Insgesamt 60 Lehrlinge des Ausbildungszentrums in Kapfenberg haben in acht Tagen in Kooperation mit der FH Technikum Wien eine digitale Miniaturfabrik geplant und gebaut. Mit diesem Projekt setzt der voestalpine-Konzern auf eine nachhaltige und zukunftsorientiere Lehrausbildung.

Die Digitalisierung und Automatisierung schreitet zügig voran – auch im voestalpine-Konzern. In Zukunft werden andere beziehungsweise neue Qualifikationen gefragt sein und sich neue Chancen in der Berufswelt auftun. Deshalb blickt man bereits heute im Kapfenberger Ausbildungszentrum von Böhler Edelstahl GmbH & Co KG in die Zukunft und setzt hier bei der Lehrlingsausbildung an. Am 18. Oktober 2017 wurde das hohe Engagement und die hohe Qualität der Lehrausbildung mit dem Staatspreis „Beste Lehrbetriebe“ ausgezeichnet. Eine große Rolle spielte hier unter anderem die digitale Lernfabrik.

Franz Rotter, Vorstandsmitglied der voestalpine AG und Leiter der High Performance Metals Division
Hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bilden die Basis für unseren internationalen Unternehmenserfolg. Daher hat insbesondere die Vorbereitung zukünftiger Fachkräfte auf eine zunehmend digitale und vernetzte Arbeitswelt bei uns schon während der Lehrausbildung oberste Priorität. Die Auszeichnung als bester Lehrbetrieb Österreichs unterstreicht einmal mehr die hohe Qualität der Ausbildung bei Böhler Edelstahl und bestärkt uns in unserem Weg, auch in der Lehre auf innovativste Technologien und Methoden zu setzen.Franz Rotter, Vorstandsmitglied & Leiter der High Performance Metals Division des voestalpine-Konzerns

Projekt „Digitale Lernfabrik“ in Kapfenberg

Diesen Juli haben 60 Lehrlinge des Ausbildungszentrums in acht Tagen und in Kooperation mit der FH Technikum Wien eine funktionierende digitale Miniaturfabrik geplant und gebaut. Insgesamt acht Tage lang rauchten in Kapfenberg die Köpfe: In kleinen Teams wurden Pläne gezeichnet, Anlagenteile konstruiert und mit dem hauseigenen 3D-Drucker ausgedruckt, Steuerungen, Antriebe und Roboter gebaut, die einzelnen Anlagenstationen assembliert und so die digitale Miniaturfabrik Schritt für Schritt realisiert.

Gemeinsam zum Erfolg

Coaching Sessions, kleinere Unterrichtseinheiten und Abstimmungstreffen unterstützten die Lehrlinge im Workshop. Und das mit beachtlichem Erfolg: Der Hochlauf der Fabrik gelang und die Produkte, Kunststoff- sowie Metallteile für einen „Fidget-Spinner“, hielten auch strengen Qualitätsprüfungen stand. Der reibungslose Ablauf der digitalisierten Miniaturfabrik und das große Engagement der Lehrlinge beeindruckten auch die Geschäftsführung. Claus Mittendorfer, kaufmännischer Geschäftsführer von Böhler Edelstahl, überzeugte sich vor Ort bei der Endpräsentation der Fabrik und gratulierte allen Teilnehmern und nahm natürlich einen eigenen Fidget Spinner mit nach Hause.