voestalpine Tubulars: Fernwärme für Kindberg 2 Minuten Lesezeit
Umwelt

voestalpine Tubulars: Fernwärme für Kindberg

Christopher Eberl
Christopher Eberl ist redaktionell verantwortlich für die Themen am Blog sowie für die Lehrlingswebsite. Mit seinen Geschichten gewährt er tiefe Einblicke in die vielfältige Welt des voestalpine-Konzerns.

Die voestalpine Tubulars heizt ihrem Standort Kindberg ein: Die Abwärme des Drehherdofens wird für das neue Fernwärmenetz der steirischen Kleinstadt genutzt.

Wenn die voestalpine Tubulars in ihrem Werk in Kindberg in der Obersteiermark ihre nahtlosen High-Tech-Rohre aus Stahlblöcken fertigt, geht es ziemlich heiß her: Um das Ausgangsmaterial formbar zu machen, muss es im Drehherdofen erst einmal auf Temperatur gebracht werden. Dazu muss das Ofenthermometer auf 1.300° Celsius stehen. „Wie man sich leicht vorstellen kann, braucht es zum Erreichen einer solchen Hitze einen entsprechenden Energieeinsatz“, so der technische Geschäftsführer Gerald Gfrerer. In Ermangelung einer Verwendungsmöglichkeit für die reichlich anfallende Abwärme konnten die Rohrspezialisten im voestalpine-Konzern den Energie-Input bislang nicht vollständig nutzen. Das ändert sich nun: Mit dem neuen Fernwärmeprojekt für Kindberg, welches die BWG Biomasse Fernwärme GmbH in Zusammenarbeit mit voestalpine Tubulars aufgesetzt hat.

Wärme in 1.536 Rohren

„Künftig können wir bis zu 4.000 Kilowatt Abwärme aus unserer Produktion auskoppeln und ins Netz einspeisen“, berichtet Projektleiter Helfried Wernigg von voestalpine Tubulars. Zur Wärmerückgewinnung und zur Beschickung der Fernwärmeleitungen werden in den nächsten Wochen und Monaten ein Wärmetauscher mit 1.536 wasserführenden Rohren, ein Spezialkamin und eine eigene Pumpstation auf dem Werksgelände installiert und gebaut. Der Spatenstich fand vergangenen Mittwoch, dem 16. März 2022 am Werksgelände von voestalpine Tubulars statt. Auch abseits des Werks wird gebaut: Ein 9 km langes Leitungsnetz unter Kindberg sowie ein Biomasseheizwerk mit Photovoltaik-Dach, das gemeinsam mit dem Drehherdofen für ausreichend Wärme sorgt.

Spatenstich für die Abwärme des Drehherdofens von voestalpine Tubulars © Bioenergie

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Christopher Eberl