Beschleunigtes Verkleben als Basis für eine Serienfertigung von Elektrobandpaketen


Bei allen Vorteilen hatten bisherige Backlacksysteme den Nachteil einer relativ langsamen und trägen Verbackreaktion. backlack-v® mit Accelerator ist die High-Speed-Backlack-Innovation für Elektromotoren aller Größen und Bauarten, die auch einen Großserieneinsatz ermöglicht. Überzeugte backlack-v® schon unter anderem durch eine deutlich reduzierte Verbacktemperatur, wird nun auch die Verklebezeit durch die Kombination von backlack-v® + Accelerator auf ein Minimum reduziert.

backlack-v® mit Accelerator ist ein System für alle Anwendungsgebiete und Motorengrößen. Durch die extrem schnelle Reaktionsgeschwindigkeit beim Verbackprozess wird ein Ausquetschen selbst bei kleinsten Motoren vermieden. Auch wird durch die hohe Geschwindigkeit eine großserientechnische Produktion möglich.

Welche zusätzlichen Vorteile bietet die Verklebung mit backlack-v® + Accelerator

Neben den bekannten technologischen Vorteilen einer vollflächigen Verklebung mit Backlack – wie Designfreiheit, mechanische Stabilität, Beibehaltung der magnetischen Eigenschaften, eine höhere Wärmeleitfähigkeit sowie ein verbessertes akustisches Verhalten – bietet backlack-v® + Accelerator noch eine Reihe von zusätzlichen Vorteilen:

Geringste Verklebezeiten

Durch eine gezielte Temperatureinwirkung wird der Klebeprozess binnen kürzester Zeit aktiviert.

Kein Ausquetschen beim Verbacken

Selbst bei kleinsten Größen: Durch die hohe Reaktionsgeschwindigkeit wird ein Ausquetschen selbst bei kleinsten Bauteilen vermieden.

Niedrige Reaktionstemperatur

backlack-v® reagiert bereits bei geringeren Temperaturen, was zu einer kürzeren Aufheiz- und Abkühldauer führt.

Verbesserte hydrothermale und thermische Beständigkeit

backlack-v® + Accelerator führt zu einer signifikanten Steigerung der Alterungsbeständigkeit bei erhöhter Temperatur und hoher Feuchtigkeit.

Verbesserte Warmfestigkeit

Es werden deutlich höhere Festigkeiten bei erhöhter Temperatur im Vergleich zum Backlack Standard erreicht.

Großserientauglich

Die gesamte Fertigung kann in einem geschlossenen System erfolgen (Stanzen und Verkleben in einem Prozess).

Voraussetzung für das Erreichen dieser Vorteile ist ein optimal beschichtetes Vormaterial. Langjährige Erfahrung von voestalpine bei der Entwicklung und Verbesserung von Backlackystemen sowie optimale Beschichtungsverfahren des Grundwerkstoffes ermöglichen die Produktion eines Produktes, das sich neben hohen Klebekräften durch eine ausgezeichnete Verarbeitbarkeit auszeichnet.

Welche Schichtdicke ist die Richtige?


Schichtdicken im Bereich von 3-5 μm pro Seite erfüllen höchste Anforderungen im Hinblick auf Klebekräfte, mechanische Stabilität oder akustisches Verhalten. Doch selbst bei reduzierten Schichtdicken von 1-2 μm pro Seite bleibt durchaus ein Großteil der Backlack- Vorteile gegenüber konventionellen Fügeverfahren erhalten.

Hierzu zählen etwa Akustikverbesserung durch eine flächige, dämpfende Zwischenschicht und eine verbesserte Wärmeleifähigkeit durch Reduktion von Hohlräumen. Durch das Ausfüllen der Bereich zwischen den Lamellen mit Backlack weisen verklebte Pakete einen ausgezeichneten Stapelfaktor auf, vergleichbar mit konventionell beschichtetem Material (z.B. C5 Isolierung). Zusätzlich ergeben sich verbesserte magnetische Eigenschaften durch schädigungsfreies Fügen sowie Designfreiheit, da auf Fügepunkte keine Rücksicht genommen werden muss.

Auch in punkto Paketfestigkeit bieten sich, trotz dünner Klebeschicht mit einer reduzierten Klebekraft im Vergleich etwa zu stanzpaketierten Paketen, klare Vorteile- besonders bei dünnem Elektroband.

Fazit

Mit der Backlacktechnologie wurde der Grundstein für ein Elektrobandpaket gelegt, das den immer höher werdenden Anforderungen an Effizienz und Leistung von Elektromotoren gerecht wird. Durch die Verwendung von backlack-v® + Acceleratorlösung ist die Backlacktechnologie nun auch fit für einen großseriellen Einsatz, der auch in Punkto Produktivität der Pakete bisherige Geschwindigkeitsnachteile im Vergleich zu konventionellen Fügetechnologien wettmacht. Im Hinblick auf eine optimale Gesamtlösung lohnt es sich, die für die benötigten technologischen Eigenschaften erforderliche Schichtdicke kritisch zu hinterfragen.