lehrling zurück, „und mein Training war auch nicht ganz optimal.“ Obwohl er Beides durch Umstellungen und einen Trainerwechsel in den Griff bekam, musste er sein großes Ziel noch einmal auf 2020 verschieben: Ins österreichische Triathlon-Nationalteam einberufen zu werden.
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Dreifach Spitze

An Fuchs‘ Trainingsintensität auf dem Rennrad, im Sportbecken und mit den Laufschuhen an den Füßen wird es nicht scheitern. Über 6.000 km fährt der Triathlet jährlich auf den Fahrradtacho. Dazu kommen mehr als 2.300 Laufkilometer per anno sowie die rund 300 Kilometer, die Fuchs zwischen Neujahr und Silvester im Wasser abspult: „Als Triathlet musst du in jeder der drei Sportarten so gut sein wie einer, der ausschließlich Rad fährt, läuft oder schwimmt“, erklärt Fuchs, „es hilft dir nichts, wenn du in einer Disziplin sehr gut und in den anderen beiden Durchschnitt bist.“
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Wohlwollende Chefs

Mit seinem Lauf- und Radtrainer Christian Bruckner sowie Schwimmtrainer Winfried Bittner hat er zwei Betreuer, die sein intensives Trainingspensum gut steuern. Viel Unterstützung findet er auch auf Seiten seines Arbeitgebers:  „Meine Vorgesetzten sind da sehr verständnisvoll und wohlwollend, wenn ich wieder einmal Urlaub für einen Wettkampf oder ein Trainingslager brauche. Meistens werde ich in der Instandhaltung eingesetzt, wo meine Ausbilder darauf schauen, dass ich keine Spätschichten schieben muss, denn mit denen könnte ich die Trainingsintensität nicht durchhalten.“

Mit dem Rennrad zur Arbeit

Wenn das Wetter passt, macht Fuchs gerne auch einmal die 30 km zwischen seinem Lebensmittelpunkt Weyer und seiner Arbeitsstätte in Böhlerwerk nahe Waidhofen an der Ybbs zur Fahrradtrainingsstrecke. Zur Arbeit fährt er durchaus gerne, war es doch nicht zuletzt das freundliche Arbeitsklima, das ihn schon beim Schnuppern für die voestalpine Precision Strip gewonnen hat: „Die Kollegen waren schon damals nett und mir hat es auf Anhieb gefallen.“
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Die Ausbildung und den Sport unter einen Hut zu bringen, ist die eine Herausforderung. Die andere liegt in den beträchtlichen Kosten, die dem Triathleten aus seiner Leidenschaft erwachsen: Auf rund 20.000 Euro jährlich taxiert Fuchs den Aufwand für Anschaffungen wie ein neues Rad um 12.000 Euro und für die Reisen zu den Wettkämpfen oder zum dreiwöchigen Trainingslager in Australien und Neuseeland:

Ohne meine Sponsoren und vor allem ohne meine Eltern würde sich das nicht ausgehen.Sebastian Fuchs, Maschinenbautechnik-Lehrling, Böhlerwerk