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voestalpine mit neuem Rekordforschungsbudget von 184 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2019/20

8. Oktober 2019 | 

Permanente Innovation ist für die voestalpine eine zentrale Voraussetzung, um auf internationalen und technologisch anspruchsvollsten Märkten zu reüssieren. In den letzten zehn Jahren hat der Technologiekonzern sein Forschungsbudget kontinuierlich um insgesamt 70 Prozent gesteigert und gilt mit einem entsprechenden Etat von 184 Mio. Euro als eines der forschungsintensivsten Unternehmen Österreichs. Die Entwicklungsschwerpunkte liegen auf der forcierten Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungskette, innovativen Konzepten für die Mobilitätsindustrie sowie für eine CO2-reduzierte Stahlproduktion. Die voestalpine beschäftigt weltweit über 700 Forschungsmitarbeiter in 70 Konzerngesellschaften und zählt mehr als 3.000 eigene Patente.

Die voestalpine hat sich auf Basis ihrer intensiven Forschungs- und Entwicklungstätigkeit in den letzten Jahren als einer der führenden Technologielieferanten für die Automobil-, Bahninfrastruktur-, Luftfahrt-, Energie-, Werkzeugbau- und Konsumgüterindustrie etabliert.  

Eibensteiner

Das aktuelle Forschungsbudget von 184 Millionen Euro, das einer Zunahme von rund 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht, zeigt einmal mehr den hohen Stellenwert auf, den Innovation im voestalpine-Konzern einnimmt. Auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten werden wir konsequent in die Weiterentwicklung von neuen Produkten und Prozessen investieren, denn nur durch Spezialisierung und Qualität können wir unsere Position als weltweiter Player in anspruchsvollsten Produktsegmenten absichern.

Herbert Eibensteiner, Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG

Rund 100 Partner im In- und Ausland, darunter Universitäten, Fachhochschulen, Forschungsinstitute und Kompetenzzentren, bilden das wissenschaftliche Netzwerk der voestalpine. Darüber hinaus pflegt der Konzern intensive Entwicklungspartnerschaften mit seinen wichtigsten Kunden.

Smarte Produkte und E-Mobilität

Androsch

Sowohl produktions- als auch produktseitig eröffnen sich durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz laufend neue technologische Möglichkeiten. In einem eigenen Konzernforschungsprojekt widmen wir uns daher seit diesem Jahr dem Thema „Digital Products“, also der Weiterentwicklung einzelner Komponenten durch den Einbau von Sensoren und Aktoren zu digital vernetzten Systemen.

Franz Androsch, Forschungschef des voestalpine-Konzerns

Prominentes Beispiel dafür sind die volldigitalisierten Weichen der voestalpine, die Wartungsbedarfe in Echtzeit an den Streckenbetreiber melden. Derzeit in Entwicklung befindet sich etwa auch ein smarter Weinbergpfahl, der Wetter- und Umgebungsdaten mittels App laufend an den Winzer meldet. Im Wachstumsmarkt der Elektromobilität hat sich die voestalpine bereits erfolgreich mit ihren Innovationen positioniert. Nach der Markteinführung von Rotorkomponenten für hocheffiziente E-Motoren – sogenannten Elektrobandpaketen – entwickelt das Unternehmen derzeit einen modularen Batteriekasten für Elektroautos.

Digitalisierung, 3D-Druck und Dekarbonisierung im Fokus

Auf Prozessebene konzentrieren sich die Forschungsaktivitäten auf die zunehmende Vernetzung von Produktionsanlagen, an deren Ende eine durchgängige Datenerfassung von der Anlieferung des Rohstoffes bis zur Auslieferung des fertigen Teils stehen soll. Ein weiterer Fokus liegt auf der Additiven Fertigung (3D-Druck), bei der hochkomplexe Metallteile auf Basis von Computermodellen schichtweise aufgebaut werden. Die voestalpine betreibt bereits weltweit fünf Forschungszentren für dieses zukunftsweisende Verfahren. Darüber hinaus setzt sich der Konzern angesichts der weltweiten Klimaziele intensiv mit möglichen Szenarien einer CO2-reduzierten Stahlproduktion auseinander. In verschiedenen Projekten werden Technologien entwickelt, um langfristig von der koks-/kohlebasierten Hochofenroute über Hybridlösungen hin zum Einsatz von grünem Wasserstoff zu gelangen.

Der voestalpine-Konzern

Die voestalpine ist ein in seinen Geschäftsbereichen weltweit führender Technologiekonzern mit kombinierter Werkstoff- und Verarbeitungskompetenz. Die global tätige Unternehmensgruppe verfügt über rund 500 Konzerngesellschaften und -standorte in mehr als 50 Ländern auf allen fünf Kontinenten. Sie notiert seit 1995 an der Wiener Börse. Mit ihren qualitativ höchstwertigen Produkt- und Systemlösungen aus Stahl und anderen Metallen zählt sie zu den führenden Partnern der Automobil- und Hausgeräteindustrie sowie der Luftfahrt- und Öl- & Gasindustrie. Die voestalpine ist darüber hinaus Weltmarktführer bei kompletten Bahninfrastruktursystemen sowie bei Werkzeugstahl und Spezialprofilen. Im Geschäftsjahr 2018/19 erzielte der Konzern bei einem Umsatz von 13,6 Milliarden Euro ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 1,6 Milliarden Euro und beschäftigte weltweit knapp 52.000 Mitarbeiter.