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voestalpine Archiv Linz

Geschichte des Archivs

Seit 1998 wird am Standort Linz ein wissenschaftlich historisches Archiv betrieben. Am Anfang stand die Aufarbeitung der Thematik der NS-Zwangsarbeit am Standort Linz durch die Historikerkommission. 

Das gesichtete Archivmaterial (Lohn- und Personalunterlagen, Verwaltungsakten) aus den Jahren 1938-1945 wurde im „Dokumentationszentrum“ verwahrt. Dieses erweiterte in der Folge kontinuierlich seine Bestände zur Geschichte der voestalpine AG und ihrer Vorgängerunternehmen im Zeitraum 1938-2010.

Im Sommer 2017 erfolgte der Umbau des Dokumentationszentrums in ein vollwertiges Unternehmensarchiv nach internationalen Standards. Die vorhandenen Unterlagen wurden neu systematisiert und in Bestände und Serien gegliedert sowie in einer Datenbank beschrieben und verzeichnet. Zahlreiche neue Unterlagen der Jahre 1945 bis heute wurden und werden übernommen und im Archiv fachgerecht unter geeigneten klimatischen Bedingungen gelagert.

Aufgaben und Zielsetzungen

Das voestalpine Archiv Linz sichert die historische Überlieferung der voestalpine und insbesondere des Standorts Linz als Sitz der Konzernzentrale. Die Bestände des Archivs werden kontinuierlich durch Unterlagen aus den Fachbereichen der voestalpine AG, der voestalpine Stahl GmbH sowie deren Vorgängerunternehmen ergänzt.

Unterlagen dieser Unternehmen sollen dem Archiv angeboten und von diesem laufend übernommen werden. Es übernimmt dabei nur archivwürdiges Material. Diese Sammlungsstrategie des Archivs ist bestimmt von den Faktoren Rechtssicherheit, Organisation sowie Kultur und Geschichte.

Das voestalpine Archiv Linz gewährleistet:

  • Die sichere Verwahrung aller übergebenen Unterlagen
  • Eine einheitliche Verzeichnung in Anlehnung an ISAD (International Standard Archival Description)
  • Die Verfügbarkeit von Informationen unter Einhaltung der rechtlichen Normen.

Das voestalpine Archiv Linz bzw. der Bereich Group History and Documentation /Abteilung Group Communications  ist Ansprechpartner für interne und externe Anfragen zur Geschichte der voestalpine, verantwortlich für die Inhalte des Zeitgeschichte MUSEUM (www.voestalpine.com/zeitgeschichte) und erstellt die Übersicht zur Geschichte der voestalpine auf der Corporate Website.

Bestände

Das voestalpine Archiv Linz besteht aus einem Dokumentenarchiv mit aktuell rund 1800 Archivboxen, einer Bibliothek sowie einem Foto- und Medienarchiv. Sämtliche Bestände sind in einem digitalen Archivinformationssystem verzeichnet und werden bei entsprechenden klimatischen Bedingungen gelagert.

  • Das Dokumentenarchiv ist aktuell in rund 25 Bestandsgruppen unterteilt. Neben Geschäftsberichten, Mitarbeitermagazinen und Rundschreiben werden auch historisch relevante Unterlagen aus den Bereichen Forschung & Entwicklung, Umwelt sowie zur Entwicklung der einzelnen Produkte des Unternehmens aufbewahrt. Laufend ergänzt wird das Dokumentenarchiv durch Bestände, die von den Fachbereichen der voestalpine AG bzw. der voestalpine Stahl GmbH nach Ablauf der gängigen Fristen an das Archiv übergeben werden.

    Wichtiger Teil des Dokumentenarchivs ist die Sektion „Geschichteclub Stahl“, ein Vereinsarchiv, welches aufgrund seiner Bedeutung für die Geschichte der voestalpine Ende 2018 dem voestalpine Archiv Linz angegliedert wurde.

  • Das Fotoarchiv besteht derzeit aus rund 5.000, teils digitalisierten Bildern und Fotografien zur Geschichte der voestalpine am Standort Linz. Dieser Teil des voestalpine Archiv Linz wird laufend erweitert, digitalisiert und verzeichnet.

  • Filme verschiedener Formate zeigen die Unternehmensgeschichte im Bewegtbild. Auch hier sind laufende Digitalisierungen angedacht, um die Verfügbarkeit der Filme zu gewährleisten.

  • Rund 1000 Publikationen von und über die voestalpine, ihre einzelnen Standorte und Gesellschaften, sowie Grundlagenliteratur zur Stahlerzeugung und zur regionalen Geschichte dienen als wichtige Informationsdatenbank.

Benutzung

  • Eine Benutzung des Archivs ist für MitarbeiterInnen der voestalpine AG und der voestalpine Stahl GmbH am Standort Linz grundsätzlich möglich.

    Das Archiv gibt telefonische oder schriftliche Auskunft zu den Unterlagen, wenn dies leicht zu recherchieren ist. Für umfangreiche Anfragen ist eine Einsichtnahme in die Bestände nach vorheriger Absprache und Terminvereinbarung mit dem Archiv notwendig.

    Für sensibles Archivgut, das aus den jeweiligen Unternehmensbereichen an das Archiv übergeben wird, gilt eine allgemeine Sperrfrist. Eine Einsichtnahme ist nur möglich, wenn der zuständige Fachbereich eine Ausnahmegenehmigung erteilt.

  • Eine Benutzung durch StudentInnen, Wissenschaftlerinnen und andere interessierte Personen ist möglich. Eine entsprechende Anfrage ist rechtzeitig vor der gewünschten Benutzung an das Archiv zu richten.

    Die externe Entlehnung von Archivgut ist in nur Einzelfällen und nach vorheriger Genehmigung möglich. Dies betrifft beispielsweise Leihgaben für Ausstellungen und Museen. Über die Weitergabe digitaler Daten wird im Einzelfall entschieden.