Was wäre das Umweltmanagement der voestalpine ohne Umweltdatenmanagement? 3 Minuten Lesezeit
Arbeitswelten

Was wäre das Umweltmanagement der voestalpine ohne Umweltdatenmanagement?

Michael Leithinger

Das flächendeckende Umweltdatenmanagement, sprich das software-basierte Reporting-System aller umweltrelevanten Daten des Konzerns, ist die Basis für die gute Umweltperformance der voestalpine und fließt in Berichte wie dem Nachhaltigkeitsbericht (CR-Report) mit ein.

Zahlen lügen nicht, auch Umweltkennzahlen nicht, zumindest nicht, wenn sie so akribisch und fundiert erhoben werden wie in der voestalpine. Jährlich, immer zu Geschäftsjahresende, werden wesentliche Umweltdaten von rund 130 umweltrelevanten Produktionsgesellschaften des Konzerns weltweit erhoben. „Die Gesellschaften tragen online ihre Daten ein und wir im Umweltmanagement werten diese dann aus und verarbeiten sie weiter“, weiß Roland Mayr, der für das Reporting verantwortlich ist.

Lückenloses Umweltdatenmanagement

Bis zu 150 verschiedene, umweltrelevante Kennzahlen werden in diesem Reporting-Prozess erhoben – aus allen umweltrelevanten Bereichen, von der Energie- und Materialeffizienz über Emissionen bis hin zur Wasser-, Abfall- und Kreislaufwirtschaft, aber auch Aufwendungen und Investitionen mit dem Schwerpunkt einer Verbesserung der Umweltperformance. Das Software-Tool SoFi ist in diesem Reporting unerlässlich, seit vier Jahren etwa ist es im Einsatz. „Die Datenqualität ist mit den Jahren stetig gestiegen. Das zeigt, dass das Bewusstsein in den Gesellschaften für das Datenmanagement gewachsen ist – egal ob in Europa, in China oder an anderen Standorten der voestalpine“, berichtet Mayr.

Die Daten sind das Fundament

voestalpine-umweltdatenmanagementDie Daten fließen in weiterer Folge in mehrere Berichte der voestalpine mit ein – vom Nachhaltigkeitsbericht (CR-Report) über den Geschäftsbericht bis hin zu den Umwelterklärungen der Standorte im Rahmen der EMAS-Verordnung – oder werden für sektorspezifische Kooperationsprojekte an Interessenvertretungen, etwa worldsteel oder EUROFER (European Steel Association), weitergegeben. „Wir verarbeiten die Datenbasis auch weiter in diversen Ökobilanzen für Produkte bzw. Produktgruppen der voestalpine. Mit diesen ermitteln wir den ökologischen Fußabdruck unserer Produkte, zum Beispiel die Treibhausgasemissionen, entlang der gesamten Wertschöpfungskette – also von der Rohstoffgewinnung bis zum Werkstor.“, erklärt Mayr. Auch die Umweltproduktdeklarationen, die beispielsweise im Bereich Grobblech oder organisch beschichteten Stählen von Kunden nachgefragt werden, fußen auf dem Umweltdatenmanagement.

Über gesetzliche Vorgaben hinaus

Bei allen diesen Reporting-Prozessen gibt es strenge, gesetzliche Vorgaben, die voestalpine geht aber konsequent darüber hinaus. „Wir nehmen es sehr genau mit der Datenqualität, auch aus eigenem Interesse, denn damit machen wir die Umweltperformance der voestalpine sichtbar, können sie messen, steuern und in weiterer Folge auch optimieren“, betont Johann Prammer, der Leiter des Strategischen Umweltmanagements. Die Umweltdaten sind auch für die transparente Kommunikationsarbeit des Konzerns bei allen umweltrelevanten Themen unerlässlich.

Daten für den Dialog

Nicht nur die Behörden haben Interesse an aussagekräftigen Umweltkennzahlen („Key Performance Indicators“), auch die Kunden achten immer mehr auf die Umweltperformance ihrer Zulieferer und wollen diese faktisch belegt haben. „Zudem kommt es immer wieder vor, dass potenzielle Investoren Informationen zur Umweltperformance nachfragen, die unsere Nachhaltigkeit untermauern“, weiß Johann Prammer. Darüber hinaus sind die Umweltkennzahlen die zentrale Argumentationsgrundlage im Stakeholder-Dialog der voestalpine, etwa zu energie- und klimapolitischen Themen.

Mehr zum Thema Umwelt: http://www.voestalpine.com/umwelt

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