Forschung und Entwicklung

Für den Technologiekonzern voestalpine, der in technologieintensiven Branchen mit höchstem Qualitätsanspruch weltweit führend ist, stellt die Forschung & Entwicklung die Basis für den Erfolg dar. Die kontinuierliche Zunahme der Aufwendungen in diesem Bereich spiegelt die hohe Wertigkeit der F&E im Konzern wider

Zahlen und Fakten

F&E-Aufwendungen in Mio. €

Im Geschäftsjahr 2018/19 beliefen sich die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung auf 171 Mio. EUR. Das Budget für das laufende GJ 2019/20 beträgt den neuen Rekordwert von 184 Mio. EUR. Die Forschungsquote (Anteil der F&E-Aufwendungen am Umsatz) liegt bei 1,26 %, gemessen an der Wertschöpfung beträgt der Anteil des F&E-Aufwandes 3 %.

Das Schlüsselwort für den globalen Erfolg der voestalpine heißt Innovation. Das aktuelle Rekordforschungsbudget von 184 Mio. Euro zeigt deutlich, dass Forschung, Entwicklung und Innovation im voestalpine-Konzern höchste Priorität haben. Es wird konsequent in diesen Schlüsselbereich investiert, denn allen hier ist klar: nur mit Spezialisierung in Verbindung mit Technologie- und Qualitätsführerschaft sichern wir unsere Zukunft als internationaler Player in anspruchsvollsten Produktsegmenten ab.

voestalpine-Forschungschef Franz Androsch voestalpine-Forschungschef Franz Androsch

Wichtige Netzwerke

Die F&E der voestalpine ist dezentral organisiert, weltweit sind rund 700 Mitarbeiter an über 70 Standorten tätig. Zusätzlich zur jeweils unternehmenseigenen F&E wird großer Wert auf die Kombination und Vernetzung der im Konzern vorhandenen Kompetenzen gelegt. Ganz im Sinne eines Open-Innovation Ansatzes bindet voestalpine externe Partner in Forschungs-und Entwicklungsprojekte ein, wenn sie für deren Erfolg notwendig sind. Es werden strategische Partnerschaften und langfristige Zusammenarbeit angestrebt, die auf Vertrauen basieren, auf gleicher technologischer Augenhöhe und bei beiderseitigem Nutzen. Um die 100 Partner – international und national, wie Universitätsinstitute, Fachhochschulen, Forschungsinstitute, Kompetenzzentren, Christian Doppler Labors, bilden das wissenschaftliche F&E-Netzwerk der voestalpine. Entwicklungspartnerschaften mit ausgewählten Kunden ergänzen die F&E-Netzwerke und ermöglichen das direkte Eingehen auf Kundenbedürfnisse.

Innovationsschwerpunkte

Ein Fokus der F&E liegt auf der Kombination der Werkstoffkompetenz mit der im Konzern vorhandenen Verarbeitungskompetenz von Stahl und anderen metallischen Werkstoffen, mit dem Ziel innovative Komplettlösungen für die Kunden zu entwickeln.

Produktentwicklung

Die Produktentwicklung konzentriert sich auf die Branchen mit den höchsten technologischen Ansprüchen, wie Mobilität und Energie.

Innovationen für das Segment Mobilität sind z.B. die höchstfesten Stähle mit erhöhter Umformbarkeit und Hybridkomponenten für den automobilen Leichtbau oder hocheffizientes Elektroband und die modulare Batteriebox für die Elektromobilität. Verschleiß- und rollkontaktermüdungsbeständige Schienenstähle und life-cycle optimierte Weichen inklusive Antriebs-und Diagnosesysteme, beides für Hochgeschwindigkeits- und Schwerlastanwendungen entwickelt, sind Innovationen für das Bahnsystem.

Parallel zur Entwicklung der modernen high-tech Stähle werden auch die Werkzeugstähle weiterentwickelt, um eine optimale Bearbeitung gewährleisten zu können. Extrem harte und verschleißbeständige Werkzeugbeschichtungen ermöglichen hohe Standzeiten der Werkzeuge.

Für die Energieindustrie werden z.B. sauergasbeständige Nahtlosrohre und gasdichte Gewindeverbindungen für den Einsatz in der Öl-und Gasexploration, Röhrenbleche für Pipelines unter extremen Bedingungen, Werkstoffe für Kraftwerke mit hohem Wirkungsgrad, Montagesysteme für Photovoltaik-Anlagen entwickelt.

voestalpine ist bestrebt, das System Werkstoff + Verarbeitung kundengerecht anzubieten. In diesem Sinn werden auch die Verarbeitungstechnologien, wie z.B. die Warmumformprozesse der phs-Familie, das Umformen von Leichtmetallen, oder die zum Werkstoff passenden Schweiß-und Fügeprozesse laufend weiterentwickelt bzw. neue Verarbeitungsprozesse erarbeitet.

Prozessentwicklung

Der Fokus in der Prozessentwicklung liegt zum einen in der Optimierung der bestehenden Stahlherstellungstechnologie hinsichtlich Energie-und Ressourceneffizienz, und der Weiterentwicklung mittels digitalen Ansätzen und künstlicher Intelligenz hin zur smart factory. Zum anderen wird an gänzlich neuen Technologien, wie z.B. der Stahlherstellung mit Hilfe von Wasserstoff, geforscht.

Die junge Technologie des Additive Manufacturing, also des 3D-Druckes mit Metallen, wird von der Pulverherstellung über das Design bis hin zur fertigen Komponente zur Gänze im voestalpine Konzern entwickelt.

Weitere Informationen zu den Innovationsaktivitäten.